Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Bayernwerk
Bayernwerk

Segnung der Kindergartenerweiterung in Floß

Floß. Am 14. Juni wird die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens „Unterm Regebogen“ gesegnet, im Rahmen des Gemeinde- und Kindergartenfestes. Das Projekt gelang dank Spenden, Einsatz und Partnerschaft.

Segnung der Kindergartenerweiterung in Floß

Mit berechtigten Stolz blicken der Evangelische Gemeindediakonieverein und die Kirchengemeinde St. Johannes Baptista sowie der Markt Floß auf das neue Bauwerk des Kindergartens. Foto: Fred Lehner
Der für Notfälle erforderliche Treppenaufgang und der neu angelegte Kindespielplatz sind Bestandteile des Neubaues. Foto: Fred Lehner

Die Erweiterung des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ wird gesegnet. Gemeinde- und Kindergartenfest – großes Ereignis.

Segnung und Dank in der Evangelischen Gemeindediakonie

In der nunmehr über 125-jährigen Geschichte der Evangelischen Gemeindediakonie in der Kirchengemeinde St. Johannes Baptista werden die Jahre 2025/2026 einen besonderen Markstein einnehmen. Überschrieben werden sie mit einem herzlichen Dank und den Worten „Sie haben es möglich gemacht“. Gemeint sind alle Verantwortlichen und Mitwirkenden der Gemeindediakonie, die sich an der Erweiterung und Sanierung des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ beteiligt haben. Und das waren nicht wenige.

Obwohl man bei der Fertigstellung des neuen Hauses im September 1974 fest annahm, allen Bedürfnissen auf lange Zeit mit einer modernen Einrichtung Rechnung getragen zu haben, legten die Entwicklungen und die gesetzlichen Vorschriften den Finger auf eine dringend notwendige Erweiterung um eine Kindergruppe sowie auf eine fällige Sanierung des Hauses.

Zusammenarbeit von Diakonie, Kirchengemeinde und Markt Floß

Stets den Zeichen der Zeit erkannt und aufgeschlossen, zeigten die Verantwortlichen in der Diakonie für die Förderung der Kleinen und Kleinsten in der evangelischen Kirchengemeinde immer ein offenes Herz. Vorsitzender Manfred Venzl schob mit seiner Vorstandschaft und den Mitgliedern des Ausschusses im Diakonieverein mächtig an, den Forderungen gesetzlicher Bestimmungen entsprechend der Größe des Kindergartens offen gegenüberzustehen. Es sollte keine Zeit verloren werden. Unterstützung gab es durch die evangelische Kirchengemeinde mit Pfarrer Wilfried Römischer und den Mitgliedern des Kirchenvorstands sowie den kommunalen Stellen wie dem Markt Floß.

Dieses Dreiergremium arbeitete Hand in Hand und überaus vertrauensvoll zusammen. Ein wichtiger Grundstein für die Durchsetzung des Projekts. Nur so war es auch möglich, eine neue Baumaßnahme anzugehen. Einfach war es sicher nicht, zumal die Einflussnahme des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in München eine wesentliche, wenn nicht entscheidende Rolle spielte.

Archäologische Untersuchungen verzögerten den Bau

Schließlich war die Erweiterung des Hauses auf dem Grund und Boden des bis 1818 bestehenden Friedhofs, direkt zwischen der Kirche und dem Kindergarten gelegen, geplant. Was zu Beginn der Bauarbeiten nicht zu erwarten war, trat ein. Die Befunduntersuchungen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege im früheren Friedhofsgelände nahmen weit längere Zeit in Anspruch, als je anzunehmen war. Ein Zeitaufschub für die Baufertigstellung, der viel Verständnis und Geduld durch den Bauträger erforderte.

Witron Zoiglbrotzeit
Witron Zoiglbrotzeit

Aber auch das wurde, wenn auch mit so manchem Ärger, geschafft. Schließlich mussten alle kirchlichen Vereine und Verbände während der Bauzeit ausgelagert werden. Der Umzug des Kindergartens in das Gemeindehaus war schon deshalb nicht ganz einfach, weil eine Reihe von Auflagen baulicher Art im Gemeindehaus erfüllt werden musste. Alles Umstände, mit denen der Bauträger konfrontiert war.

Segnung im Rahmen des Festes und große Unterstützung

Die Verantwortlichen der Diakonie hatten in ihrer Einladung zur Segnung der neuen Räume im Kindergarten am Sonntag, 14. Juni, im Rahmen des Gemeinde- und Kindergartenfestes dankend festgehalten, dass es ohne Unterstützung und Spenden durch viele Firmen, Vereine und Privatpersonen des Marktes und des Flosser Umlands nicht möglich gewesen wäre, das Projekt unter Dach und Fach zu bringen. Das gilt sowohl für die neuen Räume und die Sanierung des Hauses als auch für das Umfeld mit den neuen Spielgeräten. Die Kinderaugen werden zum Leuchten gebracht, doch auch der Bauträger ist von Herzen dankbar, dass ein großes Bauprojekt seinen Abschluss gefunden hat.

Zeitplan, Kosten und Eigenleistungen

Vorsitzender Manfred Venzl – ihm ist dieses Bauprojekt zu einem Herzensanliegen geworden – war während der Bauzeit stets präsent. Seine tatkräftige Mitwirkung war ausschlaggebend dafür, dass die Gemeindediakonie alles schaffte, was auf sie zukam.

Dass von ihm viel abverlangt wurde, bekannte er in einem Gespräch mit einem Pressevertreter. Allein das Baugenehmigungsverfahren nahm geraume Zeit in Anspruch. Der Eingabeplan von Architekt Wolfgang Schultes aus Grafenwöhr datiert schließlich auf den 12. Oktober 2021 zurück. Nach der Baugenehmigung konnte im Jahre 2022 der Baubeginn erfolgen. Der Wiedereinzug der Kinder erfolgte im September 2025, während der Gartenbereich im April 2026 fertiggestellt werden konnte.

Die Baukostensumme wurde auf 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Sie konnte eingehalten werden. Lediglich die Mehrkosten für das archäologische Gutachten in Höhe von 150.000 Euro brachten eine Mehraufwendung, die noch zu finanzieren war. Neben den erheblichen Eigenleistungen des Diakonievereins gab es staatliche Gelder, und der Markt leistete seinen Anteil. Durch die Eigenleistungen der Eltern der Kinder, des gesamten Personals, des Kirchenvorstands, der Handwerker sowie durch die Mitarbeit des gemeindlichen Bauhofs konnte viel Geld gespart werden.

Funde auf dem alten Friedhofsgelände

Bei den Untersuchungsarbeiten des Landesamts für Denkmalpflege wurden über 90 Skelette vorgefunden, nach München transportiert und dort verwahrt. Einzelne Gebeine durften durch Pfarrer Wilfried Römischer auf dem evangelischen Friedhof aufgenommen und in ein Gemeinschaftsgrab zur letzten Ruhe beigesetzt werden.

Ausblick und Dank

Manfred Venzl hatte noch herausgestellt, dass derzeit Verhandlungen über die Nutzung des Gartens oberhalb des Gemeindehauses für die Errichtung eines Krippengartens geführt werden. Eine Besonderheit: Die über 100 Jahre alte Birke im Spielgarten des neuen Hauses sollte unbedingt erhalten werden, doch dies war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Beim Absägen des Baums wurden Fäulnis und Hohlräume vorgefunden. Die Entsorgung des Baums hat sich als richtig erwiesen.

Die Gemeindediakonie kann nicht genug Dank sagen für all die Mithilfe, Unterstützung sowie finanziellen Beiträge und Spenden, die aus der breiten Schicht der Bevölkerung geleistet wurden. Manfred Venzl fasste seinen Dank – wie in der Einladung zu lesen ist – so zusammen: „Sie haben es möglich gemacht“.

Tipp: Wenn Du etwas googelst, bekommst Du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!