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Spaziergang am Thumbach zeigt Müll und keine Fische in Kirchenthumbach

Kirchenthumbach. Die Ortsgruppe Bund Naturschutz ist am Ostermontag am Thumbach von der Quelle bis Metzenhof gewandert. Sie fand schöne Abschnitte, aber auch Müll und Bauschutt – und keinen einzigen Fisch; gefordert sind Prüfungen des WWA Weiden.

Kirchenthumbach. Die Ortsgruppe Bund Naturschutz ist am Ostermontag am Thumbach von der Quelle bis Metzenhof gewandert. Sie fand schöne Abschnitte, aber auch Müll und Bauschutt – und keinen einzigen Fisch; gefordert sind Prüfungen des WWA Weiden.
Mitglieder der OG Kirchenthumbach an der Quelle des Thumbach. Foto: Rainer Knoll

Spaziergang am Thumbach zeigt Müll und keine Fische in Kirchenthumbach

Zu einem österlichen Spaziergang hat sich die Ortsgruppe Bund Naturschutz in Kirchenthumbach am Ostermontag verabredet. Von der Quelle bis nach Metzenhof führte die anstrengende Route direkt am Ufer des Thumbachs entlang. Gefunden wurden naturbelassene Abschnitte, aber auch allerlei Müll, Bauschutt, Altreifen – aber nicht ein einziger Fisch.

Emmausgang am Thumbach: Ortsgruppe prüft Zustand des Gewässers

Traditionell findet am Ostermontag ein Gang nach Emmaus statt. Für die OG Kirchenthumbach war dies Anlass, einmal den Thumbach in Augenschein zu nehmen. Anlass war auch ein Dokument des Wasserwirtschaftsamtes Weiden (WWA), das der OG vorliegt: „Umsetzungskonzept Creußen 1_F268“. In diesem offenbar wenig bekannten Papier sind allein 15 Maßnahmen zur Sanierung des Thumbachs definiert. Diese wollten sich die Umweltschützer unter Leitung von Reinhold Wilterius (1. Vorsitzender) einmal genauer anschauen.

Startpunkt war die Quelle östlich von Neuzirkendorf (Bild 1). Hier fand die Gruppe den schönsten Abschnitt vor. Der Thumbach ist hier zwar noch ein Rinnsal und mäandert schön durch bewaldetes Gelände.

Idyllisch und naturbelassen wie es sein soll: der Oberlauf des Thumbach. Foto: Rainer Knoll

Erste Lebewesen wurden gefunden, wie Bachkrebse, welche ein Indikator für gute Wasserqualität sind. Auch Frösche samt ihrem Laich. Das war es dann aber leider schon mit den Lebewesen. Auf der gesamten Strecke war nicht ein einziger Fisch zu sehen, auch nicht an Stellen, wo Mitglieder der OG schon als Kinder zahlreiche Fische beobachten konnten. Dafür aber an vielen Stellen Bauschutt, Plastikfolien, Altreifen.

Altreifen im Bachlauf östlich der Plechmühle. Foto: Rainer Knoll
Immer wieder Verfüllungen mit Bauschutt, Foto: Rainer Knoll

Einlauf der Kläranlage in Kirchenthumbach sorgt für Kritik

Kein schöner Anblick war für die Gruppe die Passage des Einlaufs der Kläranlage in den Bach in Kirchenthumbach. Neben dem typischen Geruch des Abwassers sieht man im trüben Einlauf auch größere Partikel in der Einleitung und immer wieder, bis weit flussabwärts, Reste von Kosmetiktüchern oder Ähnlichem im Bachbett – ein wahrlich unappetitlicher Anblick. Hoffnung auf Besserung besteht allerdings zumindest für diesen Abschnitt durch die bereits beschlossene Sanierung der Kläranlage.

Trüber Einlauf der Kläranlage in Kirchenthumbach. Foto: Rainer Knoll

WWA-Maßnahmen sollen Durchgängigkeit des Thumbachs verbessern

Die Orte auf der Liste des WWA mit vorgesehenen Maßnahmen fand die OG unterstützenswert. So sollen beispielsweise alte Wehre beseitigt, Bachstürze abgeflacht, Durchführungen gereinigt und Teiche umgangen werden. Nach Meinung der OG sind das alles sinnvolle Maßnahmen, um die Durchgängigkeit des Gewässers herzustellen und damit den Fischen die Chance zu geben, bachaufwärts zu schwimmen.

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Wasserqualität ungeklärt – OG fordert Proben und bleibt dran

Unbekannt ist der OG jedoch der chemische Zustand des Wassers. Hier sind die Umweltschützer der Meinung, dass an mehreren Stellen Proben zu ziehen seien, um die Wasserqualität zu überwachen. Dies könnte nämlich auch ein Grund sein, warum auf der gesamten Strecke kein einziger Fisch zu sehen war. Die OG will an dem Thema dranbleiben, um diese Missstände beseitigen zu lassen.