Stadt warnt vor dem Eichenprozessionsspinner

Stadt warnt vor dem Eichenprozessionsspinner
Die Stadt Burglengenfeld warnt die Bevölkerung vor den gesundheitlichen Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner. In den vergangenen Wochen wurde eine deutliche Zunahme des Befalls im Stadtgebiet festgestellt. Besonders betroffen sind Bereiche am Hirtberg, am Galgenberg, am Augustenhof, an der Eichenstraße, entlang der Verbindungsstraße zwischen Jura- und Dieselstraße sowie hinter dem Vereinsheim in Pilsheim. Die befallenen Eichen stehen sowohl auf städtischen Flächen als auch in Privatwäldern.
Maßnahmen in Pilsheim nahe Kinderspielplatz
Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit dem Bereich in Pilsheim. Dort befinden sich befallene Eichen in unmittelbarer Nähe eines Kinderspielplatzes. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes hat die Stadt hier umgehend Maßnahmen eingeleitet.
Die Brennhaare der Raupen können erhebliche gesundheitliche Beschwerden verursachen. Bereits der Kontakt mit den feinen Haaren kann Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenentzündungen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen. Die Brennhaare bleiben zudem über einen langen Zeitraum wirksam und können auch an verlassenen Nestern oder durch den Wind verbreitet werden.
Verhaltenshinweise für Bürgerinnen und Bürger
Die Stadt bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, befallene Bereiche zu meiden, Eichen nicht zu berühren und insbesondere Kinder sowie Haustiere fernzuhalten. Verdächtige Gespinste oder Raupennester sollten keinesfalls eigenständig entfernt werden. Hinweise auf einen möglichen Befall können der Stadtverwaltung oder dem städtischen Bauhof gemeldet werden, damit die Gefahrenstellen zeitnah überprüft und gesichert werden können.
Auf städtischen Flächen werden befallene Bäume durch den Bauhof oder spezialisierte Fachfirmen behandelt. Bis zur Beseitigung der Nester werden betroffene Bereiche gekennzeichnet und bei Bedarf vorübergehend gesperrt. Die Entfernung erfolgt ausschließlich durch geschultes Personal mit entsprechender Schutzausrüstung. Die Nester werden dabei abgesaugt oder fachgerecht entfernt und anschließend entsorgt.
Appell an Grundstückseigentümer und Waldbesitzer
Bereits in der vergangenen Woche hatte Bürgermeister Martin Antretter den Stadtrat über die zunehmende Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet informiert und für die gesundheitlichen Risiken sensibilisiert. Die Stadt appelliert auch an private Grundstückseigentümer und Waldbesitzer, bekannte Befallsstellen zeitnah durch Fachfirmen beseitigen zu lassen. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen kann die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners eingedämmt und die Gefahr für die Bevölkerung reduziert werden.
Langfristig setzt die Stadt auf vorbeugende Maßnahmen. Geplant ist unter anderem die Förderung natürlicher Fressfeinde wie der Kohlmeise durch das Anbringen zusätzlicher Nistkästen im Umfeld von Eichenbeständen. Zudem soll geprüft werden, ob besonders stark oder wiederholt befallene Eichen langfristig durch widerstandsfähigere Baumarten ersetzt werden können.
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