Sternsinger herzlich empfangen: Bis zu sieben Stunden täglich unterwegs
Sternsinger herzlich empfangen: Bis zu sieben Stunden täglich unterwegs
“Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr mitgeht, und die Botschaft von der Geburt Jesu Christi zu den Menschen bringt”, so Pfarrer Sven Grillmeier bei der Aussendung der Sternsinger. In einer kleinen Andacht in der Pfarrkirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit segnete der Geistliche Kreide und Weihrauch als Zeichen des Segens des menschgewordenen Gottessohnes, den die Sternsinger in die Häuser bringen. Anschließend machten sich die Heiligen Drei Könige der Pfarrgemeinde in ihren königlichen Gewändern und mit königlichen Insignien auf den Weg.
25 Sternsinger ziehen durch die Gemeinden
Unter dem Motto “Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit” wurde an zwei Tagen in Kirchenlaibach und Speichersdorf, Nairitz-Kodlitz und Windischenlaibach, Brüderes, Hundsmühle, und Weiherhut sowie in Zeulenreuth und Selbitz um Spenden gebeten. Eingeteilt in zehn Gebiete baten deshalb über 25 Sternsinger mit ihren Betreuern in über 2.000 Haushalten, gleich ob katholisch oder evangelisch, ob konfessionell gebunden oder nicht, um Einlass.
“Alle, die uns aufmachten, haben uns herzlich empfangen”, resümierte Begleiterin Antje Scherm (links). Inbrünstig stimmte hier das jeweilige Trio ein in das “Christus segne dieses Haus und alle die da gehen ein und aus. Die Liebe sei mächtig, der Hass sei verbannt, das wünschen die Weisen aus dem Morgenland.” Ihr in die Wohnungen gebrachter Segen wurde dann von den Heiligen drei Königen auf dem Türrahmen mit der Inschrift 20 * C + M + B * 23 dokumentiert.
Jeden Tag bis zu sieben Stunden unterwegs
“Wir machen’s für die Kinder und die armen Leute”, waren sich die Kinder einig, warum sie trotz ungemütlichster Witterung als Kaspar, Melchior und Balthasar jeden Tag bis zu sieben Stunden unterwegs waren. So anstrengend es war, so diszipliniert waren die Sternsinger in ihrer Rolle und ihrer Aufgabe. Für die acht- bis 17-Jährigen war es ein besonderer Tag und ein besonderes Unterfangen, bei dieser größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit dabei zu sein. Viele machen zum ersten Mal mit. Manche aber auch schon zum siebten oder achten Mal. Manche gehen sogar an beiden Tagen in verschiedenen Gruppen mit. Sie alle waren und sind von der Idee und dem Vorhaben, mit den Sternsingern mitzugehen und Spenden für die Ärmsten der Armen zu sammeln, begeistert.
Am frühen Donnerstagmorgen hatten sich die Kinder und Jugendlichen im Pfarrheim getroffen. Hier hatten die Helferinnen beim Einkleiden und bei der Maske alle Hände voll zu tun. Dort trafen sich alle zur Mittagszeit und im Anschluss auch wieder, um sich zu stärken. Gertraud Zetlmeisl und Angelika Walter kümmerten sich um warmes Essen und warme Getränke. Ein dickes Lob für ihr ehrenamtliches Engagement zollte den Sternsingern und ihren Begleitern auch Pastoralreferent Robert Schultes, der für die Organisation, Gebiets- und Gruppeneinteilung gesorgt hatte. “Ich bin froh, dass wir auch in diesem Jahr wieder fast das gesamte Gemeindegebiet begehen konnten”, sagte er am Rande.
Spenden für SOS-Kinderdorf und Sozialamt
Schultes bat aber auch um Verständnis, wenn trotz aller Bemühungen vereinzelte Haushalte nicht besucht werden konnten. “Wir hätten gut und gerne noch drei bis vier Gruppen brauchen können, um alles optimal abdecken zu können”, wünschte er sich für das kommende Jahr. Die Sternsinger durften sich dabei aber nicht nur über großzügige Spenden, sondern auch über jede Menge Süßigkeiten freuen. Ein Teil wird unter den Gruppen aufgeteilt. Ein Teil wird dem SOS-Kinderdorf und dem Sozialamt der Gemeinde Speichersdorf gespendet.




