Teilabbruch am Jugendhaus und 44 Häuser in Weiherhammer geplant

Teilabbruch am Jugendhaus und 44 Häuser in Weiherhammer geplant
Teilabbruch des ehemaligen Jugendhauses Kaltenbrunn
Vier Jahre waren im 30-Betten-Haus ukrainische Kriegsflüchtlingsfamilien untergebracht. Diese wurden nun umgesiedelt. Von 1983 bis 2020 diente das frühere Lehrerwohnhaus unter Leitung des 2024 aufgelösten Jugendwerks Weiden-Neustadt e.V. vielen jungen Menschen zur Übernachtung bei Kursen und Freizeiten. Der Mietvertrag mit der Regierung der Oberpfalz endet am 31. März. „Das ehemalige Jugendhaus, welches an das Bestandsgebäude des Kindergartens St. Martin angebaut ist, sollte ursprünglich erst nach dem Umzug in den Kita-Neubau zusammen mit dem restlichen Bestandsgebäude abgebrochen werden“, sagte Zweiter Bürgermeister Julian Kraus in der Sitzung am Dienstag vor 16 Zuhörern.
Im Zuge der weiteren Planung der Außenanlagen habe sich jedoch gezeigt, dass ein vorgezogener Abbruch des ehemaligen Jugendhauses sinnvoll sei. Durch den frühzeitigen Rückbau kann insbesondere die Herstellung der Außenanlagen sowie der geplanten Parkplätze effizienter umgesetzt werden. Die Baufreiheit für die Arbeiten wäre damit früher gegeben, was eine bessere Koordination der Bauabläufe ermöglicht. Für die Abbrucharbeiten werden derzeit Angebote eingeholt. Der jeweils amtierende Bürgermeister wurde ermächtigt, den Auftrag an den jeweils wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.
Neues Wohngebiet mit 44 Parzellen
Gottfried Blank vom Büro Blank und Partner aus Pfreimd fasste im Beisein von Manuel Zwick von den Zwick-Ingenieuren die 20 eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan „Am Bildbaum 8“ zusammen. Das verkleinerte, 118 Hektar großes Gebiet ist frei von Altlasten. Auf den 44 Parzellen können auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Laut Bund Naturschutz-Kreisgruppe Neustadt/WN werden die CO2-Werte eingehalten. Lebensraum für Tierarten ist durchgehend vorhanden. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit wird an der Staatsstraße nach Mantel eine Wasserleitung gebaut. Blank: „Wir gehen davon aus, dass der Bebauungsplan bis zum Sommer rechtskräftig wird.“
Dieser wird nach Ostern noch einmal ausgelegt, bemerkte Sitzungsleiter Kraus. „Wir sind froh und dankbar für die schnelle Arbeit, dass die dringend notwendige Umsetzung von Bauland ermöglicht wird“, bekräftigte SPD-Fraktionschef Rainer Vater. Einstimmig hat der Gemeinderat die vorgeschlagene Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen angenommen und die Unterlagen für die weitere Beteiligung freigegeben.
Kita-Neubau Kaltenbrunn: Landschaftsbauarbeiten und Ausstattung
Thomas Blank informierte über die Leistungen, die mit dem Projekt Landschaftsbauarbeiten beim Kita-Neubau in Kaltenbrunn abgebildet werden sollen. Nur optisch ist eine Trennung von Kinderkrippe und Kindergarten vorgesehen. Neu sind ein Matschplatz und ein Wasserspielteil. Die Böschung wird komplett neu bepflanzt.
Die Anfrage von Andreas Solter (SPD), ob ein Starkstromanschluss eingeplant sei, bringt Blank im entsprechenden Gremium zur Sprache. Rainer Vater erkundigte sich nach der Förderfähigkeit von Fallobst und der Berücksichtigung. Auf Daniel Schweigers Frage zur Einplanung eines Hydranten meinte Bauamtsleiter Michael Klein: „Das ist mit Kommandant Alexander Kummer bereits besprochen.“ „Werden alle Parkplätze mit Rasenfugenpflaster versehen?“, wollte Mirko Bertl wissen. Dazu Blank: „Nur die am Hopfenweg.“ Den Auftrag für die Landschaftsbauarbeiten erhielt als wirtschaftlichster von sieben Bietern die Firma Rolf Schmidt aus Schirmitz für 568.769,91 Euro.
Kommunale Wärmeplanung 5/25
Ohne Gegenstimme setzte das Gremium die Kommunale Wärmeplanung 5/25 in Kraft. Ein Wärmenetzgebiet nach dem Wärmeplanungsgesetz wird vorerst nicht ausgewiesen. Julian Kraus: „Es ist uns wichtig, dass es nicht zu Einschränkungen kommt.“ Die Wärmeplanung weiter zu verfolgen, sah Rainer Vater als Anliegen an. Durch die Wärmeplanung hätten Investoren für eine Fernwärmeversorgung nun eine gute Arbeitsgrundlage, fügte Bauamtsleiter Michael Klein hinzu.
Zuschüsse für Vereine und Jugendarbeit
In der Sitzung am 24. Februar wurden die Zuschüsse für Vereine sowie für die Jugendarbeit neu geregelt. Zur weiteren Förderung wurde einstimmig beschlossen: Vereine und Gruppierungen, die nachweislich aktive Jugendarbeit betreiben, erhalten zusätzlich einen jährlichen Zuschuss von 250 Euro. Anträge auf Anerkennung sind bis spätestens 31. März des jeweiligen Jahres einzureichen.
Bekanntgaben
Der Glasfaserausbau startet Ende Mai/Anfang Juni im Bereich Blütenstraße durch die Firma die Powerkom aus Neusorg. Es wird zu Beeinträchtigungen kommen. Für Ende April ist dazu eine Infoveranstaltung geplant. Erfreulich: Der Stromanschluss für das Alia-Projekt wird um 5.188 Euro günstiger.
An der Ramadama-Aktion am 18. April dürfen sich neben Vereinen auch Privatpersonen gerne beteiligen. Kraus kündigte ferner die Ausbesserung der Schlaglöcher im Gemeindegebiet an. Rainer Vater bat, den Bahnübergang an der Flachglasstraße mit aufzunehmen. Silke Bauer (CSU) nannte hier als vordringlich die Ecke Weidener-/Bürgermeister-Hörl-Straße in Kaltenbrunn.




