Sternsinger werben in Thurndorf für Schule statt Fabrik

Sternsinger werben in Thurndorf für Schule statt Fabrik
Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Pfarrei Thurndorf mit vier Gruppen von Sternsingern an dieser sehr wichtigen Aktion gegen Unrecht und Ausbeutung. Nach der Aussendung gingen die Sternsinger in Thurndorf und in den Orten „jenseits“ des Kitschrains von Haus zu Haus und sammelten in den Häusern und Wohnungen Spenden, damit an den notwendigen Stellen für Besserung gesorgt werden kann.
Thurndorf: Sternsinger setzen Zeichen gegen Kinderarbeit
Trotz aller Fortschritte im Kampf gegen Kinderarbeit bleibt die Realität für viele Kinder hart: Gut 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche in Bangladesch müssen arbeiten – davon sogar 1,1 Millionen unter besonders gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Deshalb stellt die Aktion Dreikönigssingen 2026 das Thema Kinderarbeit in den Fokus und richtet den Blick in diesem Jahr nach Bangladesch.
Als Kinderarbeit bezeichnet man einkommensschaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit sowie Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit. Die Weltgemeinschaft hat das Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht.
Weltweite Zahlen zur Kinderarbeit und Maßnahmen der Sternsinger-Partner
138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus der Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
Sie organisieren Förderkurse, um Kinder wieder einzuschulen und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Die Partnerinnen und Partner helfen arbeitenden Jugendlichen, einen Abschluss, zum Beispiel an Abendschulen, zu machen. Sie sensibilisieren Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für die Rechte auf Schutz und Bildung. Nur wenn diese Rechte umgesetzt werden, lässt sich der Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Aufstiegschancen durchbrechen.




