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Thai-Kochkurs in Weiherhammer: Thailand auf dem Teller

Weiherhammer. Ein Abend, viele Aromen und 14 neugierige Hobbyköche: Beim ersten Thai Kochkurs von „Kochen mit Witts“ in Weiherhammer stehen Mörser, frische Zutaten und gemeinsames Anpacken im Mittelpunkt. Hannes Witt bringt Erfahrungen aus Thailand an den Herd – und berücksichtigt dabei auch unterschiedliche Vorlieben bei der Schärfe.

Thai-Kochkurs in Weiherhammer: Thailand auf dem Teller

Thai-Kochkurs
Hannes Witt von der Kochschule „Kochen mit Witts“ zeigt Tipps und Tricks aus der Thaiküche. Foto: Martin Stangl

Der erste Thai-Kochkurs bei „Kochen mit Witts“ war schnell ausgebucht: Schon wenige Tage nach der Veröffentlichung waren alle Plätze vergeben. 14 Interessierte trafen sich um 18 Uhr in der neuen Kochschule. Gemeinsam mit Hannes Witt und seiner Frau Marina entdeckten sie thailändische Gerichte, frische Zutaten und praktische Küchentricks. Bis gegen 23 Uhr wurde geschnippelt, gemörsert, gekocht und gegessen.

Vom Lehramtsstudium zur Leidenschaft am Herd

Zum Auftakt erzählte Hannes Witt, wie Thailand seinen beruflichen Weg beeinflusst hatte. Nach dem Abitur begann er zunächst ein Lehramtsstudium. Dann ging er mit seiner Frau Marina auf Weltreise. Eineinhalb Jahre waren die beiden vor der Coronapandemie unterwegs und lernten dabei zahlreiche Länder kennen. Besonders die thailändische Lebensart und Küche begeisterten sie.

Deshalb blieben sie mehrere Monate in Thailand und besuchten dort verschiedene Kochkurse. Dabei vertieften sie ihre Kenntnisse über Zutaten, Zubereitung und das Zusammenspiel unterschiedlicher Aromen. Die Freude am Kochen begleitete Hannes Witt allerdings schon seit seiner Kindheit im elterlichen Unternehmen. Auf der Reise entwickelte sich daraus ein neuer beruflicher Plan.

Ein Telefonanruf seines Bruders Christian brachte schließlich Klarheit: Hannes Witt entschied sich für die Rückkehr ins Familienunternehmen. Christian hatte den elterlichen Betrieb inzwischen übernommen. Mit der neuen Kochschule erfüllten sich die Brüder nun einen gemeinsamen Wunsch. Neben Hotel und Catering vermitteln sie dort mit ihren Frauen Küchenwissen, von heimischen Wildspezialitäten bis zu fernöstlichen Reisgerichten.

Thai-Kochkurs beginnt mit Aperitif und Schürze

Schon die Begrüßung passte zum Thema des Abends. Ein Aperitif mit thailändischen Zutaten stimmte die Gäste auf das gemeinsame Kochen ein. Anschließend bekam jeder eine Schürze und klebte sein Namensschild darauf. Nach gründlichem Händewaschen konnte es losgehen. Damit die Atmosphäre locker blieb, schlug Hannes Witt vor, sich zu duzen und beim Vornamen anzusprechen.

Zunächst ging es an eine scharfe Würzpaste. Dabei zeigte der Kursleiter, wie aus einzelnen Zutaten eine aromatische Grundlage entsteht. Für den Thai-Kochkurs hatte er zahlreiche frische Produkte besorgt. Möglichst vieles kaufte er bei regionalen Händlern. Die Teilnehmer überraschte, wie gut Gemüsehandel und Spezialgeschäfte in Weiden und Umgebung aufgestellt sind. Nur wenige Zutaten musste Witt überregional bestellen.

Den kulinarischen Auftakt bildete anschließend ein kleiner Starter. Ein Pfefferblatt wurde mit gehackten Cashewkernen, Krabben, Chili sowie Fischsauce und einer süßen Soße belegt. Als Fingerfood eröffnete dieser Happen die Folge mehrerer Gerichte. Zugleich konnten die Gäste erleben, wie verschiedene Zutaten schon auf kleinem Raum zusammenwirken.

Mörser, Messer und viele helfende Hände

Während des Abends verteilte Hannes Witt immer wieder einzelne Arbeitsschritte. So konnten alle selbst mitmachen. Limetten mussten ausgepresst, Chilis entkernt und geschnitten werden. Außerdem wurden Gewürze auf dem Herd angeschwitzt. Besonders häufig kamen die verschiedenen Mörser zum Einsatz. Darin zerkleinerten die Teilnehmer Gewürze und Erdnüsse und lernten das Küchenwerkzeug praktisch kennen.

Daneben erklärte Witt Details zu den verwendeten Lebensmitteln und zur Kochtechnik. Er gab Hinweise zum Messerschleifen und zeigte, welche Teile des Zitronengrases sich besonders gut verwenden lassen. Dadurch verband der Thai-Kochkurs gemeinsames Zubereiten mit Warenkunde. Die einzelnen Handgriffe standen direkt im Kontext der Gerichte, die anschließend auf den Tisch kamen.

Som Tam: Schärfe bleibt Geschmackssache

Nach dem Starter bereitete die Gruppe Som Tam zu. Der pikante Salat aus unreifer grüner Papaya verbindet unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Limettensaft bringt Säure, Fischsauce eine salzige Note und Palmzucker etwas Süße. Hinzu kommen typischerweise Knoblauch, Chili, Tomaten, lange Bohnen und geröstete Erdnüsse. So entsteht ein Salat, bei dem Frische und Würze eng zusammengehören.

Dabei zeigte sich schnell, wie unterschiedlich die Gäste scharfes Essen gewohnt waren. Während einige bereits ihre persönliche Grenze erreichten, wünschten andere noch mehr Chili. Hannes Witt ging darauf ein und passte die Zubereitung an. Teilweise kamen mehrere Töpfe mit unterschiedlich stark gewürzten Speisen zum Einsatz. Dadurch erhielt jeder eine Schärfe, die zum eigenen Geschmack passte.

Thai-Kochkurs mit Curry und gebratenen Reisnudeln

Als erstes Hauptgericht entstand gemeinsam ein rotes Thai-Curry. Dafür verwendete die Gruppe Thai-Auberginen, Bambussprossen, Hähnchenkeulen, verschiedene Thaikräuter und frische rote Chilis. Auch hier berücksichtigte der Kursleiter das unterschiedliche Schärfeempfinden. Dazu gab es Jasminreis. Bei der Reiszubereitung erläuterte Witt außerdem Unterschiede zwischen Reissorten und führte den Einsatz eines traditionellen Dämpfkorbs vor.

Anschließend folgte Pad Thai, eines der bekanntesten Gerichte der thailändischen Küche. Die gebratenen Reisnudeln bekommen ihren charakteristischen Geschmack durch eine säuerlich-salzige Soße. Typische Zutaten sind Ei, Tofu, Garnelen oder Hähnchen, Mungbohnensprossen, Frühlingszwiebeln und gehackte Erdnüsse. Tamarinde, Fischsauce und Zucker bilden häufig die Grundlage der Soße. Limette und Chili ermöglichen zusätzlich individuelles Abschmecken.

Damit zeigte der Abend zugleich, dass thailändische Küche unterschiedliche Zugänge bietet. Pad Thai schmeckt gewöhnlich würzig, leicht säuerlich und nussig. Es muss dabei keine ausgeprägte Schärfe entwickeln. Gerade für Gäste, die Chili vorsichtig dosieren möchten, bot das Nudelgericht deshalb eine passende Ergänzung zum roten Curry und zum pikanten Papayasalat.

Süßer Abschluss und Rezepte für zu Hause

Zum Abschluss servierte die Gruppe Mango Sticky Rice. Das Dessert verbindet Klebereis mit süßer Kokosmilch und reifer Mango. Kokoscreme kann den Nachtisch ergänzen; geröstete Mungbohnen oder Sesam sorgen je nach Zubereitung für etwas Biss. Nach den würzigen Gerichten bildete die Kombination einen süßen Schlusspunkt. Zu den einzelnen Gängen konnten die Teilnehmer zwischen alkoholischen und alkoholfreien Getränken wählen.

Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich die Gäste. Durch die lockere Atmosphäre und Hannes Witts sympathische Anleitung war aus der Gruppe inzwischen ein eingespieltes Team geworden. Zum Mitnehmen gab es selbstverständlich ausführlich beschriebene Rezepte des Abends auf Papier.  
Da die Gebrüder Witt auch Gutscheine für ihre Kochkurse anbieten, kam bei einigen Teilnehmern spontan die Idee auf, diese zu Weihnachten zu verschenken.

Männer an den Herd beim Thai Kochkurs. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Kochen mit Witts: Ein erlebnisreicher Abend mit Hannes Witt rund um die Thai-Küche. Foto: Martin Stangl
Hannes Witt von der Kochschule „Kochen mit Witts“ zeigt Tipps und Tricks aus der Thaiküche. Foto: Martin Stangl
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