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Bayernwerk
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Visionär mit Umsetzungswillen

Waldthurn. So viel Prominenz hat das ehrwürdige Waldthurner Lobkowitzschloss wohl seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt. Zur Verabschiedung des Waldthurner Altbürgermeister Josef Beimler nach 24 Jahren aus dem Bürgermeisteramt versammelte sich eine beeindruckende Zahl an Ehrengästen – allen voran Fürstin Elisabeth von Lobkowitz, die eigens aus Křimice bei Pilsen angereist war um Beimler, den Träger des Lobkowitzordens, zu ehren. Foto: Franz Völkl

Visionär mit Umsetzungswillen

Altbürgermeister Josef Beimler. Foto: Franz Völkl
Regierungspräsident Walter Jonas. Foto: Franz Völkl
Bürgermeister Georg Bocka. Foto: Franz Völkl
Applaus für Altbürgermeister Josef Beimler. Foto: Franz Völkl
Roland Spiller. Foto: Franz Völkl
Der Waldthurner Altbürgermeister Josef Beimler. Foto: Franz Völkl
Anfahrt per Oldtimer. Foto: Franz Völkl
Altbürgermeister Josef Beimler mit Familie. Foto: Franz Völkl
Landrat Andreas Meier. Foto: Franz Völkl
Geschenk von den Marktfeuerwehren. Foto: Franz Völkl
Empfang der Fürstin Elisabeth von Lobkowitz durch Bürgermeister Georg Bock und Altbürgermeister Josef Beimler (rechts). Foto: Franz Völkl
Eintrag ins Goldene Buch des Marktes Waldthurn mit viel Prominenz und der Familie von Altbürgermeister Josef Beimler. Foto: Franz Völkl
MdL Stephan Oetzinger. Foto: Franz Völkl
Fürstin Elisabeth von Lobkowitz. Foto: Franz Völkl
Ehrensalut für Josef Beimler. Foto: Franz Völkl
Der Bürgermeister der Waldthurner Partnerstadt Hostau (Tschechien) Miroslav Rauch. Foto: Franz Völkl
Ernennung zum Altbürgermeister. Foto: Franz Völkl
MdB Albert Rupprecht. Foto: Franz Völkl
Bürgermeister Georg Bocka bei der Laudatio. Foto: Franz Völkl

Waldthurn verabschiedet einen Ausnahmebürgermeister

Auch Regierungspräsident der Oberpfalz Walter Jonas, Regierungspräsident von Oberfranken, Florian Luderschmid, sowie zahlreiche Persönlichkeiten von Behörden, Bürgermeisterkollegen der Region, Marktverwaltung sowie der Bauhof erwiesen dem langjährigen Rathauschef die Ehre. Auch Marktrat, Pfarrer, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und Abordnungen der Waldthurner Vereine und Bildungseinrichtungen waren gekommen.

Altbürgermeister reist mit Oldtimer an – Empfang von Fürstin und Salutschüsse

Stilvoll wurde der „Gursn Sepp“, wie ihn die Einheimischen nennen, im Oldtimer Ford Modell A von Dieter Malzer vom Gursnhof in Woppenrieth zum Schloss nach Waldthurn chauffiert – ein symbolträchtiger Abschied nach 24 Jahren an der Spitze der Marktgemeinde. Dort wurde Beimler von der Fürstin Lobkowitz und der „Historisch Hochfürstlich Lobkowitzischen Grenadiergarde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein“ empfangen. Die angetretenen Grenadiere schossen einen Ehrensalut für ihr passives Mitglied Josef Beimler.

„Scheine Gmoi“

Der 72-Jährige ist auch Träger der Staatsmedaille in Silber der Bayerischen Regierung. Er ist einer der Leuchttürme in der Region, an der Sonnenseite des Fahrenberg. „Haben wird nicht eine scheine Gmoi“, ist ein Spruch, den er über die Jahre geprägt hat und den Bürgerinnen und Bürgern im Ohr klingt.

Bürgermeister Georg Bocka: „Du hast das Amt gelebt“

Beimlers Nachfolger Bürgermeister Georg Bocka würdigte seinen Vorgänger mit bewegenden Worten: „Lieber Sepp, du hast das Amt nicht ausgefüllt – du hast es gelebt.“ Mit Pflichtbewusstsein, Bodenständigkeit und einem klaren Blick für das Machbare habe Beimler die Gemeinde geprägt und weiterentwickelt. Besonders hob Bocka auch die Unterstützung durch dessen Familie hervor: „Ohne diesen Rückhalt wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Multimedial präsentierte Bocka eine umfangreiche Übersicht der Maßnahmen, die Beimler während seiner Amtszeit initiiert und erfolgreich umgesetzt hat.

Ein „Brückenbauer“ mit Visionen – B für Bürgermeister: Josef Beimler

Regierungspräsident Walter Jonas erinnerte sich sehr launig an die Zusammenarbeit: „Du bist einer, bei dem man sich schlecht getraut hat, Nein zu sagen. Du warst ein Motor der Grenzöffnung und ein echter Brückenbauer nach Böhmen.“ Auch weitere Redner unterstrichen Beimlers außergewöhnlichen Gestaltungswillen. So sagte MdB Albert Rupprecht: „Ich hätte die vor 24 Jahren mir gegenüber geäußerten Visionen nie gedacht, dass du sie tatsächlich so konsequent für Waldthurn umsetzten kannst. Das ist eine großartige Leistung“. Landrat Andreas Meier fand ein besonders prägnantes Bild. „Im Duden sollte unter dem Buchstaben B für Bürgermeister das Foto von Josef Beimler stehen.“ Beimlers Engagement ging weit über das Übliche hinaus. Für das Amt für Ländliche Entwicklung betonte Roland Spiller: „Du hast dich nie geschont – eigentlich gehört dir in Waldthurn ein Denkmal gesetzt.“
Auch aus der Landespolitik kam Anerkennung. MdL Stephan Oetzinger hob hervor: „24 Jahre mit Leib und Seele Bürgermeister – von dir konnte und kann man viel lernen.“

Freundschaft über Grenzen hinweg.

Ein besonderer Schwerpunkt von Beimlers Wirken war die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien. Miroslav Rauch, Bürgermeister der Partnerstadt Hostau blickte kurz auf die historische Vergangenheit beider Kommunen zurück und betonte: „Es ist eine echte Freundschaft zwischen unseren Orten, Menschen und mit dir lieber Josef entstanden.“ Fürstin Elisabeth von Lobkowitz wandte sich an die Waldthurner, hier sei eine sehr lebendige Zivilgesellschaft. „Ihr seid alle eine Inspiration!“.

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Politik muss Spaß machen

Beimler selbst sagte Vergelt`s Gott und dankte für die große Ehre, die ihm bei diesem Festakt, bei dem die Trachtenkapelle Waldthurn für den musikalischen Rahmen sorgte, zuteil wurde. „Politik muss Spaß machen, das war in Waldthurn der Fall. Ich hatte im Leben Glück, dass ich euch alle getroffen habe. Es war mir eine Freude und Ehre euer Bürgermeister gewesen zu sein“. Mit der Bayernhymne endete ein unvergesslicher Festakt.