Wanderabenteuer von Altötting bis Verona

Wanderabenteuer von Altötting bis Verona
15 Tage war Richard Reger letztes Jahr unterwegs, als er sich zu Fuß von Altötting nach Italien am Gardasee aufmachte. Über Jahre hatte sich der Wunsch entwickelt, die Route, die er mit dem Bus öfter zurücklegte, einmal hautnah zu Fuß zu erkunden. Von diesen erlebnisreichen Tagen berichtete er den rund 20 Teilnehmern im Gasthaus Pfaröller, die der Einladung des OWV Moosbach zu diesem spannenden Vortrag folgten.
Start der Reise bei widrigen Bedingungen
Bei eiskaltem und stürmischem Wind startete Richard Reger letztes Jahr Anfang April mit seinen Kindern, die ihn ein kleines Stück begleiteten, in Altötting. Insgesamt ca. 540 Kilometer Marsch standen dem Wanderfreund bevor. Täglich mussten demnach zwischen gut 30 und 40 Kilometer zurückgelegt werden, um pünktlich am Treffpunkt nahe Verona, wo er sich mit seiner Frau und Tochter traf, die mit dem Auto nachreisten, zu erscheinen.
Reiseerinnerungen teilen
Mit Fotos und täglichen Notizen, die sich Reger dank der Aufforderung seiner Frau machte, konnte er die Teilnehmer des Abends mit Erinnerungen auf diese besondere Reise mitnehmen.
Alleinreisen bevorzugt
Schon am zweiten Tag, in Oberndorf, stieg sein Mitwanderer planmäßig in den Zug Richtung Heimat. Von nun an war Reger auf sich alleine gestellt, was ihn aber nicht allzu störte, denn am liebsten geht er alleine. „Beim Laufen ist es gut sein eigenes Tempo gehen zu können und das kann man am besten alleine“, erläutert er.
Von Herausforderungen und Begegnungen
Von der landschaftlichen Pracht, unverhofften Baustellen, rücksichtslosen Radfahrern, prächtigen Kirchen und heiligen Gräbern, abenteuerlichen Schmugglerwegen, großzügigen Bekanntschaften, Schlafen im vermeintlichen Schloss, der ohrenbetäubenden Eisack, lustigen Missgeschicken und vielem mehr erzählte er mitreißend. Durch Singen und Beten unterhielt er sich unterwegs selbst.
Die Herausforderung der letzten Tage
In den letzten Tagen zog sich der Abenteurer leider noch eine Fußverletzung zu, die ihn aber nicht davon abhielt, die Reise bis zum Schluss fortzusetzen. Zu sehr war das Verlangen, die langersehnte und geplante Reise zu vollenden. Deshalb versorgte er den Fuß mit Arnika, Binden und Kühlung notdürftig und konnte somit, trotz erheblicher Schmerzen, die Route fortsetzen. Wenige Kilometer legte er dennoch per Anhalter zurück, was seine Reise aufgrund der sich ergebenden Bekanntschaften nur bereicherte.
Dank und Anerkennung
Ein unterhaltsamer Abend mit vielen Eindrücken für die beindruckten Zuhörer, bei denen vielleicht sogar ein Nachahmungsgefühl entstand. Vorstand Josef Enslein dankte Richard Reger für die Einblicke in diese besondere Wander-Reise mit einem kleinen Präsent.




