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Schützengesellschaft St. Sebastian feiert 75 Jahre in Oberbibrach

Oberbibrach. Die Schützengesellschaft St. Sebastian feiert vom 3. bis 5. Juni 2026 ihr 75-jähriges Bestehen. Geplant sind Festumzug, die Segnung einer 11.000 Euro teuren Fahne und Programm für Familien, Musik und Brauchtum.

Oberbibrach. Die Schützengesellschaft St. Sebastian feiert vom 3. bis 5. Juni 2026 ihr 75-jähriges Bestehen. Geplant sind Festumzug, die Segnung einer 11.000 Euro teuren Fahne und Programm für Familien, Musik und Brauchtum.
Einladend präsentiert sich das Schützenhaus mit seinem großen Veranstaltungssaal, einer hochmodernen Schießanlage und viel Wirtshauskultur in der Gaststätte. Foto: Robert Dotzauer

Schützengesellschaft St. Sebastian feiert 75 Jahre in Oberbibrach

Die Schützengesellschaft St. Sebastian Oberbibrach feiert ihr 75-jähriges Bestehen. Ein Schwergewicht der Brauchtumspflege sowie des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde Vorbach jubiliert vom 3. bis 5. Juni mit einem dreitägigen „Halali“.

Mit dem Hl. Sebastian im Bunde

Schützenfeste und Königsschießen, Rundenwettkämpfe, Er- und Sie-Schießen, Gauschießen, die Kunst der Scheiben- und Porträtmalerei, das Fahnensticken, das Schützenmeisteramt und die Schützentracht: Für die Schützengesellschaft St. Sebastian Oberbibrach sind diese Module des Schützentums nicht nur Zeugnisse der Traditionspflege. Das Schützenbrauchtum leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung eines kulturellen Erbes und ist lebendiger Teil lokaler Identität. Ein Brauchtum, das in Oberbibrach seit 75 Jahren gepflegt wird und das Dorf auch gesellschaftlich zusammenhält.

„Ein Selbstanspruch“, sagt Martin Schmid, Vorsitzender der Schützengesellschaft, mit Blick auf das Verantwortungsgefühl des Vereins, das Schützentum als Teil einer lebensbejahenden Dienstleistung der Sportkameradinnen und Sportkameraden für das Miteinander in der Gemeinde zu sehen. Diese stolze Truppe der Sportschützen darf 2026 „jubilieren“. Am 14. April 1951 gegründet, feiert der Verein vom 3. bis 5. Juni 2026 gebührend sein 75-jähriges Bestehen.

Die Geschichte der Schützengesellschaft, die sich als Schutzpatron den Hl. Sebastian auswählte, zeugt vom großen Ziel, den Schießsport mit Luftgewehr und Luftpistole zu fördern, die Persönlichkeitsentwicklung der Aktiven zu unterstützen und die dörfliche Lebensqualität zu stärken. Von August Schmid gegründet und von den nachfolgenden Vorständen Alfred Haubner, Hermann Schmid, Sigmund Bayer, Anton Schecklmann und Gerhard Thurn mit viel Leidenschaft weiterentwickelt, entstanden Schritt für Schritt wichtige Einrichtungen für den Schießsport und für das gesellschaftliche Miteinander.

Der Saalbau, der Anbau mit Sebastian-Stube, der Biergarten und damit verbunden ein bemerkenswertes gastronomisches Angebot bereichern seitdem das sportliche und öffentliche Leben. Die Vereinsgaststätte mit Saal und Nebenräumen ist seit Langem ein Hotspot urgemütlicher Wirtshauskultur. Viel Anerkennung erfährt ein moderner Schießstand mit acht Plätzen, ausgestattet mit digitaler Zielerfassung. Dies ist auch eine Einladung an den Nachwuchs, mit der Möglichkeit, Lasergewehre und Laserpistolen auszuprobieren.

Unvergessen bleiben herausragende sportliche Events. Beispielhaft erinnert Vorstand Martin Schmid an die Teilnahme am 24-Stunden-Dauerschieß-Weltrekord der Oberpfälzer Nordgau-Schützen mit den drei Oberbibracher Weltrekordschützen Sven Schweiger, Alexander Thurn und Carmen Schneider im Juni 2000.

Grammer Solar
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Die prächtigen Schützenscheiben symbolisieren das gelebte Brauchtum und den sportlichen Ehrgeiz der Oberbibracher St. Sebastian-Schützen. In der Gaststätte des Schützenhauses sorgt der „Kini“ für einen Farbtupfer. Foto: Robert Dotzauer
Viel Betrieb herrscht bei den Trainingsabenden im Schießstand des Schützenheimes. Begeistert von den Trainingsmöglichkeiten zeigt sich auch der Nachwuchs. Foto: Robert Dotzauer

Für Sport und Gesellschaft

Auch die historischen Festumzüge aus Anlass von Vereinsjubiläen bleiben in guter Erinnerung. Der Verein überstand auch eine Schreckensnacht. Ausgerechnet im Jahr des 60-jährigen Jubiläums 2011 setzte eine Sturzflut das Schützenhaus unter Wasser. Eine Katastrophe. Die Sanierung wurde zur Herausforderung, die der Verein mit einem beispiellosen Gemeinschaftsgeist meisterte. Dieses Engagement für Sport und Gesellschaft setzt sich in vielfältiger Weise fort.

Eine Erfolgsgeschichte, die 75 Jahre nach der Vereinsgründung berechtigten Anlass zum Feiern gibt. In das Jubiläumsfest vom Mittwoch, 3. Juni, bis Freitag, 5. Juni 2026, eingebunden ist die Segnung einer neuen, 11.000 Euro teuren Vereinsfahne mit den Abbildungen des Schützenhauses und der Expositurkirche, der Darstellung des Schutzpatrons Sebastian mit den symbolischen Pfeilen in der Hand und dem Versprechen „Tradition erhalten – Heimat gestalten“.

Dreitägiges „Halali“

Auf die Besucher warten fulminante Events. Mit dem Festmotto „Biwaracher Halali“ ruft die Schützengilde zur leidenschaftlichen Jagd nach Frohsinn und Gemütlichkeit. Der Festauftakt des Halalis am Mittwoch, 3. Juni, vor dem Fronleichnamstag mit den Stoapfälzer Spitzbuam verspricht Party-Stimmung mit funkelndem Blitz und Donner. Die Stoapfälzer Spitzbuam versprechen feurigen Sound und stimmungsvolle Lightshows. Am Feiertag (4. Juni) segnet um 15 Uhr in der Expositurkirche Ortspfarrer Pater Adrian die neue Vereinsfahne. Anschließend zieht die Festparade durch das Dorf zum Festplatz am Schützenhaus und feiert mit vielen Vereinen und Ehrengästen. Die Original Fichtelgebirgs-Musikanten garantieren eine stimmungsvolle Atmosphäre. Kulinarisch werden die Besucher mit Schmankerln aus der Schützenhausküche und am Kaffee- und Kuchenstand verwöhnt. Es gibt auch einen Barbetrieb.

Am Freitag, 5. Juni, organisieren die Schützen einen Familientag. Highlights sind ab 14 Uhr eine Hüpfburg und Zirkus-Mitmachstationen. Unter professioneller Anleitung der Eventagentur Firesmile können alle Besucher die spannenden Actionangebote wie eine Drahtseilanlage oder den Balance-Parcours nutzen. Das ist ein Willkommensangebot für die ganze Familie und für kleine und große Kinder. Ab 16 Uhr steigt die Spannung, wenn auf der Bühne die „Donikkl Crew“ positive Energie ins Publikum schmettert und jede Menge Mitmach-Choreografien für tolle Stimmung sorgen.

Schließlich übernimmt ab 20 Uhr handgemachte Rock ’n’ Roll-Musik das musikalische Zepter. Die Rock-Band „Ramble Tamble“ befeuert mit Hits von Metallica und Bon Jovi und mit Stones-Krachern die Jubiläumsstimmung. Eine Sause der Superlative mit vielen „Volltreffern“ an Präzision und Geselligkeit, wie man sie sich von Sportschützen erwartet.

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