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Weißer Fleck behoben - Mobilfunkmast geht in Betrieb

Haselhof. Es war ein emotionales Thema. Jetzt steht der Funkturm unweit des Speinsharter Ortsteiles Haselhof. In den nächsten Wochen soll er in Betrieb gehen.

Weißer Fleck behoben - Mobilfunkmast geht in Betrieb

Nun leuchtet das Warnlicht vor dem dunklen Grün des Gemeindewäldchens. Nach fast vierjähriger Planungszeit steht der 40 Meter hohe Funkmast der Telekom. Zwischen den Ortsteilen Haselhof und Münchsreuth gelegen, fällt der Mast nicht sonderlich auf. Foto: Robert Dotzauer

Das Smartphone sucht nach Netz, das Tablet hat keinen Empfang, der WLAN-Router blinkt und die elektromagnetische Strahlung von Mobilfunk-Masten sorgt für Ängste und die verdächtig nahe Stromleitung knistert. Der technische Fortschritt ist für viele Zeitgenossen Alltag. Doch auch Sorge macht sich breit. Manche befürchten beim Mobilfunk-Ausbau gesundheitliche Auswirkungen.

„Wir sind verpflichtet, alle Funklöcher zu schließen“, sagen die Mobilfunk-Anbieter. Auch die Telekom. Dieser Entwicklung könne sich keine Gemeinde entziehen. Die Schlussfolgerung war für den Speinsharter Gemeinderat die Zustimmung zu einem Funkmast. Aber wo? Bürgermeister Albert Nickl fand im Einvernehmen mit dem Rat einen Standort in einem Gemeindewäldchen nahe der Ortschaft Haselhof.

Umgehende Inbetriebnahme

Nach fast vierjähriger Debatte im Gremium, Gutachten, Bürgerversammlungen, Feldstärken-Messungen, Informationsveranstaltungen, mit dem Landesamt für Umwelt, Sachverständigen-Gutachten, Anliegergesprächen und entgegen der Wünsche der Haselhofer steht er nun, der Funkmast, 40 Meter hoch und zirka 15 Meter über die Wipfel des Gemeindewaldes hinausreichend.

„Wir wollten mit Blick auf Befürchtungen über gesundheitliche Beeinträchtigungen auf Nummer sicher gehen“, fasste Albert Nickl noch einmal das Prozedere über das Genehmigungsverfahren zusammen. Nun informierte der Bürgermeister in der Ratssitzung über die Fertigstellung des Projekts.

„Der Mast der Deutschen Funkturm-GmbH leuchtet schon und auch der Glasfaseranschluss ist vollzogen“, teilte er dem Gremium mit. Mit der Inbetriebnahme rechnet Nickl umgehend. Ein fester Zeitpunkt sei allerdings noch nicht bekannt. Veranlasst sei eine Sanierung des durch die Baumaßnahme in Mitleidenschaft gezogenen Flurweges.

Umrüstung und weitere Installationen

Im Informationsteil der Ratssitzung gab der Bürgermeister zudem die Umrüstung der Sirenenanlagen auf digitale Alarmierung bekannt. Die Sirenentöne seien allerdings gewöhnungsbedürftig. Vollzug meldete Nickl zum Einbau von Lüftungsanlagen in die Grundschule und in die Kindertagesstätte.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

Defibrillatoren seien nun auch mit Unterstützung der Feuerwehr und der Hirthausfreunde in Tremmersdorf und Münchsreuth installiert worden. Zur Einweisung kündigte der Bürgermeister einen Info-Treff an. Ein staatliches Förderprogramm ermögliche die Aufstellung eines weiteren „Defi“ im Bereich der Grundschule und des Gemeindezentrums, gab Nickl bekannt.

Verzögerung des „Frühjahrsputzes“

Die Witterungsbedingungen verzögern den „Frühjahrsputz“ von Gemeindeverbindungswegen. Der Bürgermeister versicherte zeitnahe Ausbesserungen im Einvernehmen mit den Jagdgenossen. Der Staatsforst sei zudem aufgefordert worden, die durch Forstarbeiten verursachten Schäden an den Forstwegen zwischen Münchsreuth und Dobertshof und in Richtung Holzmühle zu beheben.

Auch im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Speinshart lud der Gemeindechef Bevölkerung und Gemeinderat zum Feuerwehrfest vom 5. bis 7. Mai 2023 unter dem Motto „FIRE MIT UNS“ ein. Bereits am 1. Mai 2023 planen die Hirthausfreunde Münchsreuth die offizielle Einweihung der Gemeinschaftshalle, einschließlich Festbetrieb. Der Segnung soll ein Festgottesdienst vorausgehen.

Neue Seniorenbeauftragte gewählt

Zur neuen Seniorenbeauftragten wählte das Gremium Angelika Melchner aus Zettlitz. Der Bürgermeister begründete seine Empfehlung mit dem Erfahrungsschatz der neuen Gemeindebeauftragten im Bereich der Seniorenarbeit in der Pfarrei. Angelika Melchner tritt die Nachfolge von Marianne Hübner an. Einverständnis bestand auch mit der Schöffen-Vorschlagsliste. Als Bewerber für die Amtsperiode 2024 bis 2028 meldet die Gemeinde dem Landgericht Weiden Mario Gittler, Andrea Müller, Mathias Pleiß und Karin Wagner.

Mit dem sogenannten gemeindlichen Einvernehmen segnete der Rat einen Bauantrag zum Neubau einer offenen Güllegrube in Höfen und Wohnhaus-Erweiterungen in den Bereichen Kellerhaus und des historischen Klosterhofes zu.