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Wiedereröffnung der Pfarrkirche Maria Immaculata in Vohenstrauß gefeiert

Vohenstrauß. Nach fast fünf Jahren ist die Renovierung der Pfarrkirche Maria Immaculata abgeschlossen und mit einem festlichen Gottesdienst wiedereröffnet worden. Vereine und Gläubige feierten geschlossen.

Wiedereröffnung der Pfarrkirche Maria Immaculata in Vohenstrauß gefeiert

Foto: Josef Meier
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Nach fast fünf Jahren intensiver Planung, Vorbereitung und Bauarbeiten ist es geschafft: Die umfangreiche Innenrenovierung der Pfarrkirche Maria Immaculata in Vohenstrauß ist abgeschlossen. Am Sonntag, 4. Oktober, wurde die Kirche mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst wieder ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben. Die Pfarrkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zahlreiche Vereine, kirchliche Gremien, politische Vertreter und Gläubige aus der gesamten Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß-Tännesberg gaben der Feier einen besonders festlichen Rahmen.

Festliche Wiedereröffnung der Pfarrkirche Maria Immaculata in Vohenstrauß

Bereits am Pfarrhaus zeigte sich die große Verbundenheit mit der Pfarrgemeinde. Weihbischof Dr. Josef Graf wurde von zahlreichen Fahnenabordnungen und Vertretern kirchlicher und weltlicher Vereine empfangen. Gemeinsam zogen die Vereine, Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäte der gesamten Pfarreiengemeinschaft zur Kirche. Auch die drei Vohenstraußer Bürgermeister mit dem Ersten Bürgermeister Uli Münchmeier an der Spitze sowie zahlreiche Stadträte beteiligten sich am Kirchenzug und am Gottesdienst.

Empfang mit Fahnenabordnungen und Beteiligung der Stadtspitze

Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer begrüßte den Weihbischof, die Geistlichen und alle Gäste. Besonders dankte er Weihbischof Dr. Josef Graf für seinen Besuch und damit für seine Verbundenheit mit der Pfarrei. Graf hatte früher bereits mehrfach die jährlichen Fastenpredigten in Vohenstrauß gehalten; sein Besuch war nun der erste als Weihbischof. Bauer würdigte zudem das große Engagement von Dekan Alexander Hösl, Kirchenpfleger Werner Hanauer und der gesamten Kirchenverwaltung während der jahrelangen Renovierungsphase.

Hauptzelebrant und Prediger des Festgottesdienstes war Weihbischof Dr. Josef Graf. Mit ihm feierten Dekan Alexander Hösl, Pfarrer Ronald Liesaus und Pfarrer i. R. Willi Bauer. Unterstützt wurden sie von Diakon Janusz Stubartowicz und Gemeindereferentin Elena Harwardt.

Musikalischer Höhepunkt mit Gounods Messe

Ein musikalischer Höhepunkt war die Aufführung der „Messe solennelle de Sainte Cécile“ von Charles Gounod durch den Projektchor aus der gesamten Pfarreiengemeinschaft unter der Leitung von Claudia Gruber. Die Orchestermesse wurde von Chor und Instrumentalisten eindrucksvoll gestaltet und verlieh dem Gottesdienst einen besonders festlichen Charakter.

In seiner Predigt stellte Weihbischof Graf die Renovierung der Kirche in den Zusammenhang mit dem Erntedankfest. Er dankte allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hatten – von der Kirchenverwaltung über Architekt und Fachplaner bis hin zu Handwerkern, Kirchenmalern, Förderern und Spendern. Besonders würdigte er Kirchenpfleger Werner Hanauer, der während der Bauphase nahezu täglich auf der Baustelle präsent gewesen sei.

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Weihbischof ruft zur Erneuerung der Kirche auf

Die Renovierung, so Graf, zeige, dass die Menschen in Vohenstrauß ihre Kirche und damit auch die Gemeinschaft des Glaubens wertschätzten. Zugleich verwies er auf den bekannten Gedanken „Ecclesia semper reformanda“ – die Kirche müsse sich immer wieder erneuern. Das gelte nicht nur für ein Kirchengebäude, sondern auch für die Kirche als Gemeinschaft.

Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Kirche sprach Graf offen über Enttäuschungen und die Frage nach der Bedeutung des Christentums in der heutigen Gesellschaft. Gerade deshalb richtete er einen eindringlichen Appell an die Gläubigen: „Halten Sie bitte der Kirche die Treue!“

Glaube lebendig halten: Kirche als Ort des Gebets

Mit dem Bild aus dem Ersten Korintherbrief – „Ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau“ – erinnerte der Weihbischof daran, dass jeder Mensch seinen Beitrag leisten könne, das Wachstum des Glaubens aber letztlich Gott schenke. Die Kirche müsse zudem helfen, Gott nicht zu vergessen. Die renovierte Pfarrkirche dürfe deshalb kein bloßes Denkmal oder Museum sein, sondern müsse ein lebendiger Ort des Gebets und der Feier des Glaubens bleiben.

In einer von vielen Pfarrangehörigen gestalteten Gabenprozession wurden anschließend verschiedene Symbole zum Altar gebracht. Ein Bauteil der renovierten Kirche stand für die gelungene Renovierung und den Wunsch, dass die Kirche ein lebendiger Ort bleibe. Die Bibel erinnerte an Verkündigung und Seelsorge, Brot an Ernte und Landwirtschaft, eine Friedenskerze an die vielen Konflikte der Gegenwart.

Symbole und Gaben für Dank und Hoffnung

Eine Zeitung nahm die Sorgen der Gesellschaft in den Blick – von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Arbeitslosigkeit bis zu sozialen Spannungen und politischen Extremen. Blumen standen für Vielfalt und Gemeinschaft, Früchte für das ehrenamtliche Engagement. Eine Rose erinnerte an die Verstorbenen und ihre Angehörigen. Brot und Wein schließlich verwiesen auf die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens.

Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim blickte Pfarrer Alexander Hösl auf die vergangenen Jahre zurück. „Was für ein Tag!“, sagte er und brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir sind froh. Wir sind dankbar. Und wir dürfen uns freuen.“

Dank an Mitwirkende und Musikgruppen

Sein besonderer Dank galt Weihbischof Dr. Josef Graf, mit dem ihn eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet. Ebenso dankte Hösl dem Projektchor unter der Leitung von Claudia Gruber, den Instrumentalisten, der Musikkapelle Vohenstrauß unter Johannes Gruber und den Ministranten.

Ausdrücklich würdigte der Pfarrer die Kirchenverwaltung mit Elisabeth Kick, Martha Bauer, Helmut Stubenrauch, Michael Töppel und Andreas Demleitner sowie die Kirchenpfleger Günter Hassmann und Werner Hanauer. Letzterer habe während der gesamten Bauphase unzählige Stunden investiert, sei nahezu täglich auf der Baustelle gewesen und habe sich um Absprachen mit Firmen und Behörden gekümmert. Sein persönliches Herzblut für die Hauberrisser-Kirche sei dabei jederzeit spürbar gewesen. Ein besonderer Dank ging auch an Hanauers Ehefrau Kuni für ihre Unterstützung und Geduld.

Anerkennung für Helfer und Fachbetriebe

Weitere Anerkennung galt dem Mesnerteam um Anton Striegl, den Reinigungskräften, dem Seelsorgeteam sowie allen ehrenamtlichen Helfern. Auf technischer Seite dankte Hösl dem Architekturbüro Christian Schönberger, dem restauratorischen Fachplaner Dietmar Feldmann, der Kirchenmalerfirma Martin Eis, allen beteiligten Handwerksbetrieben und Baustellenleiter Michael Kiener.

Auch dem Pfarrgemeinderat und dessen Sprecher Dr. Manfred Bauer galt sein Dank. Besonders hob Hösl die Spendenaktion hervor, die vom Pfarrgemeinderat angestoßen und vor allem von Tobias Mittelmeier, Michaela Wolfinger und Heiner Reber getragen wurde.

Finanzierung der Renovierung

Die Renovierung kostete insgesamt rund 1,9 Millionen Euro. Die Pfarrgemeinde muss davon etwa die Hälfte selbst tragen, während die andere Hälfte von der Bischöflichen Finanzkammer unterstützt wird. Rund 275.000 Euro an Spenden konnten in der Pfarrei gesammelt werden.

Beim Stehempfang gab es darüber hinaus eine besondere Überraschung: Christa Wildenauer überreichte weitere 3.000 Euro für die Renovierung der Pfarrkirche.

Große Spendenbereitschaft aus der Pfarrgemeinde

Seit vielen Jahren engagiert sich Wildenauer in besonderer Weise für den Erhalt des Gotteshauses. Mit Flohmärkten und weiteren Aktionen hat sie immer wieder Spenden gesammelt. Mit der neuerlichen Zuwendung hat sie insgesamt fast 45.000 Euro für die Innenrenovierung beigesteuert.

Pfarrer Alexander Hösl, Kirchenpfleger Werner Hanauer, Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer und die Kirchenverwaltung dankten ihr im Beisein von Weihbischof Dr. Josef Graf herzlich für dieses außergewöhnliche Engagement. Ein solches persönliches und über viele Jahre hinweg getragenes Engagement sei alles andere als selbstverständlich. Der Dank der Verantwortlichen lautete entsprechend: „Vergelt’s Gott!“

Ehrung für Gemeindereferentin Elena Harwardt

Ein weiterer besonderer Moment beim Stehempfang war die Ehrung von Elena Harwardt. Pfarrer Alexander Hösl gratulierte ihr herzlich zum erfolgreichen Bestehen ihrer zweiten Dienstprüfung und damit zum Abschluss ihrer Ausbildung zur Gemeindereferentin.

Seit mehr als zwei Jahren ist Harwardt in der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß-Tännesberg tätig. Mit ihrer offenen und zugewandten Art hat sie sich engagiert in das Gemeindeleben eingebracht und ist für viele Menschen zu einer geschätzten Ansprechpartnerin geworden.

Weiterer Einsatz in der Pfarreiengemeinschaft

Die kirchlichen Gremien und die gesamte Pfarreiengemeinschaft gratulierten ihr herzlich und dankten ihr für ihren bisherigen Einsatz. Zugleich wurde die Freude darüber deutlich, dass Harwardt ihren beruflichen Weg weiterhin als Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft fortsetzen wird.

Für ihre zukünftigen Aufgaben wurden ihr viel Freude, erfüllende Begegnungen und Gottes reicher Segen gewünscht.

Ökumenische Verbundenheit und Unterstützung

Hösl erinnerte auch daran, dass während der Renovierung Gottesdienste teilweise im Pfarrheim gefeiert werden mussten. Für größere Feiern habe die evangelische Kirchengemeinde ihre Kirche zur Verfügung gestellt. Dies bezeichnete der Pfarrer als sichtbares Zeichen ökumenischer Verbundenheit und dankte Pfarrerin Carmen Riebl und dem Kirchenvorstand ausdrücklich dafür.

Auch die Stadt Vohenstrauß habe die Renovierung finanziell unterstützt. Bürgermeister Uli Münchmeier und der Stadtrat hätten damit deutlich gemacht, welchen Stellenwert die Pfarrkirche für das Stadtbild und die Identität Vohenstrauß‘ besitzt.

Stadt und Architekt ziehen positives Fazit

Bürgermeister Münchmeier und Architekt Christian Schönberger blickten beim Empfang ebenfalls auf die Renovierungsarbeiten zurück. Beide würdigten die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und zeigten sich stolz und erfreut über das gelungene Ergebnis.

Kirchenpfleger Werner Hanauer betonte abschließend, dass die Renovierung weit mehr bedeute als neuen Putz, Farbe und restaurierte Ausstattung. „Wir erhalten, was uns wichtig ist. Wir geben das weiter, was uns trägt.“ Die Kirche solle auch künftig ein Ort der Begegnung, der Stille und des Gebets sein – für die heutige Generation ebenso wie für Kinder, Enkel und alle, die nach ihnen kommen.

Festliche Klänge beim Stehempfang

Musikalisch begleitet wurde der Stehempfang von Johannes Gruber, Waltraud Janner-Stahl, Johannes Brehm und Dieter Mittelmeier, was dem Ganzen eine sehr festliche Note verlieh. Die Vohenstraußer Ministranten bewirteten die zahlreichen Gäste in traditioneller Tracht.

So wurde die Wiedereröffnung nicht nur zum Abschluss einer fast fünfjährigen Renovierungsphase, sondern vor allem zu einem Fest der gesamten Pfarrgemeinde. Nach den Worten von Pfarrer Hösl soll nun das Entscheidende folgen: „Unsere Kirche ist wieder offen. Und jetzt wollen wir sie gemeinsam wieder mit Leben füllen.“

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