OTH Amberg-Weiden
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Wiederholungslehrgang für Chemikalienschutzanzugträger

Hahnbach. Erneut fand der CSA Wiederholer Lehrgang in der Kläranlage Hahnbach statt. Dieser Lehrgang diente dazu, die Fertigkeiten und das Wissen der Teilnehmer im Umgang mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) zu vertiefen und aufzufrischen.

Wiederholungslehrgang für Chemikalienschutzanzugträger

Hier wurden die Teilnehmer richtig angekleidet. Foto: Florian Schlegel

Die Veranstaltung stand unter dem Thema “Gefahrstoffaustritt in der Industrie” und wurde von einem engagierten Ausbilderteam des “Fachbereichs Gefahrgut” geleitet. Unterstützt wurden sie durch die Feuerwehr Amberg, welche ihren Abrollbehälter Gefahrgut zur Verfügung stellte, sowie durch den Dekonplatz der Feuerwehr Weigendorf/Neukirchen. Für diese wertvolle Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Das Szenario des Lehrgangs simulierte einen Gefahrstoffaustritt in einer Industrieanlage, bei dem zusätzlich eine verletzte Person gerettet werden musste. Dies stellte die Teilnehmer vor realistische und anspruchsvolle Herausforderungen, die sie im Ernstfall bewältigen müssen.

Zu Beginn des Lehrgangs wurde großen Wert auf das richtige Ankleiden der Chemikalienschutzanzüge gelegt. Die korrekte Handhabung dieser Schutzkleidung ist essenziell, um die eigene Sicherheit sowie die der Kollegen zu gewährleisten. Nach dem Ankleiden gingen die Teilnehmer zur Erkundung der Schadensstelle über. Sie mussten den ausgetretenen Gefahrstoff identifizieren, die genaue Stelle der Leckage lokalisieren und die Leckrate ermitteln. Diese Schritte sind entscheidend, um weitere Maßnahmen planen und umsetzen zu können.

Menschenrettung eingeleitet

Ein besonders wichtiger Bestandteil des Szenarios war die Menschenrettung. Eine verletzte Person musste aus dem Gefahrenbereich gerettet werden, was unter den strengen Sicherheitsvorschriften und unter Einsatz der CSA eine besondere Herausforderung darstellte. Die Rettung der Person hatte höchste Priorität, wobei die Sicherheit der Rettungskräfte stets im Fokus stand.

Die verunfallte Person wurde mit einem Spineboard zum Dekontaminationsplatz gebracht. Foto: Florian Schlegel

Nach der erfolgreichen Rettung widmeten sich die Teilnehmer der Aufgabe, das Leck abzudichten und den ausgetretenen Gefahrstoff aufzufangen. Diese Maßnahme ist unerlässlich, um eine weitere Ausbreitung des Gefahrstoffs zu verhindern und die Umgebung zu sichern.

Anschließend musste die Person dekontaminiert werden. Foto: Florian Schlegel

Zum Abschluss des praktischen Teils des Lehrgangs wurde das richtige Dekontaminieren und Entkleiden der CSA geübt. Dies ist ein kritischer Schritt, um eine Verschleppung von Gefahrstoffen zu vermeiden und die eigene Sicherheit auch nach dem Einsatz zu gewährleisten. Für die Verpflegung der Teilnehmer wurde ebenfalls gesorgt, sodass alle gut gestärkt und konzentriert an den Übungen teilnehmen konnten.

Positives Feedback

In der abschließenden Nachbesprechung wurde der Lehrgang insgesamt als positiv bewertet. Die Teilnehmer zeigten großes Engagement und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. Allerdings wurde angemerkt, dass die Beteiligungsmoral einiger Teilnehmer zu wünschen übrig ließ. Hier besteht Verbesserungsbedarf, um die Effizienz und Effektivität zukünftiger Lehrgänge weiter zu steigern.

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Zusammenfassend war der CSA Wiederholer Lehrgang in der Kläranlage Hahnbach ein erfolgreicher und lehrreicher Tag. Die Teilnehmer konnten ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Gefahrstoffaustritten auffrischen und vertiefen, was sie für zukünftige Einsätze bestens vorbereitet. Die Unterstützung durch die beteiligten Feuerwehren und das Ausbilderteam war von unschätzbarem Wert und trug maßgeblich zum Erfolg des Lehrgangs bei.