Antrittsbesuch von MdB Hierl bei Bürgermeister Grädler in Vilseck
Antrittsbesuch von MdB Hierl bei Bürgermeister Grädler in Vilseck

Zu einem Antrittsbesuch traf die Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl den neuen Vilsecker Bürgermeister Thorsten Grädler im Rathaus. Beim gemeinsamen Kennenlerngespräch waren auch der Zweite Bürgermeister Markus Graf und der Dritte Bürgermeister Manuel Plößner anwesend. Im Mittelpunkt standen aktuelle und zukünftige Herausforderungen für die Stadt Vilseck sowie wichtige Anliegen der heimischen Wirtschaft.
Truppenabzug und neues Gewerbegebiet in Vilseck
Ein Thema, das Vilseck seit Jahren beschäftigt und immer wieder in den Fokus rückt, ist der mögliche Truppenabzug der amerikanischen Streitkräfte. Für die Stadt hätte ein solcher Schritt erhebliche Auswirkungen. „Vilseck ist sich dieser möglichen Entwicklung seit Langem bewusst und hat bereits vor Jahren begonnen, entsprechende Vorsorge zu treffen“, erklärte Bürgermeister Thorsten Grädler. Ein wichtiger Baustein sei dabei die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen werden. Gemeinsam mit Unterstützung von MdB Susanne Hierl sollen anschließend geeignete Unternehmen für den Standort gewonnen werden.
Auch der Ausbau des Glasfasernetzes war Gegenstand des Gesprächs. Dabei ging es insbesondere um die weitere Entwicklung in Vilseck sowie in den Ortsteilen Schlicht und Sorghof. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sei sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen ein entscheidender Standortfaktor und müsse konsequent vorangetrieben werden.
Ärztliche Versorgung in Vilseck im Fokus
Ein weiterer wichtiger Punkt war die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. In Vilseck besteht insbesondere mit Blick auf die Altersstruktur der derzeit praktizierenden Ärzte Handlungsbedarf. Drei Ärzte seien bereits über 60 Jahre alt, sodass frühzeitig Lösungen für die Nachfolge gefunden werden müssten. Die Sicherung der ärztlichen Versorgung vor Ort sei eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Stadt und die gesamte Region.
Darüber hinaus informierte Bürgermeister Grädler die Abgeordnete über die Bewerbung der Stadt Vilseck für das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Konkret geht es um die Sanierung der technischen Anlagen sowie des Schwimmerbeckens im Vilsecker Freibad. Eine Förderung wäre ein wichtiger Beitrag dazu, die beliebte Sport- und Freizeiteinrichtung langfristig zu erhalten und zukunftsfähig zu machen.
Betriebsbesuch bei ASK in Vilseck
Im Anschluss an den Rathausbesuch besuchten Susanne Hierl, Bürgermeister Thorsten Grädler sowie die weiteren Gesprächsteilnehmer den Vilsecker Betrieb ASK. Geschäftsführer Johannes Schweiger gab Einblicke in die aktuelle wirtschaftliche Situation und die vielfältigen Tätigkeitsbereiche des Betriebs.
Dabei wurden auch die Herausforderungen für die heimische Wirtschaft angesprochen. Besonders die derzeit stark schwankenden Rohstoffpreise bereiten den Unternehmen Sorgen. Dies betrifft insbesondere Aluminium, dessen Preisentwicklung auch durch die geopolitischen Auswirkungen des Iran-Konflikts beeinflusst wird.
Stabiler Umsatz trotz volatiler Rohstoffpreise
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte ASK im ersten Halbjahr 2026 einen starken Umsatz erzielen. Das Unternehmen verfügt über ein breit diversifiziertes Angebot für unterschiedliche Kundengruppen.
Geschäftsführer Johannes Schweiger nutzte den Betriebsbesuch zudem, um auf bürokratische Hürden hinzuweisen. Insbesondere bei Behörden wie dem Zoll oder der Bundesagentur für Arbeit sehe er noch erheblichen Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Auch die umfangreichen Dokumentationspflichten würden für Unternehmen einen hohen zusätzlichen Aufwand bedeuten.
Behördliche Digitalisierung und Bürokratie
Der Besuch bot damit einen umfassenden Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Chancen am Wirtschaftsstandort Vilseck. Sowohl beim gemeinsamen Austausch im Rathaus als auch beim anschließenden Unternehmensbesuch wurde deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Wirtschaft und Bundespolitik wichtig ist, um die Stadt und die Region zukunftsfähig aufzustellen.
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