Weidener Hochzeitswochen
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Wildbretdirektvermarktung überrascht Abgeordneten

Flossenbürg. Obwohl der CSU-Landtagsabgeordnete Stephan Oetzinger regelmäßig vorbeischaut, konnten Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und dessen Stellvertreter, Ingo Greim, eine Überraschung präsentieren.

Wildbretdirektvermarktung überrascht Abgeordneten

Forstbetriebsleiter Stefan Bösl und Ingo Greim im Gespräch mit Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Oetzinger (2.v.re) und Bürgermeister Thomas Meiler (von links). Foto: Werner Rosner

„Mit der neuen Wildkammer und der Direktvermarktung von Wildbret haben wir den Zeitgeist getroffen. Vor allem Burger-Pattis aus Wildhackfleisch sind der Renner“, wusste Stefan Bösl dem Abgeordneten zu berichten. Jäger aus den Waldgebieten der Bayerischen Staatsforsten liefern an und das Fleisch wird in Flossenbürg direkt vermarktet. „Dazu gratuliere ich“, sagte Stephan Oetzinger und bekannte sich zugleich als Liebhaber von Wildfleisch, „jetzt weiß ich, wohin ich muss.“ Auch Bürgermeister Thomas Meiler konnte von einem „gut angenommenen, neuen Angebot“ in seiner Gemeinde zu berichten.

Der Regen hilft dem Wald

Aber nicht nur die Fleischliebhaber konnten gute Nachrichten vernehmen. Bösl berichtete von gut voranschreitendem Waldumbau hin zum Klimawald und der nach wie vor guten Nachfrage von Bauholz. Auch das regenreiche Frühjahr könnte dem Wald helfen. „Wir hoffen damit, dass sich der Borkenkäfer heuer nicht so stark vermehrt“, erklärte Ingo Greim hinsichtlich der Niederschläge in den letzten Wochen. Außerdem würde dem Wald der Regen insgesamt helfen. Zu Bedenken gaben die beiden Fachleute, dass der Schutz der heimischen Fichte als wichtiges Nadelholz noch unbedingt weiterer Anstrengungen bedarf.

Holz ist ein hervorragender nachwachsender Rohstoff, der sowohl als Bauholz als auch als Brennholz in unserer Region wächst und auch bezahlbar ist. Bösl bedankte sich deshalb ausdrücklich bei Stephan Oetzinger für das klare Bekenntnis künftig keine weiteren
Flächenstilllegungen im Staatswald mehr zulassen zu wollen, nachdem die Bayerischen Staatsforsten die geforderten zehn Prozent längst erreicht haben.

Ärgernis Gebäudeenergiegesetz

Kopfschütteln und Unverständnis war bei den Gesprächspartnern zu erkennen, als das neue Bundes-Gebäudeenergiegesetz zur Sprache kam. „Holz als Brennstoff in all seinen Facetten, soll damit quasi abgeschafft werden“, so Stefan Bösl. Nachdem durch den notwendigen Waldumbau zwangsläufig Resthölzer anfallen, die nicht als Bauholz taugen, wäre ein solches Verbot auch klimapolitisch ein Irrweg.

Bürgermeister Meiler ergänzte: „Bis zum letzten Jahr wurden Holzheizungen gefördert, jetzt seien noch welche mit Fördermittel im Bau. Das soll ab dem nächsten Jahr nicht mehr möglich sein. Viele ältere Gebäude könnten damit nicht mehr saniert, verkauft oder einer neuen Nutzung zugeführt werden.“

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