Allerheiligenfeier mit Gräbersegnung im Waldfriedhof Weiden
Allerheiligenfeier mit Gräbersegnung im Waldfriedhof Weiden
Allerheiligen erinnerte an die Verstorbenen und schenkte Hoffnung. Pfarrer Thomas Jeschner stellte die Hoffnung auf das ewige Leben in den Mittelpunkt. Innehalten, Erinnern und gemeinsam Hoffnung schöpfen: Zahlreiche Gläubige versammelten sich an Allerheiligen im Weidener Waldfriedhof, um ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde zu gedenken. Die Pfarreiengemeinschaft St. Elisabeth und Maria Waldrast gestaltete eine gemeinsame Andacht in der Aussegnungshalle.
Pfarrer Jeschner sprach über Tod und Auferstehung
In der Aussegnungshalle standen die Gedanken an Vergänglichkeit und ewiges Leben im Mittelpunkt. Pfarrer Thomas Jeschner und Pfarrvikar Malachy Ukaonu, der aus Nigeria stammt, gestalteten die Andacht. Jeschner erinnerte daran, dass der Tod zwar zum Leben gehört, im Alltag aber häufig in den Hintergrund rückt. „Der Tod ist auch eine Wirklichkeit in unserem Leben. Dieses hören wir an diesem Tag. Im Alltag ist es seltsam blass. Nur, wenn einer von uns geht, dessen Leben auch ein Teil von uns war, legt Jesus eine Hand auf unseren Arm. Dann kommt die Frage nach dem Woher und jetzt Wohin“, sagte der Pfarrer.
Anhand des Evangeliums vom Weizenkorn verdeutlichte er den Gedanken der Auferstehung. Das Korn falle in die Erde und sei nach einigen Wochen nicht mehr zu sehen. Dennoch entstehe daraus neues Leben. „Aber habt Vertrauen auf das Leben. Wir werden sterben und dann leben“, gab Jeschner den Gläubigen mit auf den Weg. Der christliche Glaube an die Auferstehung und das Vertrauen auf Gott, zu dem die Menschen lebenslang Vater sagen, sollten gerade in Zeiten der Trauer Halt geben. Denn die Botschaft des Glaubens lautet: Die Trauer hat nicht das letzte Wort.
Bläser begleiteten die Gräbersegnung
Nach den Fürbitten ging die Gemeinde mit den Ministranten und der Geistlichkeit gemeinsam zum großen Friedhofskreuz. Dort begleitete die Bläsergruppe St. Elisabeth die Feier musikalisch. Mit dem Lied „Wir sind nur Gast auf Erden“ erinnerten die Musiker in vier Strophen an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Danach gingen die beiden Geistlichen durch die Gräberreihen und segneten die Ruhestätten mit Weihwasser. Währenddessen beteten die Gläubigen gemeinsam die vorgesehenen Litaneien. Das geweihte Wasser erinnerte zugleich an die Taufe und die christliche Hoffnung auf das ewige Leben.
So verband die Feier im Waldfriedhof das persönliche Gedenken an die Verstorbenen mit dem gemeinsamen Gebet der Gemeinde. Die Andacht machte deutlich, dass Allerheiligen nicht allein ein Tag der Erinnerung und Trauer war, sondern auch ein Tag der Hoffnung und des Vertrauens.
Der November gilt in der katholischen Kirche traditionell als Monat des Totengedenkens. Gerade an Allerheiligen und Allerseelen rücken die Erinnerungen an Menschen, die nicht mehr unter den Lebenden weilen, besonders in den Mittelpunkt. Viele Angehörige besuchten die Gräber, schmückten sie mit Blumen und Kerzen und gedachten ihrer Verstorbenen. Dabei verbanden sich Trauer und Dankbarkeit mit der christlichen Hoffnung auf ein Wiedersehen.
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