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Ausstellung Gewalt LOSwerden eröffnet in Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. Die Ausstellung 'Gewalt LOSwerden' zur häuslichen Gewalt startet am Mittwoch, 15. April 2026, um 18 Uhr im LCC. Die vhs Amberg-Sulzbach begleitet mit Terminen und Beratung.

Sulzbach-Rosenberg. Die Ausstellung 'Gewalt LOSwerden' zur häuslichen Gewalt startet am Mittwoch, 15. April 2026, um 18 Uhr im LCC. Die vhs Amberg-Sulzbach begleitet mit Terminen und Beratung.
Symbolbild: Pixabay

Ausstellung Gewalt LOSwerden eröffnet in Sulzbach-Rosenberg

Alle tragen Verantwortung: Häusliche Gewalt verschwindet nicht, wenn man wegschaut. Hinsehen heißt, nicht voreilig urteilen, sondern aufmerksam werden. Genau dies möchte die Volkshochschule Amberg-Sulzbach tun mit der Ausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales „Gewalt LOSwerden“, die ab dem 15. April im LCC in Sulzbach-Rosenberg gezeigt wird.

Ausstellung „Gewalt LOSwerden“ startet am 15. April im LCC

Die großflächigen Aufsteller informieren über Ausprägungen von Gewalt und sensibilisieren. Sie zeigen aber auch die verschiedenen Hilfsangebote aus unserer Region. Die Ansprechpartner können Interessierte kennenlernen beim Eröffnungsabend am 15. April um 18 Uhr. Die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Amberg-Sulzbach, das Team vom Notruf für Frauen des SkF e. V. Amberg, die Beratungsstelle Häusliche Gewalt gegen Männer (BHGM), die Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer (BPfK) sowie die Fachstelle Täterarbeit „Häusliche Gewalt“ informieren über ihre Arbeit und bieten Beratung an.

Begleitprogramm für Kinder, Fachkräfte und Interessierte

Bereits am 12. April bietet die KoJa mit dem Präventionstheater „Fühl mal“ ein Angebot für Schulkinder ab acht Jahren an. Am 16. April folgt dann um 14 Uhr ein Angebot für Fachkräfte und Interessierte zum Thema „Arbeit mit Täterinnen und Tätern“ der Fachstelle „Täterarbeit Häusliche Gewalt“, gefolgt von einem Abendprogramm. Am 21. April um 18 Uhr berichten die Sozialpädagoginnen des Notrufs für Frauen vom SkF über ihre praktische Beratungstätigkeit mit Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen und Kinder.

Am 22. April um 10.30 Uhr findet ein Elterntalk zum Thema „Gesundes Aufwachsen in der Familie“ statt. Den Abschluss des Rahmenprogramms zur Ausstellung bilden dann zwei Angebote der „Beratungsstelle Häusliche Gewalt gegen Männer“ sowie der „Männerschutzwohnung Riposo“ aus Nürnberg am 27. beziehungsweise am 29. April. Alle Veranstaltungen finden in den Räumen der vhs Amberg-Sulzbach in der Oberen Gartenstraße 3 in Sulzbach-Rosenberg statt. Die Ausstellung selbst kann vom 14. April bis zum 4. Mai während der Öffnungszeiten besucht werden.

Häusliche Gewalt: Formen und Folgen

Häusliche Gewalt ist ein vielschichtiges gesellschaftliches Problem, das hinter verschlossenen Türen stattfindet und oft lange verborgen bleibt. Sie kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Bildung oder Einkommen. Sie kann in Form von körperlichen Attacken, psychischer Kontrolle, Bedrohungen, sexualisierter Gewalt oder wirtschaftlicher Abhängigkeit auftreten. Die Folgen sind neben physischen Verletzungen häufig anhaltende psychische Belastungen oder ökonomische Notlagen.

Gewalt in Partnerschaften ist eine der häufigsten Formen häuslicher Gewalt. Frauen sind dabei mit 80 Prozent insgesamt häufiger Opfer schwerer körperlicher und sexualisierter Gewalt. Männer werden jedoch ebenfalls betroffen und sind oft untererfasst. In knapp 80 Prozent der Fälle übten Männer die Gewalt aus. Seit 2020 haben Fälle von häuslicher Gewalt um 17 Prozent zugenommen. Insgesamt wurden 2025 265.942 Fälle von häuslicher Gewalt registriert, im Vergleich zu 2024 ein Anstieg von 3,8 Prozent – so die Bundeskriminalstatistik.

Spedition Wagner
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