Bruder Asam teilt beim Starkbierfest in Altenhammer kräftig aus

Bruder Asam teilt beim Starkbierfest in Altenhammer kräftig aus
Bruder Asam hat’s drauf. Der Fastenprediger alias Kommandant Rüdiger Hettler hat beim Starkbierfest der Feuerwehr am Samstag, 14. März, wieder kräftig vom Leder gezogen und manchem den Spiegel vorgehalten. Die Ankündigung des Vorsitzenden Florian Plödt, dass sich die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Feuerwehrhaus auf eine deftige Rede freuen können, sollte sich bewahrheiten.
Deftige Fastenpredigt beim Starkbierfest in Altenhammer
„San Preißn dou?“, wollte er während seiner Rede mal wissen. Das wäre ihm zwar sozusagen „wurscht“ gewesen, schließlich hatte er alles im Oberpfälzer Dialekt aufgeschrieben und dementsprechend auch vorgetragen. Einer unter den aufmerksamen Zuhörern outete sich aber dennoch.
Den Bogen spannte Bruder Asam von der großen Politik – ob im Ausland oder Inland – bis hin zu Geschehnissen auf lokaler Ebene. Beispiele hatte er dabei in Hülle und Fülle parat. Da war der erste Werbeblock mit dem Hinweis, dass die Altenhammerer Wehr 2026 ihr hundertjähriges Bestehen mit vielen Aktionen feiert, bereits vorbei.
Politische Spitzen und internationale Bezüge
Bruder Asam spricht von einem „egoistischem Vollidioten“ in Russland und zeigt sich nachdenklich, weil in den USA „nu so a Kasper an der Macht is. Der is doch an Meter newer sein Schedl immer nu a Depp.“ Als weiteren „Spezialisten“ bezeichnet er Elon Musk. „Der is reich worn mim Verkauf va Elektroautos und leugnet gleichzeitig den Klimawechsel“, lästert er.
„Man merkt, dass bei den meisten der AFD-Wähler der geistige Aufzug niat bis in das oberste Stockwerk g’fohr’n is“, kommt er auf die Politik in Deutschland zu sprechen. „Somit san sie mit der Bürde der Intelligenz niat allzu sehr belastet“, bescheinigt er den Sympathisanten wenig Grips.
Kritik an Landespolitik
Fett weg bekommt auch Bayerns Ministerpräsident. „Markus Söder hout an Einstellungsstopp für Lehrer erlass’n, obwohl ma eh z’weng hom“, kritisiert der Redner. „Und dann stell’n se unsere Politiker wieder hi und fordern, Bildung wa as Wichtigste. Des verstöiht, wer moch.“
In puncto Sport empfahl Bruder Asam, Eric Frenzel solle seine Mannen nach vierten Plätzen bei Olympia im Sommer nach Flossenbürg holen und sie dort bergauf und bergab hetzen. „Hout ja bei ihm selber a g’holf’n.“ Dabei könnte sich der „Eric-Frenzel-Trail“ für das Training eignen – „oder die Nordic-Walking-Strecken am Gaisweiher“.
Kommunalpolitik in Flossenbürg im Fokus
Der örtlichen CSU empfahl der Fastenprediger, ein wenig an der Performance zu arbeiten. „Dreieinhalb Prozent weniger als die Sozis, dou derfst de in Bayern bei koiner CSU-Versammlung mehr seng louer“, sagte er der CSU-Chefin Christina Rosner. Und so glaubte er wegen des starken Wahlergebnisses von Pamela Wünsche fest an eine zweite Bürgermeisterin aus SPD-Kreisen.
Dem Gemeinderat empfahl er, bei der Umgestaltung des Rathausvorplatzes „den greislichen Hulzlatten-Christbam wenigstens im Sommer wegzumachen“. Die von der Staatsregierung beschlossene Stilllegung des Steinbruchs der Firma Baumann begründete er damit: „Ich glab ja, döi worn bloß g’nervt und wollt’n endlich Ruhe vam Krapf Stefan hom“.
Ehrenamt gewürdigt und Ausblick
Trotz aller köstlich gespickten Pointen vergaß Bruder Asam nicht, das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Flossenbürg hervorzuheben. Wer zum Ende gedacht hatte, die Bilanz könnte nach Abschied klingen, musste sich eines Besseren belehren lassen: „Des daat eich so pass’n“, rief er in die Runde. „Etza hout’s wieder a Johr Zeit, wos azustell’n, damit ich dann beim 29. Starkbierfest wieder wos zum bericht’n ho.“
Der reichhaltige Beifall, auch während der Rede, war der Beweis: Alle freuen sich schon auf 2027. Einen großen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hatte auch die Musikkapelle „Mia san vom Dorf“.




