Crime-Ladies im Alten Testament
Crime-Ladies im Alten Testament
Wer Lust auf gute Geschichten und eine besondere Erzählweise hat, der sollte sich den Abend mit der Journalistin und Moderatorin Agnes O. Eisenreich am Freitag, den 02. Oktober 2026, um 19 Uhr in der Alten Schießstätte nicht entgehen lassen. Sie entführt das Publikum mit einer musikalischen und sinnlichen Lesung, die für Ohr und Auge gleichermaßen Überraschungen bietet, in den alten Orient.
Frauen: schön, schlau, aber auch gefährlich
Frauen sind schön, schlau aber auch gefährlich. Davon wird bereits im Alten Testament berichtet. Ganz wörtlich geht es dabei von Adam bis zu Lilith, denn Adam hatte tatsächlich schon vor Eva eine Frau. Und auch Evas Erschaffung klappte nicht auf Anhieb. Oder wer weiß schon, dass Samson zweimal in ein Verbrechen verwickelt war? Bei zweiter Frau und zweitem Mal zog er jedoch gegenüber Delilas mörderischer Raffinesse den Kürzeren. Im Buch der Bücher wird man wie so oft fündig: Menschen in extremen Situationen, die sie zu bewältigen suchen. Oft ist der Held eine Frau. Denn es sind starke Frauen, von denen hier erzählt wird. Sie setzen Kopf und Körper ein, um andere zu retten. Leider fallen den Aktivitäten Männer zum Opfer, die sich innerhalb der Erzählungen vom strahlenden zum tragischen Helden wandeln. Bevor Holofernes den Kopf ganz verlor, hatte er immerhin noch einen netten Abend.
Modernes Frauenbild im Alten Testament
Das Alte Testament ist eine Fundgrube von Geschichten, in denen heftigste Emotionen, erschreckende Taten aber auch Weisheit und Lebenserfahrung zeigen, dass Menschen auch über Jahrtausende hinweg von immer dem Gleichen bewegt werden: der Beziehung zwischen den Geschlechtern, dem Wunsch nach Frieden und Selbstbestimmung und dem Mut, sich dafür stark zu machen. Ein aktuelles, modernes und selbstbewusstes Frauenbild, was man im Alten Testament nicht sofort erwarten würde. Und wenn man dabei genau hinsieht, dann scheint es, als hätten die Erzähler früherer Zeiten über eine große Portion Humor und Ironie verfügt, die erst mit dem gekonnten Vortrag und der passenden Musik deutlich zum Vorschein kommt.
Melodien zum Hineinträumen
Die Akteure dieses besonderen Abends sind die Journalistin und Moderatorin Agnes 0. Eisenreich (Text), die Musiker Hans Wax und Stefan Huber und die Tanz-/Sozialpädagogin Katja Qreini. Ein großer Teil des Abends besteht aus Melodien zum Hineinträumen, zum Mitwippen, zum Lauschen und Mitsummen. Musik aus verschiedenen Kulturen wird dabei mit unterschiedlichsten Instrumenten aus der ganzen Welt umgesetzt. Mit dabei sind unter anderem so bekannte Instrumente wie die Gitarre, das Akkordeon oder ein böhmischer Bock, die Dulcimer oder die Darabouka und verschiedene Kalimbas und noch einige andere Instrumente aus dem afrikanisch-arabischen und asiatischen Raum. Und Tango und Zweifacher sind auf einmal eins.
Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 10 Euro. Verbindliche Anmeldungen nimmt Conny Meyer telefonisch unter 09602/920121 entgegen. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 40 Personen begrenzt.


