Das Phantom der Oma sorgt für Lachstürme in Letzau

Das Phantom der Oma sorgt für Lachstürme in Letzau
Mit einem wahren Feuerwerk an Wortwitz, Situationskomik und überraschenden Wendungen entführten die Letzauer Spieler ihr Publikum bei der Premiere des Dreiakters „Das Phantom der Oma“ in eine ebenso turbulente wie humorvolle Theaterwelt. Schon vor dem ersten Vorhang versprach Regisseur Günter Horn beste Unterhaltung – und warnte augenzwinkernd: „Sollte es wegen Lachanfällen zu Wangenmuskelschmerzen, Muskelkater oder gar Gebissverlust kommen, kann die Theatergruppe keine Haftung übernehmen.“
Ausverkauftes Gemeindehaus und kultureller Höhepunkt
Das ausverkaufte Gemeindehaus bot den passenden Rahmen für einen Theaterabend, den der zweite Bürgermeister Karl Völkl als kulturellen Höhepunkt des Jahres würdigte. „Die Theaterabende sind die größten kulturellen Veranstaltungen der Gemeinde. Der Aufgang zum Gemeindehaus ist als Anerkennung an solchen Tagen immer mit den Gemeindefahnen beflaggt“, betonte er. Zugleich lobte er das Engagement der Gruppe für gemeinnützige Einrichtungen. Regisseur Horn ergänzte nicht ohne Stolz, dass bereits beim Kartenvorverkauf sämtliche weiteren Termine ausverkauft waren.
Familienkonflikt, Windräder und Omas Flüche
Drei spannende Akte voller Verwicklungen warteten auf die Besucher. Im Mittelpunkt steht ein handfester Familienkonflikt: Bürgermeister Manfred kauft Hans und Gitte die Wiesen ab – in dem Wissen, dass dort Windräder entstehen sollen. Als Hans den Plan durchschaut, ist der Streit programmiert. Besonders heikel wird die Situation, weil sich Christoph, der Sohn des Bürgermeisters, und Conny, Gittes Tochter, heimlich lieben. Für zusätzliche Turbulenzen sorgt Oma Alma, die kurzerhand „das Vieh und die Familie des Bürgermeisters“ verflucht. Unterstützt wird sie vom Penner Xaver, während Postbotin Kathl bestens über alles informiert und sowohl dem Cognac als auch den Männern nicht abgeneigt ist.
Als dann auch noch Klaus-Dieter, der Beauftragte der Firma Sturmwind, auftaucht und Untersuchungen für den Windpark ankündigt, überschlagen sich die Ereignisse. Omas Flüche zeigen Wirkung, Beziehungen geraten durcheinander und plötzlich steht die Frage im Raum: „Hans, hast du Kinder, von denen ich nichts weiß?“ Seine Antwort ließ den Saal erneut erbeben: „Nein, also keine, wo ich spontan den Namen nennen könnte.“
Tempo, Pointen und Szenenapplaus
Die Darsteller waren von Beginn an voll in ihren Rollen und rissen das Publikum mit. Immer wieder brandete spontaner Beifall auf. Besonders Penner Xaver sorgte für Szenenapplaus mit seinem Auftritt: „Ich bin das Phantom der Oma – wer Wind sät, wird Windradl’n ernten.“ Auch die liebevoll eingebauten Seitenhiebe auf Nachbarorte kamen bestens an. Mit viel Tempo, pointierten Dialogen und herzhaften Sprüchen führte das Ensemble durch den Abend. Da wurde ein Kompliment auch schon einmal so formuliert: „Du bist der Schlag meines Herzens und der Blinddarm meines Dickdarms.“ Spätestens hier gab es kein Halten mehr im Publikum.
Herzklopfen und bewegte Worte des Regisseurs
Dass hinter der Leichtigkeit harte Probenarbeit steckt, war deutlich spürbar. Die langjährige Zusammengehörigkeit der Gruppe zahlte sich aus; jede Rolle wirkte maßgeschneidert. Verwirrungen, Hindernisse und am Ende doch Herzklopfen – die Mischung stimmte. Schließlich erschien das titelgebende Phantom und brachte Ordnung ins Chaos. Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus zeigte sich Regisseur Horn sichtlich bewegt: „Was kann es Schöneres geben, als einen Menschen zum Lachen zu bringen und euch in unsere Theaterwelt zu entführen?“ An seine Truppe gerichtet, sagte er: „Ich bin mächtig stolz auf euch. Mir macht es riesig Spaß, euer Regisseur zu sein.“
Besetzung
Personen – gespielt von:
Hanne – Kathrin Forster (seine Frau)
Christoph – Christoph Hösl (ihr Sohn)
Hans Windbruch – Florian Neumann (Ehemann)
Gitte – Stephanie Schubert (seine Frau)
Conny – Michaela Ertl (ihre Tochter)
Alma – Waltraud Balk (Oma)
Xaver – Markus Uschold (Penner)
Kathl – Elisabeth Neumann (Postbotin)
Klaus-Dieter – Franz-Josef Völkl (Geologe)
Manfred Teufel – Martin Braun (Bürgermeister)
Begeisterte Reaktionen und ausverkaufte Vorstellungen
Sein Dank galt zudem der Souffleuse, dem Kartenvorverkauf, der Bühnentechnik, der Maske und dem Ausschank. Für zusätzliche Unterhaltung in den Pausen sorgte Felix, der Sohn von Markus Uschold, mit seiner „Steirischen“, was beim Publikum hervorragend ankam. Beim Verlassen des Saals hörte man nur begeisterte Stimmen: „Das war das Beste, was ihr bisher gespielt habt“, meinte ein Besucher. Ein anderer versprach: „Es war einfach super wie immer – wir kommen nächstes Jahr wieder.“ Die Vorstellungen am 17. und 18. April sind bereits ausverkauft.






