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David Garrett trotzt dem Regen: Virtuose Millennium Symphony begeistert bei den Schlossfestspielen

Regensburg. Regenwolken, Donnergrollen und eine verkürzte Pause konnten die Stimmung im Innenhof von Schloss St. Emmeram nicht trüben. David Garrett begeisterte am Dienstagabend bei den Thurn und Taxis Schlossfestspielen rund 3000 Besucher mit seiner „Millennium Symphony“. Es war ein energiegeladener Mix aus Klassik und Pop.

David Garrett trotzt dem Regen: Virtuose Millennium Symphony begeistert bei den Schlossfestspielen

David Garrett bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Foto: Helmut Kunz
David Garrett bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Foto: Helmut Kunz
Stadtjugendring-Chef Florian Vogel sucht sich ein trockenes Plätzchen während des Regens. Foto: Helmut Kunz
Fürstin Gloria von Thurn Thurn & Taxis lässt sich über die Wetterprognose informieren. Foto: Helmut Kunz
Gut lachen hat Waldemar Hartmann im VIP-Zelt. Foto: Helmut Kunz
Das Publikum wartet auf David Garrett. Foto: Helmut Kunz
Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn beginnt es zu regnen. Foto: Helmut Kunz
Gut geschützt vor Regen. Foto: Helmut Kunz
Fürstin Gloria von Thurn & Taxis sitzt in der ersten Reihe. Foto: Helmut Kunz
David Garrett bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Foto: Helmut Kunz
David Garrett bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Foto: Helmut Kunz
David Garrett bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Foto: Helmut Kunz
David Garrett bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Foto: Helmut Kunz

Nicht jeder David-Garrett-Fan hat seine musikalischen Wurzeln an der Geige. Florian Vogel, ehemaliger FDP-Oberbürgermeisterkandidat in Weiden, Vorsitzender des Stadtjugendrings und Steuerberater, lernte als Kind Klavier. Seiner Begeisterung für den Stargeiger tut das keinen Abbruch. Bereits zum vierten Mal erlebte er David Garrett live. Dreimal sah er ihn in Nürnberg. Dieses Mal bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Kurz vor Konzertbeginn stand er wie viele andere Besucher auch, dicht gedrängt unter dem überdachten Portikus des Schlosses. Eine halbe Stunde vor Beginn setzte kräftiger Regen ein und ein starker Wind fegte durch den Schlosspark und rüttelte an den mächtigen Bäumen. Die Gäste wurden gebeten, den Platz darunter zu verlassen.

Sportreporter Waldemar Hartmann im VIP-Zelt


Wesentlich trockener hatte es Sportreporter und Moderator Waldemar Hartmann. Während die Besucher den nicht überdachten Cateringbereich wegen des Regens räumten, nahm er im VIP-Zelt bei Fürstin Gloria von Thurn und Taxis Platz. Auch die Gastgeberin war auf das wechselhafte Wetter vorbereitet und trug zeitweise selbst eine Regenhaut. Viele Besucher, später auf der Open-Air-Tribüne, waren froh, einen Poncho dabeizuhaben. Viele deckten sich kurzerhand mit den an den Verkaufsständen angebotenen Festival-Ponchos ein.

Regie führt auch das Wetter


Das Wetter führte an diesem Abend Regie. Es gab trockene Phasen, aber auch nasse. Wegen der unsicheren Prognosen wurde die Pause auf lediglich zehn Minuten verkürzt, um einem angekündigten weiteren Regenschauer zuvorzukommen. Immer wieder war in der Ferne Donnergrollen zu hören, zeitweise fiel auch während des Konzerts Regen. David Garrett nahm die Bedingungen gelassen. Mehrfach wanderte sein Blick zum Himmel. „Sieht gut aus“, sagte er mit einem Lächeln und spielte unbeirrt weiter. Kurz zuvor hatte sich der Beginn noch um zehn Minuten verzögert, weil Fürstin Gloria einer Rollstuhlfahrerin einen Platz in der ersten Reihe ermöglichen ließ.

„Millennium Symphony“ schlägt Brücke zwischen Klassik und Pop


Mit seiner „Millennium Symphony“ schlug Garrett mühelos die Brücke zwischen Klassik und Pop. „Es hat wirklich großen Spaß gemacht, meine Klassik-DNA in die geilsten Songs der letzten 25 Jahre einzubringen“, erklärte der Geiger, der vor 19 Jahren erstmals in St. Emmeram spielte. Garrett kennt das fürstliche Schloss. In den prächtigen Räumen wurden 2013 viele Innenaufnahmen für den Film „Der Teufelsgeiger“ mit ihm in der Hauptrolle gedreht. Garretts Regensburger Programm reichte von Rammsteins „Mein Herz brennt“, das er augenzwinkernd mit den Worten „Leider hier ohne Pyrotechnik“ ankündigte, über Michael Jacksons „Smooth Criminal“ und den Soundtrack aus „Pirates of the Caribbean“ bis zur rockigen Version von „Beethoven’s Fifth“. Immer wieder wechselten kraftvolle Bandpassagen mit ruhen Orchester- und beinahe kammermusikalischen Momenten.

Wer sitzt in der Mercedes-Limousine?


Besonders nah kam Garrett seinem Publikum, als er geigend eine Treppe hinaufstieg und mitten zwischen den Zuschauern spielte. Rauchsäulen, farbenfrohe Lichteffekte und die große Videoleinwand sorgten trotz des grauen Himmels für Festivalatmosphäre. Mit „Viva la Vida“ von Coldplay als Zugabe sangen die Besucher lautstark mit. Danach verabschiedete sich Garrett mit einem kurzen Winken und verschwand hinter der Bühne. Während die Menschen den Schlosshof verließen, lief noch das WM-Spiel Spanien gegen Frankreich, wie viele auf ihren Handys lasen. Momentaner Spielstand: 2:0 für Spanien. Eine schwarze Mercedes-Limousine mit verdunkelten Scheiben bahnte sich hupend den Weg durch die Menge. War es David Garrett, der den Schlosspark verließ? An diesem Abend hatten nicht nur er, sondern auch das Wetter ihren ganz eigenen Auftritt.

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