Fahrenberg wird zum Kulturhügel
Fahrenberg wird zum Kulturhügel
Unter dem Motto „Bürger gestalten Erinnerung, Gemeinschaft und Zukunft“ hatte das Projekt „Lebensraum Goldene Straße“ im Rahmen des Bundesförderprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten“ zu einem Kulturfestival eingeladen. Geschichte, Natur, Sport, Kunst und Begegnung standen dabei im Mittelpunkt.
Um 11 Uhr eröffnete der Waldthurner Bürgermeister Georg Bocka den Kulturtag an der Talstation des Skilifts. Wo im Winter Skifahrer ihre Schwünge ziehen, entstand ein Treffpunkt für Jung und Alt. Für Aufbau und Gestaltung sorgte der Förderverein NaturNahErleben gemeinsam mit der Marktgemeinde Waldthurn und der ILE. OWV – Gruppen aus der Region waren zu Fuß aus allen Himmelsrichtungen anmarschiert.
Musikalisch begleitet wurde der Tag von den Musikern der „Biersieder“ aus Oberviechtach. Ein Bestandteil war die Geschichte des Fahrenbergs – ein Zeitstrahl sollte wichtige Stationen der Vergangenheit sichtbar machen.
Kurzweilige Kirchenführung
Ein Höhepunkt war die Kirchenführung in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung. Heimatpfleger und Waldthurner Ehrenbürger Georg Schmidbauer vermittelte am Nachmittag kurzweilig Wissenswertes über die Geschichte des Gotteshauses und Bedeutung des Fahrenbergs als Wallfahrtsort.
Interessante Natur!
Auch die Natur kam nicht zu kurz. Der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald war mit seinem Naturparkmobil und Rangern vertreten. Manuel Thelen und seine Kollegin informierten über die heimische Tierwelt. Der Bayerische Jagdverband präsentierte seine „Wilde Schule“ und gab Einblicke in die heimische Tierwelt und die Aufgaben der Jägerschaft. Jagdhornbläser sorgten für besondere musikalische Akzente.
Kunst und Fantasie – „Fahrenberg in der Box“
Für Kinder und Jugendliche gab es ebenfalls verschiedene Angebote. Beim Kunstworkshop „Fahrenberg in der Box – Kunst und Fantasie – mit der Künstlerin Irene Fritz von der Kulturwerkstatt und Jugendkunstschule Kalmreuth konnten sie kreativ werden. Sportlich ging es beim Sommerbiathlon zu. Unter Anleitung von Biathlontrainer Georg Breu vom TV Vohenstrauß konnten sich die Teilnehmer im Hindernislauf und Laserbiathlon ausprobieren. Eine Torwand von Stefan Bruischütz vom FSV Waldthurn rundete das sportliche Angebot ab.
Wildschwein vom Grill
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Bereits am frühen Morgen um 5.30 Uhr hatte Betriebsleiter Andy Gmeiner vom Verein NaturNahErleben ein rund 50 Kilogramm schweres Wildschwein in den riesigen Grill gehängt. Erlegt worden war es vom Pleysteiner Jäger Michl Kraus lediglich einige Hundert Meter entfernt bei Bibershof. Dazu gab es Wildburger, Bratwürste oder süße Leckereien.
Begegnung über die Grenze hinweg
Ein besonderes Anliegen der Veranstalter war die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Dolmetscherin Martina Kretschmar fungierte als Verbindung zu den Partnern auf tschechischer Seite. Auch Bürgermeister aus der ILE-Region sowie ILE-Managerin Ilona Hunsberger informierten vor Ort über das Projekt und die verschiedenen Angebote. Sabrina Busch – Tourismusmanagerin vom federführenden Projekt „Lebensraum Goldene Straße“ aus Tirschenreuth war ebenfalls angereist.
Erster postiver Schritt
Das Kulturfestival machte die Vielseitigkeit des Fahrenbergs sichtbar. Die Veranstalter wollen den Berg langfristig als gemeinsamen Natur-, Kultur- und grenzüberschreitenden Begegnungsraum weiterentwickeln. Der Kulturtag war dafür ein erster positiver Schritt – auch wenn bei den Besucherzahlen und der Aufmerksamkeit für einzelne Angebote – mit Blick zum 801 Meter hohen Fahrenberggipfel – noch Luft nach oben besteht.

















