Feier der Osternacht in der Pfarrgemeinde Eslarn – Vom Dunkel zum Licht

Feier der Osternacht in der Pfarrgemeinde Eslarn – Vom Dunkel zum Licht
Eine große Holzratsche, auch Schnarre genannt, ist ein traditionelles Lärminstrument, das durch Drehung ein sehr lautes, knatterndes Geräusch erzeugt. Am Abend schließlich ertönte ein letztes Mal das klappernde Ratscheninstrument – ein traditionelles Zeichen für das Ende der stillen Tage.
Die Osternacht, gefeiert in der Nacht zum Ostersonntag, gilt als der wichtigste Gottesdienst im gesamten Kirchenjahr. Im Mittelpunkt stand die Feier der Auferstehung Jesu Christi und damit der Sieg des Lebens über den Tod. Die Liturgie wurde von Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega zelebriert, unterstützt von Gemeindereferent Benedikt Eckert sowie der Praktikantin Angelina Wallmeyer. Die Feier gliederte sich in die klassische vierteilige Struktur und begann bei Einbruch der Dunkelheit.
Lichtfeier und Einzug mit der Osterkerze
Zu Beginn versammelten sich die Ministrantinnen und Ministranten mit Pfarrer Basil vor der Kirche zur Lichtfeier. Das Osterfeuer wurde gesegnet, an dem die neue Osterkerze entzündet wurde – Sinnbild für Christus als das Licht der Welt. In einer feierlichen Prozession und mit dem Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi) zog der Priester in die zunächst dunkle Kirche ein und symbolisierte damit den auferstandenen Jesus, der das Dunkel des Todes vertreibt. Im Anschluss folgten Lesungen aus dem Alten Testament, in denen die Heilsgeschichte entfaltet wurde, und das Osterlob durch den Kirchenchor. Das Osterlicht wurde unterdessen an die Kirchenbesucher weitergereicht.
Lesungen, Gloria und festlicher Gesang
Nach dem Schweigen der Glocken und der Orgel seit dem Gründonnerstag wurde das feierliche Gloria als Ausdruck der Auferstehungsfreude gesungen. Begleitet vom Orgelspiel der Organistin Martina Brenner und dem festlichen Läuten der Glocken endete die Fastenzeit hörbar. Die zuvor dunkle Kirche erstrahlte nun im vollen Licht.
Predigt und Taufliturgie betonen Hoffnung
Es folgten die Epistel, das erste Halleluja seit Aschermittwoch sowie das Evangelium der Auferstehung Christi. In seiner Predigt stellte Pfarrvikar Basil die Botschaft der Auferstehung in den Mittelpunkt. Dabei spannte er den Bogen zur heutigen Zeit, die von Krisen und Kriegen geprägt ist. Er betonte, dass das Leben von Gott geschaffen und unter seinen besonderen Schutz gestellt sei. Daraus erwachse dem Menschen die Verantwortung, dieses Leben zu bewahren und zu achten.
Der dritte Teil der Feier, die Taufliturgie, begann mit der Segnung des Taufwassers, der Speisen und der Kerzen der Kommunionkinder. Die Gläubigen erneuerten ihr Taufversprechen und wurden anschließend mit Weihwasser besprengt. In den Fürbitten brachte die Gemeinde ihre Anliegen vor Gott. Den Abschluss bildete die Eucharistiefeier als österliches Freudenmahl. In ihr wurde die Gemeinschaft mit Christus und untereinander besonders erfahrbar.
Feierlicher Abschluss der Osternacht
Mit dem feierlichen Schlusssegen und der Entlassung – begleitet vom österlichen Gesang – endete die festliche Osternachtfeier. So wurde in dieser besonderen Nacht eindrucksvoll der Übergang vom Tod zum Leben gefeiert – ein zentrales Geheimnis des christlichen Glaubens, das die Gemeinde in festlicher und zugleich hoffnungsvoller Atmosphäre miteinander erlebte. Mit einer Lichterprozession zum Friedhof gedachte die Glaubensgemeinschaft nach der zweistündigen Osterfeier nicht zuletzt an die Verstorbenen.










