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Gemeinschaft in Naslitz stemmt 24 Meter hohen Maibaum

Schlammersdorf. Mit kräftigem Hau ruck beginnt die Maibaum-Saison in Naslitz, Menzlas, Moos und dem Hauptort: seit 1979 gelebtes Brauchtum, heuer zum 47. Mal. Ein 24 Meter hoher Baum, viel Teamgeist und Feierlaune prägen den Tag.

Schlammersdorf. Mit kräftigem Hau ruck beginnt die Maibaum-Saison in Naslitz, Menzlas, Moos und dem Hauptort: seit 1979 gelebtes Brauchtum, heuer zum 47. Mal. Ein 24 Meter hoher Baum, viel Teamgeist und Feierlaune prägen den Tag.
Baum ist gefällt. Foto: Gerhard Löckler

Gemeinschaft in Naslitz stemmt 24 Meter hohen Maibaum

Wenn im Gemeindebereich die Ärmel hochgekrempelt werden und ein kräftiges „Hauruck!“ durch die Luft schallt, dann ist es wieder so weit: Die Maibaumsaison hat begonnen – und das gleich in mehreren Ortschaften mit beeindruckendem Gemeinschaftsgeist.

Vorbereitung und Anlieferung des Maibaums

Schon im Wald war heuer wieder echte Muskelkraft gefragt. Die frisch geschlagene, stattliche Fichte wurde dort vorbereitet und anschließend per Traktorgespann ins Dorf gebracht. Kaum angekommen, ging es ans „Feintuning“: Der Baum wurde sorgfältig entrindet, mit der aktuellen Jahreszahl versehen und mit zwei Kränzen geschmückt – geschniegelt und gestriegelt für seinen großen Auftritt.

In Naslitz ist das Maibaumaufstellen längst mehr als nur Brauchtum – es ist gelebte und geliebte Tradition. Bereits zum 47. Mal machte sich die Dorfgemeinschaft daran, ihren Maibaum in die Höhe zu stemmen. Seit 1979, als der Stammtisch „Weiß-Blau“ den ersten Baum aufstellte, wird der Brauch Jahr für Jahr mit viel Herzblut fortgeführt. Und auch im Hinblick auf Sicherheit lässt man nichts anbrennen: Baumdiebe hatten, wie gewohnt, keine Chance.

Aufrichten mit vereinten Kräften

Mit vereinten Kräften und unter Einsatz der sogenannten „Schwalben“ – langen, paarweise verbundenen Holzstangen – wurde der rund 24 Meter hohe Baum schließlich Stück für Stück in die Senkrechte gebracht. Ein Kraftakt, der nur im Team gelingt – und bei dem jeder Handgriff sitzen muss.

Nach getaner Arbeit wurde es dann deutlich gemütlicher: Rund um eine große Feuerschale versammelten sich die Helfer und Gäste, um den erfolgreichen Tag gebührend zu feiern. Bis tief in die Nacht hinein wurde gelacht, angestoßen und die Gemeinschaft gepflegt.

Aus der Vogelperspektive. Foto: Gerhard Löckler
Beim Aufstellen. Foto: Gerhard Löckler
Maibaum steht. Foto: Gerhard Löckler

Maibrauch in weiteren Orten

Auch in Menzlas und Moos wurde der Maibaum mit viel Engagement und guter Laune aufgestellt. Und in Schlammersdorf selbst übernahm wie in den vergangenen Jahren die Feuerwehr das Kommando beim Aufrichten des Frühlingssymbols – zünftig und routiniert, wie man es kennt.

Grammer Solar
Grammer Solar

So zeigt sich einmal mehr: Der Maibaum ist nicht nur ein Zeichen des Frühlings, sondern vor allem ein Symbol für Zusammenhalt, Tatkraft und lebendige Dorfgemeinschaft.