Glaube und Brauchtum strahlen beim Nach-Fronleichnamsfest in Eslarn

Glaube und Brauchtum strahlen beim Nach-Fronleichnamsfest in Eslarn
Bunte Blumenarrangements, herrliche Außenaltäre und große Beteiligung als beeindruckendes Glaubenszeugnis beim Nach-Fronleichnamsfest.
Feierliche Messe und Prozession in Eslarn
Mit einer feierlichen Messfeier und anschließenden Prozession beging die Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach am Sonntag das traditionelle Nach-Fronleichnamsfest. Die große Beteiligung der Gläubigen, die prachtvollen Blumenteppiche und die festlich geschmückten Altäre machten den Herrgottstag zu einem eindrucksvollen Zeugnis lebendigen Glaubens und gelebter Tradition. Bereits am Vorabend kündigten Glocken vom Kirchturm und der traditionsreiche Zapfenstreich der Blaskapelle „Schlossberger“ das Fest an. Musikleiter Albert Grießl freute sich besonders darüber, dass diese in den vergangenen Jahren unterbrochene Tradition wiederbelebt werden konnte. Am Sonntagmorgen erinnerten die Schlossberger die Bevölkerung bereits um 6 Uhr mit ihrem musikalischen Weckruf an das „Fest des Leibes des Herrn“. Seit Generationen gehört dieser Brauch zum Fronleichnamsfest in Eslarn.
Vor dem Gottesdienst begleiteten die Musiker die Vereine und den Marktgemeinderat mit Bürgermeister Thomas Kleber zur Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Gemeinsam mit den Ministranten zog Pfarrer Udo Klösel, Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega, Gemeindereferent Benedikt Eckert und Diakon Herbert Sturm feierlich in die Pfarrkirche. Der Kirchenchor unter der Leitung von Organistin Martina Brenner gestaltete die Liturgie musikalisch.
Kirchenmusik und Predigt zum Nach-Fronleichnamsfest
Ein besonderer Blickfang vor dem Altar waren die von den Kommunionkindern in Pizzaschachteln gefasste und zu einem Blumenarrangement geformte Blumen. Am Altar stand in besonderen Holzhalterungen der prachtvolle, mit Gold und Stoffen verzierte Baldachin. In seiner Predigt erläuterte Pfarrer Klösel die zentrale Bedeutung des Fronleichnamsfestes für die katholische Kirche. Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi erinnere daran, dass Jesus Christus in den Gestalten von Brot und Wein mitten unter den Menschen gegenwärtig sei. Sichtbares Zeichen dieser Glaubensüberzeugung ist die feierliche Prozession mit der Monstranz durch die Straßen der Gemeinde.
Besonders eindrucksvoll präsentierte sich dabei der Prozessionsweg. Birken, Fahnen und festlich geschmückte Altäre säumten die Straßen. Die größte Aufmerksamkeit zogen jedoch die liebevoll gestalteten Altäre mit dem Blumenteppich des katholischen Frauenbundes auf sich. Aus unzähligen Blütenblättern, Gräsern und Naturmaterialien entstand ein farbenprächtiges Kunstwerk mit christlichen Symbolen und biblischen Motiven. Diese unterstrichen nicht nur die Bedeutung des Festtages, sondern zeigten auch das außergewöhnliche Engagement vieler Helferinnen und Helfer.
Prozession durch den Ort
Nach dem Gottesdienst setzte sich eine beeindruckend große Prozession in Bewegung. Ministranten mit dem Kreuz, Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Vereine, die Eslarner Blasmusik, der Kirchenchor, die Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte, die weiß gekleideten Kommunionkinder sowie zahlreiche Gläubige bildeten eine eindrucksvolle Glaubensgemeinschaft. Unter dem von Mitgliedern der Kolpingsfamilie getragenen Baldachin führten die Priester die Monstranz mit dem Allerheiligsten. Begleitet wurde sie von einer Abordnung der Feuerwehr unter Kommandant Georg Rauch. Die traditionelle Prozession führte zu vier festlich gestalteten Altären im Ortsgebiet.
Der erste Altar befand sich bei der Familie Forster-Kleber (Mathesen). Den zweiten Altar bei der Raiffeisenbank gestaltete der katholische Frauenbund mit einem besonders beeindruckenden Blumenteppich. Weitere Altäre standen bei der Familie Karl (Boderbeck) sowie bei Pauline Karl. An jeder Station wurde das Evangelium verkündet und der sakramentale Segen für die Menschen, die Heimatgemeinde, die Fluren und besonders für den Frieden erteilt. Die lateinischen Prozessionsgesänge des Kirchenchors unter der Leitung von Martina Brenner sowie die musikalische Begleitung der Eslarner Blaskapelle verliehen den Feierlichkeiten einen würdigen Rahmen. Für die Sicherheit entlang des Prozessionsweges sorgte die Freiwillige Feuerwehr unter der Leitung des Zweiten Kommandanten Markus Lehner.
Segen an vier Altären und Gemeinschaft in Eslarn
Das Nach-Fronleichnamsfest zeigte einmal mehr, wie eng in Eslarn Glaube und Brauchtum miteinander verbunden sind. Die kunstvollen Blumenteppiche, die festlich geschmückten Altäre und vor allem die große Zahl der Mitfeiernden machten den Herrgottstag auch Nach-Fronleichnam zu einem sichtbaren und beeindruckenden Zeugnis gelebten Glaubens.
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