Gwasch macht altes Ring-Kino zum Musiktempel
Gwasch macht altes Ring-Kino zum Musiktempel
Im alten Ring-Kino ging’s am Samstagabend richtig rund. Unter dem Dach der „Sünde“ gastierte das überregional bekannte Sing-Along-Duo “Gwasch” und machte das traditionsreiche Gebäude für ein paar Stunden zu einem Ort gemeinsamer Musik.
Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, mehr durften aus Sicherheitsgründen nicht hinein, der Saal war restlos ausverkauft. Auf der Bühne: Franzi Glaser und Jens Schmelzle, sie am Mikrofon, er an der Gitarre. Mehr brauchte es nicht, denn der eigentliche Star des Abends war das Publikum.
„Loamsiada“ als Vorgruppe und Pausenfüller gebucht
Als Vorgruppe war das Duo „Loamsiada“ mit dem Gitarristen Mo Ludl und dem Trompeter und Posaunisten Valentin Metzger am Start. Die boarische Combo präsentierte Auszüge ihres „Hebauf“-Programms. In der Pause durften die Zwei noch einmal ran.
Das „Gwasch“-Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Die Gäste wünschen sich die Songs, das Duo spielt sie und alle singen mit. Wer textsicher war, sang laut. Wer es nicht war, konnte die Texte mitlesen, ganz wie beim Karaoke. Niemand musste perfekt sein, niemand stand allein. Mitgrölen reichte, Hauptsache dabei.
„Africa“ und andere Gassenhauer
Gewünscht wurden vor allem deutschsprachige Gassenhauer, Lieder, die viele kennen und sofort mitsingen können. Aber auch internationale Klassiker fanden ihren Platz. Bei Toto’s „Africa“ war der ganze Saal gefordert, hohe wie tiefe Stimmen, nicht immer ganz treffsicher, dafür umso engagierter zu singen. Spätestens hier war klar: Schiefe Töne waren erlaubt, ja sogar willkommen.
Gespür für Stimmung
„Rampensau Franzi“ führte mit viel Gespür für Stimmung und einer Ladung Seifenblasen durch den Abend, plauderte mit dem Publikum, animierte, lachte und sang. Ihre Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch das Konzert: „Wichtig ist, dass wir es miteinander machen.“ Und genau das passierte. Aus vielen Einzelstimmen wurde eine große Chorgemeinschaft. Aber ganz anders als ein Fischer-Chor: Laut oder leise, richtig oder daneben: völlig egal.




