Heimatgefühle beim Neujahrskonzert in Pleystein
Heimatgefühle beim Neujahrskonzert in Pleystein
„Prosit Neujahr!“ Das heißt es in Pleystein nicht nur zum Jahreswechsel um Mitternacht, sondern am Nachmittag des Neujahrstags auch im Hotel „Regina“. Pünktlich um 16 Uhr überreichte die Stadtkapelle „Zwei Rosen“ und eröffnete musikalisch das Neujahrskonzert.
Dabei freute sich Markus Schulz über den guten Besuch, vor allem aber über die Tatsache, dass die Kapelle mit vielen jungen Leuten besetzt ist. „Da bin ich schon recht stolz“, stellte der Leiter fest und hob die Begeisterung aller Musiker hervor. Diese glänzten auch als Solisten, etwa Leonie Führnrohr bei „Brennende Herzen“ oder Lena Hartung und Laura Kick bei „Highland Cathedral“. Dieses Lied widmete die Stadtkapelle den Mitte 2021 innerhalb eines Monats verstorbenen Wirtsleuten Josef und Lieselotte Hartwig sowie Regina Hartwig, der Initiatorin des Neujahrskonzerts.
Als „Hommage an Ernst Mosch“ bezeichnete Schulz den „Bummelpetrus“, eine der ersten Aufnahmen der „Original Egerländer Musikanten“ um den legendären Orchesterchef. „Schöne Stunden mit Musik“ haben da längst begonnen. Das Stück zählte laut Schulz neben der „Pessimisten-Polka“ zum Stammrepertoire der Stadtkapelle. Außerdem beschrieben die Musiker „Goldene Zeiten“ und gaben die von Ladislav Kubeš komponierte „EllwangenPolka“ zum Besten. Nicht fehlen durfte mit der von Jaromír Vejvoda stammenden „Amsel-Polka“ eines der Lieblingslieder des Pleysteiner Orchester-Leiters.
Stücke aus Pleysteiner Feder
Die Antwort auf die Frage nach dem ersten Titel nach der Pause hatte Bürgermeister Rainer Rewitzer natürlich sofort parat: „Der Rainer-Marsch“. Damit war die Verbindung zu Pleystein endgültig hergestellt, erst recht mit der von Pascal Führnrohr – er zählt mit zu den Stützen der Stadtkapelle – komponierten „Bergfest-Polka“ und dem ebenfalls aus seiner Feder stammenden Stück „Heimatnah“. Dafür gab es vom begeisterten Publikum Extrabeifall. „Wir sind Musikanten“, „Auf der Vogelwiese“, die „Südböhmische Polka“ und „Böhmische Liebe“ waren weitere Beispiele für einfühlsame Walzer und schwungvolle Polkas. Da spielten die Musiker längst in Hochform und luden bei der „Kuschelpolka“ zum Zusammenrücken ein.
„Wir leben Blasmusik“ war ein weiterer Beweis. Nicht fehlen durften der 1943 von Johann Sax (1900 bis 1986) komponierte „Pleysteiner Marsch“. Da zeigten Bürgermeister Rewitzer und sein Amtsvorgänger Johann Walbrunn ihr Können als Dirigenten und Sänger und huldigten „Dem Land Pleystein“ nach der Melodie „Dem Land Tirol“ und dem von Margit Führnrohr stammenden Text ihrer Heimatstadt. Als letzte Zugabe folgte schließlich der „Böhmische Traum“.


