Klanginsel Speinshart mit Arcis-Saxophon-Quartett und Schlagzeuger Christian Benning
Klanginsel Speinshart mit Arcis-Saxophon-Quartett und Schlagzeuger Christian Benning
Transformation und Plattform nannte der Kulturpublizist Frank Piontek vor dem Beginn des Konzerts in Speinshart mit dem Arcis Saxophon Quartett und dem rhythmischen Genie des Perkussionisten Christian Benning dieses spezielle Format: Ein schräges Experiment in einer ungewöhnlichen Zusammensetzung der Instrumente, bei der jazziger Bläserklang einen wahren Sommersturm entfachte und eine Symphonie pochender Schlagwerkzeuge durch das barocke Gotteshaus rauschte.
Ungewöhnliche Symphonie mit Werken bedeutender Komponisten
Für das Saxophon-Quartett und Christian Benning war es ein Grand-Finale im Rahmen des Festivals. Während sich der Star-Perkussionist zunächst als Solist dem „Rebonds B“ den revolutionären Kompositionstechniken von Iannis Xenakis widmete, waren es für die jungen Preisträger des Arcis-Quartetts die Rhythmen aus Jean Francaix „Petit Quatouor pour saxophones“, die beeindruckten.
Die Spielfreude und die klangliche Perfektion der vier Musikerinnen und Musiker begeisterte schon das Publikum der Berliner Philharmonie und der Londoner Wigmore Hall. Schon seit ihrem Studium an der Münchner Musikhochschule brennen die vier für das Zusammenspiel im Quartett.
In Speinshart triumphierte das Ensemble gemeinsam mit dem Dachauer Percussionsvirtuosen in klanglicher Perfektion. Facettenreich waren die Glanzstücke ihres Repertoires und besondere Herausforderungen, die mit den Stücken „Le boeuf sur le tot“ (Der Ochse auf dem Dach), einer Orchesterphantasie von Darius Milhaud, „Villageoises“ von Fancis Poulenc und der „Suite aus Almez vous Brahms“ von Georges Auric frisch, witzig und temperamentvoll dem Pariser Charme der 1920er Jahre nachspürten.
Ein Konzert mit Klängen und Rhythmen voller Urgewalt
Bei diesem Instrumentarium mit Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxofon bildeten die Künstler Claus Hierluksch, Ricarda Fuss, Anna-Marie Schäfer und Jure Knez und dem Multi-Perkussionisten Christian Benning eine imponierende „Transformation“. Nach einer Zugabe belohnte das Publikum die Künstler mit stehenden Ovationen.
Viele der rund 150 Besucher nahmen die Einladung von Begegnungsstätten-Leiterin Elisabeth Fichtner zu einem anschließenden Plausch bei Klostersecco und Klosterbier gerne an.
Schon am Samstag gehts weiter…
Ein weiterer Höhepunkt des Speinsharter Konzertsommers folgt am Samstag. Bei einem Open Air gastiert im Innenhof des Klosters der Chor der Technischen Universität Lissabon. Der Konzerttitel: „Spirit of Portugal“.




