Mäc Härder sorgt im Kulturbahnhof für Lacher
Mäc Härder sorgt im Kulturbahnhof für Lacher
Was macht man eigentlich, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Für Mäc Härder ist die Antwort klar: „Endlich wieder sturmfreie Bude.“ Kein Bier und kein Rotwein müssen beim Fernsehen mehr versteckt werden, beim Urlaub braucht man nicht mehr auf die Schulferien zu achten. Dafür warten neue Fragen: „Besuche ich Neapel oder Nepal? Fahre ich nach Bayreuth oder nach Beirut?“ Oder wird die Alpenüberquerung mit dem Fahrrad, zu Fuß oder gleich auf einem Elefanten absolviert?
Gedankenspiele
Mit solchen Gedankenspielen nahm Härder sein Publikum am Samstagabend im „Kulturbahnhof Parapluie“ mit auf eine Reise durch die neu gewonnene Freiheit. Der Franke, der unter anderem als Entertainer auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs ist und sich sogar in Australien einen Gürtel für seine Anzughose gekauft hat, erzählte pointiert aus seinem neuen Lebensabschnitt.
Berufliche Widersprüche
Auch die Arbeitswelt bekam ihr Fett weg. „Lebe den Moment und gib gleichzeitig 200 Prozent und seid besser als eure Mitarbeitenden“. Härder machte die Widersprüche des Berufslebens sichtbar. Geld sei zwar nicht wichtig, „aber es hält die Beziehung zu den Kindern aufrecht“.
Fränkische Spitzen
Seinen Blick auf die Welt würzte der Kabarettist mit fränkischen Spitzen. „Österreich ist wie ein Känguru: Große Sprünge und nichts im Beutel.“ Und für Senioren gibt es beim Härder’schen Navigationssystem eine besondere Funktion: Es sagt nicht nur, wie weit das Ziel entfernt ist, sondern auch: „was du dort wolltest.“


