Mariachi und Blechbläser begeistern Speinshart

Mariachi und Blechbläser begeistern Speinshart
In der besonderen Atmosphäre der barocken Klosterkirche eröffnet sich zum Generalthema „RE-SONANZ“ des Festivals ein Fest der Begegnung und der musikalischen Vielfalt.
Wenn auf dem grünen Hügel in Bayreuth die Fanfaren zu den Wagner-Festspielen rufen, hört auch Speinshart mit. „Musik der Zukunft“ heißt es dann im Rahmen des traditionellen Speinsharter Musiksommers. Kloster und internationale Begegnungsstätte bieten dann eine einzigartige soziale und künstlerische Plattform der Begegnung. Als Lernort für interkulturelle Kompetenz wird Speinshart Gastgeber für den Künstlernachwuchs aus aller Welt.
Speinshart, ein strahlender Stern
Festival-Intendantin Sissy Thammer sprach deshalb auch bei der Begrüßung und der Moderation des folgenden Konzerts von einem Kulminationspunkt Speinshart, einem strahlenden Stern des ländlichen Raumes und einem Hort herzlicher Gastfreundschaft, die auch Bürgermeister Albert Nickl in seiner Eigenschaft als zweiter Vorsitzender des Fördervereins betonte: „Speinshart ist mit seinem zauberhaften Ambiente und der Internationalen Begegnungsstätte ein musikalisches Bindeglied in die sogenannte weite Welt“.
Diese Verbindung muss nicht „dröhnen“, um gehört zu werden. Es ist immer wieder bezaubernd, im barocken Kleinod der nördlichen Oberpfalz eine Musik zu vernehmen, die die Besuchermassen begeistert. Erst recht im „Hitzesommer 2026“ im wohltuend kühlen Kirchenraum der Klosterkirche, wie sich zum Abschlusskonzert zu Mariä Himmelfahrt herausstellen sollte. Eine perfekte Symbiose, die auch die „World & European Brass Association (WBA)“ schätzt. In Speinshart nutzten die Blechbläser des Festivals noch einmal die Gelegenheit, ihre erfolgversprechende Künstlerzukunft unter Beweis zu stellen.
Taktgeber Prof. Otto Sauter
Leidenschaftlich ging es zur Sache, aber auch weich und rund erklang es mit Unterstützung der Steinmeyer-Orgel, der Königin der Instrumente, in der Klosterkirche. Mit Taktgeber und Star-Trompeter Otto Sauter wurde der Empfang mit Henry Purcells „Trumpet Tune“ zu einem betörend schönen Klangerlebnis. Ein effektvoller Auftakt mit der kompletten Bläsergarde mit jungen Leuten aus den USA, Japan, Italien, Puerto Rico und so weiter. Gut gelaunt führte die Intendantin höchstpersönlich durch das weitere Programm.
Bunte musikalische Mischung
Vom Trost und innerem Frieden zeugte das tiefe Orgel-Choralvorspiel von Johann Sebastian Bachs „Ich ruf’ zu dir, Herr Jesu Christ“. Bach reinigt. Die Solo-Trompeter um Prof. Otto Sauter ergänzten diese Harmonie mit dem warmherzigen „Ave Maria“ von Giulio Caccini. Facettenreich folgte eine bunte Mischung mit Stücken weiterer berühmter Komponisten. So huldigten die Blechbläser und Organist Nicola Fratti mit dem „Concerto D-Dur-Allegro“, mit „Diamond Hands“ von Ricardo Mollá Albero, dem „Andante pour trompette“ von Saint-Preux, Händels „Menuett“ und der „Sonate“ von Heinrich Ignaz Franz Biber.
Klangbrücke nach Mexiko
Das Ensemble wanderte durch Zeiten und Kulturen bis zu einer Klangbrücke nach Mexiko. Aus dem Land der Azteken stammend und ergänzt von Musikern aus Kolumbien und Puerto Rico, begeisterten sie in Speinshart mit „Mariachi“. Es ist eine Musik mit zwei Trompetern und temperamentvollem Gesang, schmetternd und strahlend zugleich. Der emotionale Melodienreigen der Mariachi-Musiker unter Leitung von Carlos Avina wurde für die Besuchermassen in der überfüllten Klosterkirche zum feurigen Vergnügen und führte zu Standing Ovations. Momente, in denen die Leichtigkeit des Seins durch das Gotteshaus strömte. Bei so viel musikalischem Genuss war der stürmische Schlussbeifall des Publikums für das internationale Bläserensemble des Festivals junger Künstler wohlverdient. Viel Lebensfreude offenbarte sich auch in der anschließenden Begegnung im Innenhof des Klosters.
Zum Abschluss der Speinsharter Sommerkonzerte brillierte in der Klosterkirche Speinshart das Bläserensemble des Festivals junger Künstler Bayreuth.
Eine Mariachi-Gruppe zauberte traditionelle mexikanische Volksmusik in die Klosterkirche.
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