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ARV Oberpfalz
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Landratsamt stärkt Austausch mit jagdlicher Praxis in Neustadt

Neustadt/WN. Das Landratsamt hat am 6. Oktober 2026 Hegegemeinschaftsleiter und Jagdberater zum ersten Austausch geladen, um Hegeschauen, die neue Rehwild-Regelung und die digitale Streckenliste zu besprechen.

Neustadt/WN. Das Landratsamt hat am 6. Oktober 2026 Hegegemeinschaftsleiter und Jagdberater zum ersten Austausch geladen, um Hegeschauen, die neue Rehwild-Regelung und die digitale Streckenliste zu besprechen.
Foto: Landratsamt Neustadt a.d.Waldnaab / Marcel Weidner

Landratsamt stärkt Austausch mit jagdlicher Praxis in Neustadt

Den direkten Austausch zwischen Verwaltung und jagdlicher Praxis stärken und gemeinsam tragfähige Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickeln: Mit diesem Ziel hat das Landratsamt Neustadt/WN am 6. Oktober 2026 die Hegegemeinschaftsleiter und Jagdberater des Landkreises zu einer gemeinsamen Besprechung eingeladen.

Hegegemeinschaftsleiter und Jagdberater im Dialog

Die Hegegemeinschaftsleiter sind ehrenamtlich gewählte Vertreter aus den Reihen der Jagdausübungsberechtigten und bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen der Unteren Jagdbehörde und den Jagdrevieren vor Ort. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Koordinierung von Hegemaßnahmen, die Mitwirkung bei der Abschussplanung sowie bei den jährlichen Hegeschauen. Ergänzt wurde die Runde durch die Jagdberater des Landkreises, die ihre fachliche und praktische Erfahrung in den Austausch einbrachten.

Ziel des neu angestoßenen Formats ist es, die Zusammenarbeit zwischen Jagdbehörde und den Verantwortlichen vor Ort weiter zu verbessern. Dabei soll es ausdrücklich nicht bei einem einseitigen Vortrag der Verwaltung bleiben. Vielmehr sollen Erfahrungen aus der Praxis, offene Fragen und unterschiedliche Sichtweisen eingebracht und gemeinsam diskutiert werden.

Gemeinsame Lösungsfindung mit Praxisbezug

Landrat Andreas Meier begrüßte diesen Ansatz: „Die Hegegemeinschaftsleiter und unsere Jagdberater sind wichtige Bindeglieder zwischen Verwaltung und Praxis. Von einem offenen gegenseitigen Austausch können alle Seiten profitieren.“ Gerade vor dem Hintergrund der teilweise grundlegenden Veränderungen im Jagdrecht sei es wichtig, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die nicht nur den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, sondern auch in der Praxis funktionieren. „Deshalb soll dieser Termin keine einmalige Veranstaltung bleiben. Unser Ziel ist es, diesen Austausch zu verstetigen“, so Meier.

Im Mittelpunkt der Besprechung standen mehrere aktuelle Themen aus der jagdlichen Praxis. Dazu gehörte zunächst die Durchführung der Hegeschauen und die Frage, wie die Untere Jagdbehörde die Hegegemeinschaften hierbei künftig noch besser unterstützen kann.

Aktuelle Themen: Hegeschauen und Rehwild-Regelung

Intensiv behandelt wurde außerdem die seit April 2026 bestehende Möglichkeit, Rehwild unter bestimmten Voraussetzungen ohne behördlichen Abschussplan zu bejagen. Die gesetzliche Neuregelung stärkt die Verantwortung der Beteiligten vor Ort und führt zugleich zu neuen Fragestellungen für Jagdgenossenschaften, Eigenjagdbesitzer und Jagdausübungsberechtigte. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie mit den neuen Möglichkeiten im Landkreis umgegangen und der weitere Prozess seitens der Jagdbehörde begleitet werden kann.

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Ein weiterer Themenblock befasste sich mit der Entwicklung der Jagdstrecken. Hierfür hatte die Untere Jagdbehörde statistische Daten der vergangenen zehn Jahre aufbereitet. Gemeinsam mit den Jagdberatern wurden Entwicklungen und erkennbare Tendenzen betrachtet und fachlich eingeordnet.

Digitalisierung und weitere Fragestellungen

Auch die Digitalisierung spielte eine Rolle. Vorgestellt wurden Testzugänge für die elektronische Übermittlung der Streckenlisten. Das Verfahren soll zunächst gemeinsam mit freiwilligen Anwendern erprobt werden, um praktische Erfahrungen zu sammeln und mögliche Verbesserungen zu erkennen, bevor eine breitere Nutzung vorgesehen wird.

Daneben bestand Raum für weitere aktuelle Themen und Fragen aus der Praxis. Besprochen wurden unter anderem die staatliche Schwarzwildprämie, Entwicklungen im Waffenrecht und Fragen zur Führung der Streckenlisten.

Das Landratsamt wertet die erste gemeinsame Gesprächsrunde als wichtigen Schritt hin zu einer engeren Zusammenarbeit. Das Format soll künftig fortgeführt werden und den Beteiligten regelmäßig die Möglichkeit bieten, aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu besprechen, praktische Erfahrungen einzubringen und gemeinsam praxisgerechte Lösungen zu entwickeln.

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