Namenstag von Anna auf dem Berg und im Stadtpark gefeiert
Namenstag von Anna auf dem Berg und im Stadtpark gefeiert
Manchmal ist das Annafest etwas verfrüht, und manchmal auch ein paar Tage später. Heuer fiel der 26. Juli auf einen Sonntag. „Wir feiern das Annafest genau am Namenstag der heiligen Anna“, freute sich Stadtpfarrer Daniel Fenk nach dem Kirchenzug. Er feierte die heilige Messe mit Kaplan Naresh Manda und dem Ruhestandspfarrer Ludwig Gradl. Für Pfarrer Fenk gab es noch einen Grund zur Freude. Auf dem Altar steht die Figur der heiligen Anna, die ihm seine Großmutter zum zehnjährigen Priesterjubiläum schenkte.
Festprediger Kaplan Naresh Manda
Aber auch für Kaplan Naresh Manda war das Annafest etwas Besonderes, da er die Predigt hielt. „Für mich ist dieser Berg ein besonderer Ort. Ich bin schon oft auf den Annaberg hinaufgegangen – nicht nur zum Spazieren, sondern auch, um Ruhe zu finden“, verriet der Kaplan. Besonders gerne sitzt er an der Lourdesgrotte, denn dort wird sein Herz still und die Nähe Gottes spürbar.
Eine geistliche Botschaft
„Der Annaberg habe eine tiefe geistliche Botschaft. Oben auf dem Berg wird die heilige Anna, die Mutter Mariens verehrt und unten steht die Lourdesgrotte der Gottesmutter Maria“, so der Seelsorger. Dies sei kein Zufall. Es erinnere daran, dass der Glaube von Generation zu Generation weitergegeben wird. Anna erzog Maria im Glauben und Maria schenkte der Welt Jesus Christus.
Kinder lernen von Eltern und Großeltern
Die Eltern von Maria, Anna und Joachim seien keine berühmten Menschen gewesen. Aber sie haben ihre Tochter gelehrt, zu beten, Gott zu vertrauen und das Gute zu tun. Deshalb ist sich der Prediger sicher, dass der Glaube zu Hause beginnt. „Kinder lernen zuerst von ihren Eltern und Großeltern. Ein gutes Beispiel wirkt oft stärker, als viele Worte. Die Aufgabe besteht neben Ernährung und Versorgung, dass sie Liebe, Glauben und gute Worte schenken. Für die Kinder bleibt das vierte Gebot: „Du sollst Vater und Mutter ehren“, auch heute aktuell.Abschließend gab es noch eine kleine Geschichte, warum ein Mann jedes Jahr auf den Annaberg geht. Der Weg sei doch anstrengend. Die Antwort: „Der Weg nach oben kostet Kraft. Aber der Weg nach unten ist viel leichter – weil ich ein leichteres Herz habe.“
Großelterntag
Am Schluss des Festgottesdienstes wünschte Pfarrer Fenk den Großeltern alles Gute zu ihrem „Großelterntag“. Er bedankte sich bei den Vertretern der Stadt mit zweiten Bürgermeister Thomas Weiß und dritten Bürgermeister Thomas Schopf, den Stadträten und der Vereine, beim BRK, der Stadtkapelle und dem Chor „Ex Animo“, der unter der Leitung von Johanna Baumann für die musikalische Umrahmung sorgte sowie bei den vielen Mitfeiernden.
Feiern vor dem Kastenhaus
Danach wurde auf dem Festplatz vor dem Kastenhaus weiter gefeiert. Die Feuerwehr Grafenwöhr erfüllte die Essenswünsche mit Grillspezialitäten, Pommes und Kuchen. Für die passende Musik spielte zunächst die Stadtkapelle Grafenwöhr und später die Stadtkapelle Kemnath zünftig auf. Die Schülerjahrgänge 1949/50 sowie 1959/60 trafen sich beim Annafest. Bei ihnen ist es immerhin schon 70 beziehungsweise 60 Jahre her, dass sie eingeschult wurden.
Historische Stadtführung und Flohmarkt
Einige der Gäste nutzten auch das Angebot der Historischen Stadtführung. Christine Meinl vom Heimatverein Grafenwöhr erzählte viel Wissenswertes darüber. Die Vertreter der Katholischen Theatergruppe spielten lustige Szenen dazu. Auch beim Flohmarkt des Bürgervereins am Grafenwöhrther Platz und in einigen verkaufsoffenen Geschäften konnte man fündig werden. Das Annafest wurde am Abend mit einer stimmungsvollen Lichterprozession am Annaberg beendet.











