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Pfarrer Daniel Fenk: Was wir glauben – und warum

Grafenwöhr. Vor 1700 Jahren, im Jahr 325, fand in Nicäa (heute İznik in der Türkei) das erste Ökumenische Konzil der Kirchengeschichte statt. Dieses historische Ereignis prägt unseren Glauben bis heute, besonders durch das Glaubensbekenntnis, das dort seine Wurzeln hat.

Pfarrer Daniel Fenk: Was wir glauben – und warum

„Was wir glauben – und warum“, so lautete eine dreiteilige Vortragsreihe mit Pfarrer Daniel Fenk, bei der näher auf das Glaubensbekenntnis eingegangen wurde. Foto: Renate Gradl

Anlässlich dieses Jubiläums waren die Gläubigen zu einer dreiteiligen Vortragsreihe im Jugendheim eingeladen. Pfarrer Daniel Fenk beschäftigte sich beim ersten Teil der Vortragsreihe mit dem Konzil von Nicäa und seiner Bedeutung für unseren Glauben.

Warum sprechen wir das Glaubensbekenntnis ?

Im zweiten und dritten Teil ging es um das Glaubensbekenntnis, das die Gläubigen Sonntag für Sonntag gemeinsam sprechen. „Warum machen wir das eigentlich?“, fragte Pfarrer Fenk, der einen Vergleich zu einer Eheschließung zog. „Ein gemeinsames Bekenntnis gibt Halt und ist eine gemeinsame Basis, auf der wir aufbauen können. Damit wird deutlich, dass man zu einer großen Gemeinschaft gehört, mit dem Ziel, in die Beziehung zu Gott hineinzuwachsen.“ Fenk zitierte auch den Mönch Rufin von Aquileia, der sagte: „Das Glaubensbekenntnis ist kein Kampfesruf gegen den Feind, sondern die geheime Parole, an der sich gute Freunde wiedererkennen.“ Danach wurde das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ in seiner heutigen Form näher betrachtet. Pfarrer Fenk ging zunächst darauf ein, dass die Worte „Ich glaube“ mit den lateinischen Worten „cor dare – sein Herz geben“ zu tun haben. Wer das Glaubensbekenntnis betet, drückt damit sein tiefes Vertrauen in Gott aus.

Himmel, Hölle und Gericht

Im Anschluss daran wurde das Glaubensbekenntnis in seiner Dreiteilung näher betrachtet. Im ersten der drei Teile blickte Fenk zunächst auf Gott-Vater. Satz für Satz wurde dieser Teil eingehender unter die Lupe genommen, um die manchmal für heutige Ohren so fremd klingenden Worte zu verstehen. So auch mit dem zweiten Teil, der sich um Jesus Christus drehte. „Das ist der Kern unseres Glaubens“, sagte Pfarrer Fenk dazu. Dabei ging er detailliert auf den Tod und die Auferstehung Jesu ein. Die Auferstehung ist kein Traum der Jünger gewesen, sondern ein Ereignis, das die Welt umstülpte. Auch die Themen Himmel, Hölle und Gericht wurden eingehender betrachtet.

Stärkung durch den Heiligen Geist

Zum Schluss folgte der dritte Teil. Dabei verwies Pfarrer Fenk auf den Heiligen Geist, der die Gläubigen stärken will. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Begriff der katholischen Kirche, was „allumfassend“ bedeutet und damit beschreibt, dass die Kirche eine weltweite Kirche ist. Bei der Aussage „Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ zitierte Fenk den Psychiater Carl Gustav Jung, der gesagt hat: „Der Glaube an das ewige Leben tut der menschlichen Seele gut.“ Abschließend sagte Pfarrer Fenk zusammenfassend: „Beim Credo soll man spüren, dass die Welt des Glaubens gut tut und man eine Heimat darin finden kann.“ Die Teilnehmer dankten dem Referenten mit Applaus und waren abschließend eingeladen, Fragen zu stellen.

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