Pfarrfahrt führt 58 Teilnehmer aus Miesbrunn auf Wenzeslaus Spuren
Pfarrfahrt führt 58 Teilnehmer aus Miesbrunn auf Wenzeslaus Spuren

Im Jubiläumsjahr „700 Jahre Pfarrei Miesbrunn“ machte sich die Pfarrei am Sonntag, 16. August 2026, mit 58 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf den Weg nach Prag. Auch Gläubige aus Pleystein und Waidhaus schlossen sich der Tagesfahrt an. Unter dem Motto „Auf den Spuren des heiligen Wenzeslaus“ verband die Fahrt Glauben, Geschichte und Gemeinschaft.
Nach dem Gottesdienst in Miesbrunn und dem Zustieg weiterer Teilnehmer in Waidhaus ging es in die tschechische Hauptstadt. Begleitet wurde die Gruppe von Pfarrer Adam Karolczak und Pfarrpraktikant Steven Wucherpfennig. Die Reiseleitung lag in den Händen von Gabi und Dr. Karl-Heinz Preißer aus Luhe. Der Ein- und Ausstieg der Reisegruppe erfolgte am Strahov-Kloster. Von dort führte der Weg zu Fuß zur Prager Burg, wo die Teilnehmer zunächst den traditionellen Wachwechsel miterleben konnten. Anschließend stand die Besichtigung der Burganlage auf dem Programm. Die Gruppe besichtigte die Georgskirche, das Goldene Gässchen und den Alten Königspalast mit dem eindrucksvollen Vladislavsaal.
Veitsdom und Wenzelskapelle als Höhepunkte
Nach dem gemeinsamen Mittagessen unterhalb der Burg wurde die Besichtigung mit dem Besuch des Veitsdoms fortgesetzt. Ein besonderer Höhepunkt war die Wenzelskapelle mit dem Schrein des heiligen Wenzeslaus. Gerade für die Gläubigen aus Miesbrunn war dieser Ort von besonderer Bedeutung: Der heilige Wenzeslaus ist der Patron der dortigen Pfarrkirche. So wurde bei der Besichtigung in Prag eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Jubiläumsort Miesbrunn und dem historischen Zentrum der Wenzelsverehrung sichtbar.
Nach dem Aufenthalt auf der Prager Burg fuhr die Gruppe mit der Straßenbahn zur Karlsbrücke. Bei einem Rundgang über die berühmte Moldaubrücke konnten die Teilnehmer die zahlreichen Statuen bewundern, darunter auch die Darstellungen des heiligen Wenzeslaus und des heiligen Johannes Nepomuk. Von der Karlsbrücke ging es anschließend zu Fuß durch die Prager Innenstadt zum Wenzelsplatz, der gerade umfassend umgestaltet wird. Mit der Straßenbahn kehrte die Gruppe schließlich zum Strahov-Kloster zurück.
Gemeinsamer Ausklang in Beroun
Gegen 19 Uhr trat die Reisegruppe die Rückfahrt über Beroun an. Dort ließ man den ereignisreichen Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im „Glasscherbenviertel“ gemütlich ausklingen. Bei tschechischen Spezialitäten und einem kühlen Bier wurde die Gemeinschaft gepflegt und auf die vielfältigen Eindrücke des Tages zurückgeblickt.
Auch auf der anschließenden Heimfahrt blieb die Gemeinschaft lebendig. Gemeinsam sangen die Teilnehmer Marien- und Abendlieder sowie das „Te Deum“. Gegen 23 Uhr erreichte die Reisegruppe wieder die Heimat.
Bedeutung für die Pfarrei Miesbrunn
Die Pragfahrt bildete damit einen besonderen Höhepunkt im Jubiläumsjahr der 700-jährigen Pfarrei Miesbrunn. Sie bot nicht nur interessante Einblicke in die Geschichte Prags und die Verehrung des heiligen Wenzeslaus, sondern ließ den eigenen Pfarrpatron an bedeutenden Stätten seiner Verehrung lebendig werden. Zugleich stärkte die Fahrt die Gemeinschaft der Gläubigen über die Grenzen der eigenen Pfarrei hinaus.
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