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Premiere im Parapluie: Mäc Härder stellt sein neues Programm vor

Weiden. Mit "Ihr könnt mich alle gernhaben", begeisterte der fränkische Kabarettist Mäc Härder das Publikum im Weidener "Kulturbahnhof".

Premiere im Parapluie: Mäc Härder stellt sein neues Programm vor

Mäc Härder auf der Kulturbühne im Kulturbahnhof. Foto: Helmut Kunz
Mäc Härder auf der Kulturbühne im Kulturbahnhof. Foto: Helmut Kunz
Mäc Härder auf der Kulturbühne im Kulturbahnhof. Foto: Helmut Kunz

“Ihr könnt mich alle gernhaben.” Ein Motto, das den Nagel auf den Kopf trifft, das aber keine Drohung sein soll, sondern eine Einladung an die Zuschauer, gemeinsam einen humorvollen und beschwingten Abend zu genießen. Mäc Härder rückt der Wahrheit nämlich auf seine ganz eigene Art und Weise auf die Pelle. Wer in der ersten Reihe sitzt und auf großkarierte Oberhemden steht, den trifft’s mit voller Wucht.

“Der trägt’n Hemd, wo klar ist, das hat die Frau nicht ausgesucht.” Das Publikum brüllt. Aber bevor der Kerl einen roten Kopf kriegt, winkt Härder ab, bevor er noch eins drauf setzt. “Das ist gut, der hat seinen eigenen G’schmack, seinen eigenen Style. Das ist ein Siegertyp. Trags weiter, das wird irgendwann schon wieder modern.” Härder ist Franke und so was fällt einem Oberpfälzer sofort auf.

Sandkastenfreundin in der Wüste

Mit dem Schalk in den Augen, neuer Energie und sprudeliger Leichtigkeit schlägt er sich am Samstagabend auf der “Kulturbühne im Kulturbahnhof” durch den komplizierten Alltag. Wenn meine Raviolidose ein Haltbarkeitsdatum bis Oktober 2038 hat, wer wird dann älter: die kulinarische Köstlichkeit oder ich? Haben Kinder, die in der Wüste leben, auch eine Sandkastenfreundin? Wird das Internet wegen der asozialen Medien aufgelöst? Warum reden alle täglich übers Wetter, aber nur selten übers Klima?

Jonglage mit dem Klopapier

“Es gibt immer noch Leute, die gehen nicht weg, wegen Corona.” Klar, 2020 wollte keiner was von Corona wissen. Anfangs dachten alle, das sei weit weg in China. Dann hieß es plötzlich, es komme zu uns. “Die Franzosen haben Rotwein gekauft, die Amis Waffen. Und wir? Klopapier. Ich sag’s immer wieder: Jede Nation kauft ihren eigenen Scheiß.”

Spricht’s aus und jongliert geschickt mit den Restbeständen seines Klopapiers. Ein Gutes hatte Corona: “Die Männer hatten endlich gelernt, sich die Hände zu waschen.” “Und junge, hübsche Kellnerinnen wollten meine Telefonnummer.” Überraschenderweise habe nie eine zurückgerufen. Härders Synonym für Home Office? “Kühlschranknahes Arbeiten.”

Härder, der Franke

Härder ist einer, der nie ein falsches Alter angibt, nur manchmal eins von früher. Sein Programm, das im “Parapluie” Premiere feiert, soll auch keine Drohung sein, sondern eine Einladung an die Zuschauer, gemeinsam einen humorvollen und beschwingten Abend zu genießen. Frei nach der Devise “Was der Arzt ist für die Kranken, das ist Mäc Härder für die Franken.”

Spedition Wagner
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