Sparda-Bank-Kunstpreis: Ausstellung in Amberg eröffnet
Sparda-Bank-Kunstpreis: Ausstellung in Amberg eröffnet
Sie haben es im vergangenen Jahr gewagt, sich beim Sparda-Bank-Kunstpreis Amberg zu bewerben und gegen zahlreiche Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt. Theresa Eberl, LEITI und Luis Weiland heißen die Gewinnerin und Gewinner, die im Jahr 2025 von der Jury ausgewählt wurden und aktuell ihre Werke in einer Gruppenausstellung in der Amberger Stadtgalerie ALTE FEUERWACHE zeigen.
Voraussetzung für die Einreichung einer Bewerbung zum Sparda-Bank-Kunstpreis Amberg ist eine Verbindung durch Leben oder Werk zu Ostbayern. Alle drei haben diese Voraussetzung erfüllt und sich im letzten Herbst erstmals in der Stadtgalerie getroffen, um gemeinsam ihre Gruppenausstellung zu planen. Gar nicht so einfach, denn Theresa Eberl arbeitet nach ihrem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg in Regensburg, Luis Weiland studiert an der Akademie der Bildenden Künste in München und LEITI lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Berlin.
Die große räumliche Distanz wurde durch digitalen Austausch überbrückt, und schließlich wurde Ende April eine klar strukturierte Ausstellung eröffnet, die neben Gemälden auch Glaskunst und ein Leuchtobjekt umfasst.
Minimalismus bei LEITI
Grafisch geprägte Großformate zeigt LEITI, der mit bürgerlichem Namen Stefan Leitner heißt, 1996 in Amberg geboren wurde und nach seinem Grafikdesign-Studium in London mittlerweile in Berlin lebt. Seine Arbeiten sind international in privaten Sammlungen vertreten. Geprägt von der Skatekultur und der Urban-Art-Szene verbindet LEITIs Kunst Minimalismus mit Spontanität und Klarheit.
„Die Werke bewegen sich zwischen Form und Auflösung, Licht und Schatten. Kunst entsteht erst im Dialog. Sie soll zugänglich sein, Raum für eigene Interpretation lassen und erst durch die Wahrnehmung des Betrachters ihre Vollendung finden. Genau wie das Leben selbst.“ – so LEITI.
Nach längerem Hinsehen wird klar: Es sind nicht nur rein geometrische Formen oder Symbole, die LEITI präsentiert; dafür muss man sich etwas Zeit nehmen und die Motive wirken lassen. Sehen Sie es auch?
Figuration und Abstraktion bei Theresa Eberl
Theresa Eberl studierte Kunstpädagogik mit einem Schwerpunkt auf Malerei und ist aktuell mitten in ihrem Referendariat für Kunst an Gymnasien. Neben den in der Ausstellung zu sehenden, durchaus seriell wirkenden Gemälden konzipiert sie immer wieder auch Installationen, die ihre Kunst in den Raum bringen. Ihre Arbeiten liegen zwischen Figuration und Abstraktion, wobei die farbintensiven Bilder stets in surrealen Räumen entstehen. Es sind Formen von Pflanzen, Tieren oder Körpern erkennbar. Ebenso erscheinen sich wiederholende Strukturen, Spiegelungen und Raster.
Theresa Eberl meint dazu: „So entsteht eine Zwischenwelt, in der analoge und digitale Bildwelten zusammenfinden und sichtbar werden.“
Fragilität bei Luis Weiland
Im Vergleich dazu überaus fragil erscheinen die Glasarbeiten von Luis Weiland, denen man sich andächtig nähert. Zarte Gerippe, die sich umarmen, auf einem Klavier sitzen oder gebeugt erscheinen, bringen einen zum Nachdenken. Seine Werke schaffen eine Verbindung zu der in Ostbayern intensiv verankerten Glasmachertradition. Weiland hat jedoch dahingehend keine klassische Glasmacherausbildung genossen, sondern sich die Kunst selbst angeeignet. Seinen künstlerischen Ursprung hat er in der Malerei, wobei er mittlerweile mit Glas und Bronze arbeitet. Die Glasfiguren fertigt er zum Beispiel im Lampworking-Verfahren.
„Ich verstehe meine Kunst als einen offenen, inneren Prozess – einen, der meine Gedankenvorgänge, Erfahrungen und Fortschritte offenbart und zum zeitgenössischen Diskurs beitragen möchte.“ – so Luis Weiland.
Inspiration für seine Werke kommt immer wieder aus Büchern, Interviews oder „Momenten innerer Stille“. Während sich seine aktuellen Arbeiten von figürlichen Formen zunehmend hin zur Abstraktion weiterentwickeln, gibt es für die Zukunft konkrete Pläne. Die Skulpturen sollen in Wasser und Licht eingebettet werden.
Urkundenübergabe und viel Lob
Bei der Ausstellungseröffnung war der Vorsitzende der Sparda-Bank-Ostbayern eG, Michael Gruber, aus Regensburg angereist und, ebenso wie seine Kollegin Sabine Seberak, Leiterin der Amberger Sparda-Bank-Filiale, voll des Lobes. Er freute sich, dass mit dem Sparda-Bank-Kunstpreis Amberg eine wertvolle finanzielle Unterstützung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern geleistet werden kann. Er überreichte die großen Gewinnerschecks im Wert von jeweils 2.000 €.
Ausstellungs- und Öffnungszeiten
Die Ausstellung der Sparda-Bank-Kunstpreisträgerinnen und -Preisträger ist noch bis zum 12. Juli zu sehen.
Geöffnet ist die Stadtgalerie dienstags bis freitags von 11 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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