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Stadtbühne Vohenstrauß begeistert mit Premiere von Der Geisterbräu – Auftakt des Kultursommers

Vohenstrauß. Die Stadtbühne eröffnet den Kultursommer im Schlossgarten mit der Premiere von "Der Geisterbräu". Der Samstagabend machte deutlich, dass hier ein Theatererlebnis wartet, das weit über einen gewöhnlichen Besuch hinausgeht.

Vohenstrauß. Die Stadtbühne eröffnet den Kultursommer im Schlossgarten mit der Premiere von "Der Geisterbräu". Der Samstagabend machte deutlich, dass hier ein Theatererlebnis wartet, das weit über einen gewöhnlichen Besuch hinausgeht.
Ein Kongeniales Duo. Gerhard Wölfel (links) als Schäfer Sixtus und Gerhard Kühner (rechts) als Totengräber Geistbeck. Foto: Stadtbühne

Stadtbühne Vohenstrauß begeistert mit Premiere von Der Geisterbräu – Auftakt des Kultursommers

Mit „Der Geisterbräu“ bringt die Stadtbühne Vohenstrauß ein Stück auf die Bühne, das genau den Ton trifft, den sich das Publikum für einen Sommerabend im Schlossgarten wünscht: humorvoll, lebendig, herzlich und voller Atmosphäre. Wer stimmungsvolles Freilichttheater mit Charme, Witz und echter Spielfreude liebt, sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen.

Gerade im Neustart zeigt die Stadtbühne eindrucksvoll, was in ihr steckt. Die Inszenierung wirkt frisch und mit viel Gespür für Wirkung gebaut. Es ist ein Abend, der vom ersten Moment an trägt: Die Figuren sind klar gezeichnet und Regisseur Johannes Pausch gelingt eine hervorragende Besetzung. Man spürt in jeder Szene, dass hier mit Leidenschaft und Freude am Theater gearbeitet wurde.

Spielfreude und feines Timing überzeugen

Besonders stark ist die Spielfreude, mit der das Ensemble das Publikum mitnimmt. Die Darstellerinnen und Darsteller geben ihren Figuren nicht nur Profil, sondern auch Herz, Tempo und Esprit. Dadurch entsteht ein Abend, der nicht einfach nur erzählt wird, sondern wirklich lebt. Neben vielen komischen Momenten, die man von einem Volksstück erwartet, trifft das Ensemble auch die leisen Töne und erzählt die Geschichte des „Geisterbräus“ mit viel Einfühlungsvermögen und einem Gespür für das richtige Timing.

Schauspielerisch bietet „Der Geisterbräu“ viele starke Momente. Gerhard Kühner als Totengräber Geistbeck und Gerhard Wölfel als Schäfer Sixtus sorgen mit ihrem Zusammenspiel für herrlich pointierte Szenen voller Wortwitz und Bühnenpräsenz. Bereits zu Beginn des Stückes zeigt Verena Pausch als Lola Sparisti Temperament und Ausdruckskraft, wenn sie als Liebhaberin des verstorbenen Unterbräu die Trauergesellschaft mächtig durcheinanderwirbelt. Stefan und Carmen Puhane überzeugen in ihren Rollen als Braumeister und Witwe Wally Bogenrieder auf ganzer Linie. So wirkt das Spiel niemals zu laut, sondern trifft stets genau den richtigen Ton und die richtige Mischung aus Witz und schauspielerischem Anspruch. Das gesamte Ensemble agiert mit einer Selbstverständlichkeit, die dem Abend Leichtigkeit und Qualität zugleich verleiht. Mehr als 20 Darstellerinnen und Darsteller stehen an diesem Abend auf der Bühne.

Stimmiges Bühnenbild und liebevolle Details

Ein echter Blickfang ist das Bühnenbild von Hildegard Schmucker, das die Geschichte atmosphärisch einrahmt und den Schlossgarten in eine ganz eigene Theaterwelt verwandelt. Die Ausstattung und Requisiten von Daniel Retzer setzen dazu viele liebevolle Details, die das Geschehen zusätzlich zum Leben erwecken. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das nicht nur schön anzusehen ist, sondern den Abend spürbar aufwertet.

Hinzu kommt der beeindruckende technische Aufwand, der hinter dieser Produktion steht. Dass das gesamte Setting des Kultursommers so reibungslos funktioniert, ist auch dem Einsatz der Technik-Crew um Florian Mittelmeier, Thomas Grundler, Clemens Süß und Maximilian Süß zu verdanken. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass die Inszenierung genau die Wirkung entfalten kann, die sie verdient.

Witron Zoiglbrotzeit
Witron Zoiglbrotzeit

Bewusste Programmwahl und starke Unterstützung

„Der Geisterbräu“ ist damit mehr als nur ein weiterer Theaterabend von vielen. Es ist eine Produktion, die mit Herz, Witz und Qualität überzeugt. Die Stadtbühne Vohenstrauß setzt bewusst auf wenige Inszenierungen in dieser ersten Spielzeit des Vohenstraußer Kultursommers. Insgesamt stehen zwei Produktionen auf dem Spielplan. Neben dem Geisterbräu wird am 11. Juli die Familienproduktion „Rapunzel“ Premiere feiern.

„Solch aufwendige Inszenierungen brauchen Zeit. Die Probenzeit für die beiden Produktionen des Kultursommers ist enorm“, sagt Johannes Pausch, künstlerischer Leiter und erster Vorsitzender der Stadtbühne Vohenstrauß. Gutes Theater lebe von den Details, so Pausch weiter, und diese bräuchten Zeit, um ausgearbeitet zu werden. Der feste Spielort im Schlossgarten biete zudem die Möglichkeit, die Bühnenbilder entsprechend aufwendig zu gestalten, da ein ständiger Kulissenwechsel nicht notwendig ist.

Rückenwind aus der Stadt

Ein Konzept, das aufzugehen scheint, auch wenn dadurch die Förderkriterien des neu gegründeten Zweckverbands „Neue Bühne Oberpfalz“ nicht erfüllt werden können. Dafür unterstützt die Stadt Vohenstrauß den Neuanfang der Stadtbühne. Dies stellte auch der zweite Bürgermeister der Stadt bei seiner Ansprache an das Premierenpublikum noch einmal heraus. Die Stadt Vohenstrauß steht hinter dem Konzept und hinter ihrer Stadtbühne. Und die Premierengäste freuten sich, dass die Stadtbühne Vohenstrauß wieder zu neuem Leben erwacht ist.

Wer sich einen unterhaltsamen, stimmungsvollen und rundum gelungenen Abend sichern möchte, sollte sich die Aufführungen des Kultursommers nicht entgehen lassen. Karten und Informationen zu den Produktionen sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Termine von „Der Geisterbräu“ und „Rapunzel“

Weitere Termine „Der Geisterbräu“:

Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni

Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni

Weitere Termine im Kultursommer:

Rapunzel: ab 11. Juli bis 26. Juli im Schlossgarten

Regisseur Johannes Pausch steht in einer kleineren Nebenrolle auch selbst auf der Bühne. Foto: Stadtbühne
Carmen Puhane überzeigt als Wally Bogenrieder. Hier im Austausch mit einem ihrer Verehrer: Holger Popp als Gymnasiallehrer Eichinger. Foto: Stadtbühne
Ein Kongeniales Duo. Gerhard Wölfel (links) als Schäfer Sixtus und Gerhard Kühner (rechts) als Totengräber Geistbeck. Foto: Stadtbühne
Stefan Puhane trifft als Braumeister auch die leiseren Töne im humorvollem Volksstück-Klassiker „Der Geisterbräu“. Foto: Stadtbühne
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