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Stadtführung mit Pfalzgrafen und Prinzessin in Burglengenfeld

Burglengenfeld. Am Ostermontag, 6. April 2026, lädt Dr. Margit Berwing-Wittl zur Erlebnis-Stadtführung mit den Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp sowie Prinzessin Mary ein. Start ist um 15 Uhr am Oberpfälzer Volkskundemuseum.

Burglengenfeld. Am Ostermontag, 6. April 2026, lädt Dr. Margit Berwing-Wittl zur Erlebnis-Stadtführung mit den Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp sowie Prinzessin Mary ein. Start ist um 15 Uhr am Oberpfälzer Volkskundemuseum.
Die englische Prinzessin Mary mit den neuburgischen Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp am Georgsbrunnen. Foto: Dr. Margit Berwing-Wittl

Stadtführung mit Pfalzgrafen und Prinzessin in Burglengenfeld

Erlebnis-Stadtführung in Burglengenfeld mit fürstlichen Gästen am Ostermontag, 6. April 2026: „Mit den Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp und Prinzessin Mary unterwegs“. Am Ostermontag ist fürstlicher Besuch zu Gast in Burglengenfeld!

Fürstlicher Besuch in Burglengenfeld: Stadtführung am Ostermontag

Am 6. April 2026 werden die neuburgischen Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp interessierten Gästen bei einer Führung ihre Residenzstadt Lengenfeld präsentieren. Zusammen mit der englischen Prinzessin Mary I. Tudor werden sie mit Stadtführerin Dr. Margit Berwing-Wittl Plätze und Bauwerke aufsuchen, die von der engen Beziehung zwischen der Hauptstadt Neuburg an der Donau und der Residenz Lengenfeld in der Oberen Pfalz seit Anfang des 16. Jahrhunderts Zeugnis abgeben.

Anfang Juni 1522 tagte der 5. Neuburger Ständetag auf der Burglengenfelder Burg und erklärte bei dieser Gelegenheit die beiden jungen Pfalzgrafen Ottheinrich (geb. 1502) und Philipp (geb. 1503) für volljährig und damit für regierungsfähig. Das war für die damalige Zeit ein bahnbrechendes politisches und gesellschaftliches Ereignis: Als Repräsentanten des neu geschaffenen Fürstentums Pfalz-Neuburg waren die Brüder Landesherren im Auftrag des Kaisers – „Pfalzgrafen bey Rhein“ – und gleichberechtigte Feudalherren neben Königen, Erzbischöfen und Fürsten im ganzen territorial zersplitterten „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“.

Historischer Hintergrund und Bedeutung Lengenfelds

Dr. Margit Berwing-Wittl, ehemalige Leiterin des Oberpfälzer Volkskundemuseums, erläutert anhand der erhaltenen Renaissancegebäude und der Spuren, die aus der Pfalzgrafenzeit bis heute im Stadtbild erhalten sind, welche große Bedeutung die Residenz Lengenfeld in der Jungen oder Oberen Pfalz damals hatte und wie sich dadurch das Leben der Untertanen verändert hat.

Begleitet wird sie von den zwei Pfalzgrafen Ottheinrich (gespielt von Michael Chwatal) und Philipp (gespielt von Dr. Florian Bitterer), die aus ihrem Leben erzählen und dabei auch nicht verschweigen werden, dass sie durch feudalen Prunk und militärische Wagnisse ihr Fürstentum an den Rand des finanziellen Ruins brachten, zugleich aber „modern“ dachten und für ihre Untertanen bedeutende gesellschaftliche Neuerungen schufen, wie etwa die Einführung der Reformation in den Kirchen mit Predigten und Gesang in deutscher Sprache.

Pfalzgrafen im Porträt: Ottheinrich und Philipp

So prachtvoll das Leben von Pfalzgraf Ottheinrich (Wahlspruch „Mit der Zeyt“) war, der am Ende seines Lebens sogar Kurfürst in Heidelberg wurde, so tragisch verlief Philipps Schicksal (Wahlspruch „Nichts unversucht“), der trotz bester Ausbildung kein persönliches Glück und auch keine eigene Herrschaft finden konnte. Beispielhaft dafür sind seine vielen gescheiterten Heiratsprojekte an allen wichtigen Adelshöfen Europas.

Spedition Wagner
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Prinzessin Mary I. von England (1516–1558), Tochter von König Heinrich VIII. (der unter dem Schreckensnamen „Blaubart“ berüchtigt war), begleitet die beiden Fürsten auf ihrem Rundgang durch Burglengenfeld und wird erklären, an welchen Hindernissen die Eheschließung mit Philipp schließlich scheiterte. Sie ging als „Maria die Katholische“ (oder auch „Bloody Mary“) in die Geschichte ein. Die Prinzessin wird von Patricia Eichinger, geb. Biersack, dargestellt, die auch die wundervollen originalgetreuen Kostüme geschneidert hat.

Renaissance-Themen der Führung

Architektur und Kunst der Renaissancezeit und vor allem auch die Fortschritte, die sich im Lauf des 16. Jahrhunderts durch neue fortschrittliche Ideen, durch die Förderung von Wissenschaft, Musik und Literatur und auch durch ausgedehnte Forschungsreisen bis nach Südamerika entwickelten, werden im Rahmen der Erlebnisführung erläutert.

Die Führung beginnt am Ostermontag, 6. April 2026 um 15 Uhr am Parkplatz des Oberpfälzer Volkskundemuseums und dauert circa eineinhalb Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene zehn Euro, für Kinder bis zwölf Jahre drei Euro.

Termin, Treffpunkt und Anmeldung

Um Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 261-B1102-STD bei der Volkshochschule im Städtedreieck wird gebeten: Tel. 09471 – 30 22 333 oder per E-Mail: info@vhs-staedtedreieck.de