Tag des offenen Denkmals in St. Sebastian in Weiden

Tag des offenen Denkmals in St. Sebastian in Weiden
Gastbeitrag von: Herbert Baumann
Nach der Begrüßung durch Stadtpfarrer Markus Schmid zeigte Malermeister Norbert Ringer den Interessierten die Heiligenfiguren aus nächster Nähe. So führte er aus, dass der Evangelist Lukas der Patron der Maler und Lackierer ist, weil er erstmals ein Bild der Gottesmutter gemalt und mit seinem Evangelium der Botschaft Jesu Gestalt gegeben hat. In der Kirche ist er mit Malerfeder und Buch dargestellt. Die 18 Zunftheiligen wurden durch die Initiative des Oberpfälzer Handwerkerbundes seit 1960 in Südtirol gefertigt, von Kreisobermeister Johann Hagn mit den Symbolen der Innungen graviert und an den Wangen der Kirchenbänke sicher befestigt.
Heilige der Zunftstangen im Fokus
Herbert Baumann führte aus, dass sich, abgehoben links, eigens beleuchtet, eine alte Vortragestange befindet. Es handelt sich um das Pilgerbild der viertägigen Fußwallfahrt zu Pfingsten nach Maria Kulm. Dargestellt ist unter einem Baldachin die Gottesmutter mit dem Jesuskind, eine Abbildung des Gnadenbildes. An der Konsole ist der Fleischhauer mit seinem Hund zu sehen, der bei einer Rast seinen Namen hört und das verloren geglaubte Marienbild findet. Dies führte zum Bau der böhmischen Wallfahrtskirche. Bei der Entrümpelung für die neue Orgel wurde dieses Zeichen der jahrhundertelangen Glaubensverbindung zum Nachbarland durch Stadtpfarrmesner Werner Wilzek aus dem Abfallcontainer gerettet.
Musikalische Umrahmung und Applaus
Die Stunde wurde mit Querflöte von Alexandra Reger und Orgel mit Stefan Schultes umrahmt. Die vielen Zuhörer dankten für die Ausführungen mit langem Applaus.
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