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Vortrag über Baracken beleuchtet Zeitgeschichte in Eschenbach

Eschenbach i.d.OPf. Im Museum Beim Taubnschuster läuft die Schau Barackenleben zur Geschichte von Lager und Flucht. Am Montag, 30. Juni, 19 Uhr spricht Dr. Lorenz Burger über Baracken; der Eintritt ist frei.

Eschenbach i.d.OPf. Im Museum Beim Taubnschuster läuft die Schau Barackenleben zur Geschichte von Lager und Flucht. Am Montag, 30. Juni, 19 Uhr spricht Dr. Lorenz Burger über Baracken; der Eintritt ist frei.
Das Bild zeigt Baracken des ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers in Eschenbach. Foto: Heimatverein Eschenbach

Vortrag über Baracken beleuchtet Zeitgeschichte in Eschenbach

Gastbeitrag von: Gregor Forster

Im Museum „Beim Taubnschuster“ in Eschenbach ist derzeit die Ausstellung „Barackenleben“ zur Geschichte des Reichsarbeitsdienstlagers und des späteren Flüchtlingslagers in Eschenbach zu sehen. Begleitend zu dieser Ausstellung findet am Montag, 30. Juni, um 19 Uhr ein Vortrag von Dr. Lorenz Burger zum Thema „Baracken“ statt.

Begleitvortrag zur Ausstellung „Barackenleben“

Baracken zählen zu den prägenden Bauformen des 20. Jahrhunderts. Sie dienten als Unterkünfte, Lazarette, Lager oder Notwohnungen und stehen heute als historische Zeugnisse für Krieg, Diktatur, Flucht und Neubeginn. Ausgangspunkt des Vortrags ist die Geschichte des ehemaligen Reichsarbeitsdienstlagers in Eschenbach, dessen Erscheinungsbild maßgeblich durch Baracken geprägt war.

Derartige Bauten existierten bereits lange vor der Zeit des Nationalsozialismus und wurden in verschiedenen Kriegen etwa als mobile Krankenhäuser oder Gefangenenlager genutzt. Während der NS-Diktatur entstanden unzählige Barackenlager. Heute verbindet man diese Bauform häufig mit den Verbrechen der Konzentrationslager, etwa in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, oder mit den Unterkünften ausländischer Zwangsarbeiter.

Baracken: Funktion, Flexibilität und Einsatz im Reichsarbeitsdienst

Für den Reichsarbeitsdienst eigneten sich Baracken besonders, da sie kostengünstig errichtet werden konnten und zugleich flexibel einsetzbar waren. Aufgrund ihrer Bauweise ließen sie sich schnell abbauen und an andere Standorte transportieren. Selbst Module für Stromversorgung, Wasseraufbereitung, Heizung oder Küchenbetrieb waren transportabel konzipiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Baracken weiter genutzt. In einer Zeit großer Wohnungsnot entstanden daraus Wohnungen, Schulen oder Krankenstationen. Auch in der Oberpfalz prägten sie noch über Jahre hinweg das Bild der Nachkriegszeit.

Baracken als Zeitzeugen und museale Erinnerungsorte

Heute gelten erhaltene Baracken als bedeutende bauhistorische Zeugnisse der Zeitgeschichte. Museen und Freilandanlagen informieren über ihre vielfältige Nutzung und bewahren diese Erinnerungsorte für kommende Generationen.

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Der Vortrag von Dr. Lorenz Burger beleuchtet die Geschichte dieser besonderen Bauform sowie ihre Bedeutung für die regionale und deutsche Zeitgeschichte. Der Eintritt ist frei.

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