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Vortrag zu Prechtls Isar-Plakat im Stadtmuseum Amberg

Amberg. Das Stadtmuseum lädt am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 18.30 Uhr zum Vortrag über Michael Mathias Prechtls Plakat „Die Isar – Ein Lebenslauf“ von 1983 mit Charlotte von Schelling ein. Eintritt frei, Anmeldung nötig.

Vortrag zu Prechtls Isar-Plakat im Stadtmuseum Amberg

Blick in Die Dauerausstellung mit rund 100 Plakaten von Michael Mathias Prechtl. Foto: Wolfgang Steinbacher
Michael Mathias Prechtls Plakat „Die Isar – ein Lebenslauf“. Foto: Stadtmuseum Amberg

Michael Mathias Prechtl, ein inhaltlich und medial unglaublich versierter und vielseitiger Künstler, hinterließ ein mannigfaltiges Portfolio an Gemälden, Zeichnungen, Lithografien, Illustrationen und Keramikwerken. Doch insbesondere in den 1980er-Jahren sollte er sich deutschlandweit einen Namen als Plakatkünstler machen.

Wie kaum ein anderer aus Ostbayern stammender Künstler provozierte Prechtl mit seinen Plakaten weit über seine bayerische Heimat hinaus – das Plakat diente ihm als ein Medium, mit dem er für seine Kunst eine exzeptionelle Breitenwirkung in der Öffentlichkeit erzielen konnte. Seine typisch kritische Denkweise sowie seine individuelle Interpretation der (Zeit-)Geschichte konnte er so einem breiten Publikum im öffentlichen Raum zugänglich machen.

Plakat im Fokus

Die Kunsthistorikerin und gebürtige Regensburgerin Charlotte von Schelling schrieb bereits mehrere Aufsätze zum Werk des Amberger-Nürnberger Künstlers Michael Mathias Prechtl und beschäftigte sich eingehend mit seinem Plakatschaffen.

Am Beispiel eines seiner bekanntesten Plakate, des für die Ausstellung „Die Isar – Ein Lebenslauf“ von 1983 (im Auftrag des Münchner Stadtmuseums), legt sie dar: Wie wurden aktuelles Zeitgeschehen und zugleich historische Einflüsse, wie die Rezeption von Werken der Alten Meister, von Prechtl zur Schaffung neuer Bildwelten verknüpft, die einen Einblick in soziokulturelle Entwicklungen geben und – in Teilen – vielleicht sogar Aspekte der Mentalitätsgeschichte seiner Zeit beleuchten, dabei aber gleichzeitig auch immer Ausdruck seiner gänzlich individuellen Wahrnehmung und Interpretation des Weltgeschehens vor dem Hintergrund seiner umfassenden kulturhistorischen Bildung sind?

Aufgrund der beschränkten Platzanzahl wird um Anmeldung im Stadtmuseum Amberg unter der Telefonnummer 09621 / 101284 gebeten.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. 15 Minuten vor Vortragsbeginn ist die Sonderausstellung für einen Kurzbesuch zugänglich.

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