Zünftige Wirtshausmusi bei den Kleintierzüchtern
Zünftige Wirtshausmusi bei den Kleintierzüchtern
Traditionell, lustig, spritzig und temperamentvoll klingt es wieder aus den wenig verbliebenen Wirtshäusern. Wirtshausmusikanten sorgen dafür, dass eine zünftige bayerische „Musi“ wieder in die Gasthöfe und Wirtschaften Einkehr hält.
Urige, bayerische Volksmusik
Wer schon einmal dabei war, wird dann wiederkommen, um die einmalige Stimmung zu genießen. In Tremmersdorf nutzt der Kleintierzuchtverein diesen neuen Trend zu gemütlichen und originellen Abenden. Christian Edl, einer der Initiatoren und Küchenchef des Züchterheims, fördert diese Entwicklung nach Kräften. Wer in die Wirtsstube kommt, entdeckt gut positioniert eine Teufelsgeige, ein Erbstück von Bruno Primann. Ein Lärminstrument, das zur Volksmusik gehört und das Lokal des Züchterheims als urigen Ort bayerischer Volksmusik ausweist.
Ohne Noten und Vorgaben
Seit rund einem Jahr treffen sich nun Musikanten aus der Region und aus dem Fränkischen jeden ersten Samstagabend im Monat im Gastraum der Kleintierzüchter, um ohne Bühne und ohne Eintritt in geselliger Runde und in verschiedenen Besetzungen zu musizieren. Blech, Steirische und Akkordeon sind die wichtigsten Instrumente, die zum Einsatz kommen. Zwischendurch wird dann die „Deifelsgeign“ vom Sockel geholt, um mit viel Lärm aber rhythmisch exakt die Wohlklänge zu begleiten. Gut besucht war auch am Samstagabend das musikalische Feuerwerk bayerischer Volksmusiktradition ohne Proben, Noten und Vorgaben.
Kurzweiliger Abend
Polkas und schneidige Märsche, Walzer und „Tanzlmusi“: die mitreißenden Melodien aus dem reichen Volksmusikschatz animierten die auf gute Laune eingestellten Gäste zum Mitsingen, Mitklatschen und Zuprosten. Ein Prosit der Gemütlichkeit war fast nach jedem „Stückl“ Pflicht. Beim Lachen, Schunkeln, Plaudern und bayerischen Brotzeiten ein kurzweiliger Abend bei lebendiger und gelebter, kerniger Volksmusik. Eine Symbiose zwischen Gästen, Wirt und den Musikanten.
Vielseitigkeit an den Instrumenten
Die Solisten kamen mit Christine Bleiber, ein Naturtalent auf der Steirischen, bis aus Mitterteich. Die diatonische Harmonika hat es vielen Musikliebhabern angetan. Auch Helga Dollhopf aus Wirbenz und der Kirchenthumbacher Luggi Lindner schätzen dieses Instrument. Einige Musikanten brachten gleich mehrere Instrumente mit. Vielseitigkeit war Trumpf, wie zum Beispiel auch bei Gerd Retzer aus Vorbach, der schon seit vielen Jahren mit seinem Kompagnon Werner Maier mit der „Freidamusi“ beim Dorfwirt in Vorbach aufhorchen lässt. Bei vielen Treffen der Wirtshausmusikanten sind sie dabei.
Harmonisches Miteinander
Am Samstag trumpften zudem Willi Prechtl aus Pressath (Saxophon) und Rudi Kohler aus Hirschbach (Baritonhorn) auf. Auch Ex-Gastwirtin Elisabeth Pscherer griff zur Teufelsgeige. Zum Teil noch nie zusammengespielt, bildeten einige Solisten schon nach wenigen Takten und Tönen ein harmonisches Miteinander. Eine abwechslungsreiche Reise durch die vielfältige Welt der Volksmusik, angereichert mit fröhlichen Gassenhauern aus dem Bereich der Schlager, inspirierte die vielen Besucher zu einem stimmungsvollen Abend.




