Zwischen Landschaft und Wahrnehmung: Christine Fuchs zeigt Nazuna/Malerei in Weiden
Zwischen Landschaft und Wahrnehmung: Christine Fuchs zeigt Nazuna/Malerei in Weiden
Noch bis zum 19. April zeigt der Kunstverein Weiden die Ausstellung „Nazuna/Malerei“ von Christine Fuchs. Es ist eine Präsentation, die sich konsequent dem Sehen und unterwegs sein widmet. Der Titel zitiert ein Haiku-Gedicht.
Großformatige Wolken- und Landschaftsbilder
Im Zentrum stehen mehrere Werkgruppen, die sich formal unterscheiden und inhaltlich miteinander korrespondieren. In der „Nazuna“-Reihe begegnen sich großformatige Wolken- und Landschaftsbilder und kleinformatige Pflanzenstudien. Diese Gegenüberstellung erzeugt reizvolle Spannungen zwischen Weite, Fläche und präzisem Detail.
Im Zwischenraum der Kommunikation
Eine besondere Ergänzung bildet die frühe Porträtserie „Weil sprechen nicht sehen ist“. Zwei Frauen sind im Gespräch dargestellt, frontal und ruhig. Die eigentliche Dynamik entsteht im Zwischenraum der Kommunikation.
Starke Präsenz
Mit den „großen Disteln“ setzt Fuchs einen markanten Akzent. Vor intensiv rotem Hintergrund entfalten die Pflanzen eine starke Präsenz. Die Farbigkeit verweist auf Ambivalenzen: Rot als Zeichen von Energie und Gefährdung. Die Arbeiten können als Auseinandersetzung mit dem Klimawandel gelesen werden. In den aktuellen Bildern „Landkarte/Landschaft“ entwickelt Fuchs aus fotografischen Vorlagen neue, offene Bildräume. Landschaft wird hier nicht abgebildet, sondern interpretiert.
Künstlerin, Publizistin und Kunstvermittlerin
Christine Fuchs hat an der Kunsthochschule Kassel bei Dorothe von Windheim Kunst sowie Kunstwissenschaft studiert und an der Universität Frankfurt zur Kunstfreiheit der Avantgarde promoviert. Sie ist als Künstlerin, Publizistin und Kunstvermittlerin tätig. Von 2001-2025 hat sie für das Netzwerk „Stadtkultur Bayern“ landesweite partizipative Kunst- und Kulturprojekte konzipiert und geleitet. Sie lebt und arbeitet in Nürnberg und Ingolstadt.


