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Abschied von Richard Sternitzke in Kaltenbrunn

Kaltenbrunn. Mit einem bewegenden Requiem nahmen Angehörige und Vereinskameraden Abschied von Richard Sternitzke, 73. Pfarrer Varghese Puthenchira und die Feuerwehr würdigten sein langjähriges Engagement.

Kaltenbrunn. Mit einem bewegenden Requiem nahmen Angehörige und Vereinskameraden Abschied von Richard Sternitzke, 73. Pfarrer Varghese Puthenchira und die Feuerwehr würdigten sein langjähriges Engagement.
Symbolfoto: Pixabay

Abschied von Richard Sternitzke in Kaltenbrunn

„Still und leise hat sich das Leben von Richard Sternitzke vollendet, zu einem unerwarteten Zeitpunkt hat ihn Gott im Alter von 73 Jahren zu sich heimgerufen. Wir stehen heute vor diesem Abschied mit Trauer im Herzen.“ Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Varghese Puthenchira am Samstag das Requiem in der Pfarrkirche.

Leben und Werdegang von Richard Sternitzke

Puthenchira: „Richard war kein Mensch, der nur für sich selbst gelebt hat. Seine Mitmenschen waren ihm wichtig. Er hat Gemeinschaft gesucht und diese mitgetragen, Zeit geschenkt, Fähigkeiten eingesetzt, Verantwortung übernommen und damit auch ein Stück von sich selbst in das Leben anderer hineingegeben.“ Richard Sternitzke wurde am 19. Dezember 1952 in Kaltenbrunn geboren, wuchs im 1948 erbauten Elternhaus mit seinen Geschwistern Gisela, Reinhard und Gabriele auf. Gisela starb bereits 1964 mit 16 Jahren. Von der Lobkowitz-Realschule Neustadt/WN wechselte er an die Finanzschule in Herrsching. Sein Berufsweg führte ihn vom Finanzamt Weiden nach Nürnberg bis zur Pension mit 65 im Jahr 2017.

Auch seine Freizeit wusste er zu genießen. Neben Skitouren in der Schweiz und in Österreich buchte er Kreuzfahrten und Busreisen. An den Wochenenden half er seinen Eltern auf dem Bauernhof. Als sein Vater 1994 verschied, unterstützte er seine auf Hilfe angewiesene Mutter. Nach deren Tod 2004 zog er ins Elternhaus zurück. Zu den schweren Erfahrungen seines Lebens gehörte auch der plötzliche Heimgang seines Bruders im Alter von 58 Jahren.

Richard war nicht verheiratet, umso wichtiger waren ihm seine familiären Beziehungen. So besuchte er seine Schwester in Bärnau regelmäßig an den Feiertagen und die Familienfeste seiner Neffen, brachte alljährlich selbst gepflückte Preiselbeeren mit. Und er hatte seinen Platz am Stammtisch beim „Michl“. Pfarrer Puthenchira sagte ihm „Vergelt’s Gott!“ für seinen Dienst im Kirchenchor und in der Schola.

Würdigung durch Verein und Weggefährten

Einen ehrenden Nachruf hielt die junge 2. Schützenmeisterin Laureen Bauer. Fast sechs Jahrzehnte gehörte Richard Sternitzke zur Gemeinschaft von „Hubertus“ Kaltenbrunn. „Doch es sind nicht allein die vielen Jahre, die uns in Erinnerung bleiben werden. Es war vor allem der Mensch Richard. Mit seiner Erfahrung und seiner ruhigen Art stand er uns stets mit Rat und Tat zur Seite“, sagte Bauer, und sie schloss: „Wir sind dankbar für seine Treue, seine Hilfsbereitschaft und für alles, was er für unseren Verein getan hat.“

Vorsitzender Thomas Gmeiner dankte für die 54-jährige Treue zur Feuerwehr. „Er war ein gern gesehener Gast bei allen Veranstaltungen“, betonte Siedlerchef Erwin Schönl. Abschied am Grab nahmen auch die Schulkameraden aus Kaltenbrunn und Hütten. Hans Liedl sang beim Requiem, begleitet von Dieter Ludwig an der Orgel, „Mit Jesus auf dem Weg“ und das Lied von der „Schwarzen Madonna“. Die Stadtkapelle Grafenwöhr begleitete den Trauerzug und die Einsegnung im Friedhof.

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