AWO-Seniorenclub Gretl Fastner feiert 55 Jahre in Neustadt
AWO-Seniorenclub Gretl Fastner feiert 55 Jahre in Neustadt
Seit 55 Jahren bringt der Seniorenclub „Gretl Fastner“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ältere Menschen zusammen. Rund 40 Gäste feierten kürzlich das Jubiläum und blickten auf eine bewegte Geschichte mit geselligen Nachmittagen, besonderen Veranstaltungen und vielen persönlichen Begegnungen zurück. Dass die Gemeinschaft bis heute lebendig blieb, freute die Verantwortlichen besonders.
Ehrengäste beim Jubiläum
AWO-Ortsvereinsvorsitzender Franz Witt und Seniorenclubleiterin Karin Rößler begrüßten die Ehrengäste, darunter Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler, Pfarrer Ullrich Gruber, AWO-Kreisvorsitzende Karin Gesierich und die Seniorenbeauftragte der Stadt, Gabi Fröhlich. Eine besondere Freude bereitete ihnen der Besuch von Angehörigen früherer Leiterinnen, die eigens aus München angereist waren.
Geselligkeit und Zusammenhalt prägten das Clubleben
Karin Rößler berichtete aus dem Alltag des Seniorenclubs. Die Mitglieder treffen sich alle 14 Tage und gestalten ihre Nachmittage passend zur Jahreszeit. Zum Jahresbeginn stoßen sie mit einem Glas Sekt an, in der Faschingszeit gehört das Heringsessen dazu. Auch Osterfeiern und ein Oktoberfest mit Leberkäse stehen auf dem Programm. Die Weihnachtsfeier richtet der Club gemeinsam mit dem AWO-Ortsverein aus.
Besonders am Herzen liegt der Leiterin das Miteinander. „Man schaut gegenseitig aufeinander, alle sind rege und kommen zweimal im Monat zusammen“, sagte Rößler. Gerade diese Verlässlichkeit mache den Seniorenclub aus: Die Mitglieder pflegen Kontakte, verbringen gemeinsam Zeit und wissen sich in der Gruppe aufgehoben.
Von der Gründung bis zu legendären Auftritten
Franz Witt ließ die Geschichte des Clubs Revue passieren. Am 3. Februar 1971 gründeten die Mitglieder im Gasthaus „Zum Wieselbrunnen“ den Seniorenclub. Unter dem damaligen Vorsitzenden Sepp Eichinger trugen sich 63 Personen in die Anwesenheitsliste ein. Zu ihnen gehörte Gretl Fastner, die noch im selben Jahr den Vorsitz des Altenclubs übernahm und der Gemeinschaft ihren Namen gab. In den folgenden Jahren sorgten die Kapelle Hans Nachtmann, die „Stimmungskanone“ Hanni Deubzer und zahlreiche engagierte Mitglieder für unvergessliche Auftritte und gesellige Stunden.
Später zog der Club in das ehemalige Gewerkschaftsjugendheim um, das der AWO-Bezirksverband 1990 erworben hatte. Dort entstand zusätzlich eine Gymnastikgruppe für Neustädter Senioren, die viele Jahre Bestand hatte. Bei allen Veränderungen blieb für Witt eines entscheidend: „Die Gemeinschaft stand immer im Mittelpunkt. Der Club habe älteren Menschen Gelegenheit gegeben, zusammenzukommen, Freundschaften zu pflegen und Lebensfreude zu erleben.“
Ehrengäste würdigten das Engagement
In ihren Grußworten unterstrichen die Ehrengäste die Bedeutung der Seniorenarbeit. Nicole Bäumler hob die Grundwerte der Arbeiterwohlfahrt hervor: „Soziale Gerechtigkeit und Solidarität“ gehörten zu den tragenden Säulen der Organisation. Karin Gesierich erinnerte an markante Ereignisse aus dem Gründungsjahr 1971. Pfarrer Ullrich Gruber richtete ebenfalls ein Grußwort an die Festgesellschaft. Gabi Fröhlich dankte im Namen der Stadt allen Verantwortlichen für ihren Einsatz im Seniorensektor. Das Jubiläum machte deutlich, wie viel ehrenamtliches Engagement dazu beiträgt, älteren Menschen Gemeinschaft und Teilhabe zu ermöglichen.
Bei Kaffee und Kuchen klang die Feier in geselliger Runde aus. Dabei wurden zahlreiche Anekdoten aus 55 Jahren Seniorenclub wieder lebendig. Die Erinnerungen zeigten, dass der Club weit mehr als ein regelmäßiger Treffpunkt ist: Er ist ein Stück gelebtes Miteinander, das Generationen von Mitgliedern miteinander verbindet.
Die Vorstandschaft mit den Ehrengästen feierte zusammen mit den Senioren.
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