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Eiserne Liebe: Marga und Alois Böhm feiern 65 gemeinsame Jahre

Etzenricht. Am 30. Mai erlebten Marga und Alois Böhm einen ganz besonderen Meilenstein ihres gemeinsamen Lebens. Das Paar feierte in Etzenricht seine Eiserne Hochzeit, ein Zeugnis für 65 Jahre Eheleben.

Eiserne Liebe: Marga und Alois Böhm feiern 65 gemeinsame Jahre

Das Bild zeigt die Familie, Sohn Michael, die drei Töchter der Jubilare und die Schwiegersöhne bei der taggenauen Feier in Etzenricht. Seit 55 Jahren hat das beliebte Paar im Dorf Wurzeln geschlagen. Die älteren Etzenrichter kennen Alois Böhm mit seinem Markenzeichen, dem weißen Jackett noch als professionellen und ausgebildeten Ober beim Bierfest, beim Gasthof Riebel und in der Gastronomie. Verbindlicher, kompetenter und höflicher Service war für den Kellner ein selbstverständliches Attribut. Foto: Rudi Walberer
Am 30. Mai 1959 war die Trauung von Marga und Alois Böhm, am Feiertag Fronleichnam feierten sie mit ihren drei Töchtern und ihrem Sohn die Eiserne Hochzeit im Etzenrichter Ortsteil “Radschin”, wo sie seit Jahrzehnten Wurzeln geschlagen haben. Bürgermeister Martin Schregelmann übermittelte die Glückwünsche der Bürgerinnen und Bürger an die beiden im Ort bekannten und geschätzten Jubilare. Foto: Rudi Walberer

Am 30. Mai feierten Marga und Alois Böhm ihre „Eiserne Hochzeit“, die Familie ließ das Fotoalbum mit den nach der standesamtlichen und am gleichen Tag im Markt Floß erstellten Aufnahmen des glücklichen und schönen Paares kreisen.

Ein Leben voller Erinnerungen

Nicht selten in dieser Zeit war die Konstellation, die durch die Herkunft der Beiden entstand: Margas Wiege stammt aus Schlesien, aus Bohrauseifersdorf und Alois wuchs in einem kleinen Bauernhof im böhmischen Landkreis Tachau auf. Seine Familie siedelte 1946 um, fand zunächst einen Platz bei der Familie Rast bevor Floß zur Heimat wurde. Aus zwei jungen Leuten aus unterschiedlichen Vertriebenen-Gruppierungen formte sich ein Oberpfälzer Paar. Die Jubilarin war als Bürokraft in Altenhammer bei einem Betrieb beschäftigt, der Granit verarbeitete. Nach einem kurzen Intermezzo in Karlsruhe zogen die Böhms 1964 zurück nach Weiden und ließen sich 1969 in der Etzenricht nieder. „Wir fühlen uns hier von Beginn an sehr wohl“, sagen sie übereinstimmend und pflegen eine gute Nachbarschaft.

Sie gelten als ausgesprochen freundliche und herzliche Mitbürger, wie Bürgermeister Martin Schregelmann bei seinem Besuch am „Hochzeitstag“ bestätigte. „Unsere aktuellen Hobbys sind unsere zwölf Enkelkinder und neun Urenkel, auf diese sind wir mächtig stolz“, erklären die Jubilare dem Gemeindeoberhaupt und ihren vier Kindern Gabriele, Sabine, Susanne und Michael.

Seit Jahrzehnten kann der ADAC-Ortsklub auf das Paar bauen, ebenso pflegten sie lange Zeit die Nähe zu den „Lustigen Konradern“. Alois Böhm hat bis zu seiner Rente bei der Firma Mitras in Weiden gearbeitet.

Ein besonderes Steckenpferd

Sein erlernter Beruf war Kellner. Als fleißiger, echter „Profi“ erreichte Alois auch Bekanntheitsgrad und Anerkennung. Den Job legte er erst nach einer Hüft-OP nieder. „Die Bedienerei war Steckenpferd und Beruf für mich, ich habe diese mit Freude gemacht und meine Frau hat mir den Rücken frei gehalten“, lautete der Rückblick auf die unzähligen Kilometer, die 14 Jahre beim legendären Bierfest und 23 Jahre im Gasthof Riebel zurückgelegt wurden. „12 bis 14 Maß habe ich schon gepackt“, wird ergänzt. Ein Satz dazu von Gastwirt Riebel lobt die geballte Tüchtigkeit und Aufmerksamkeit und wird im Dorf so zitiert: „Wenn der Alois tätig war, konnte ich mir zwei weitere Bedienungen sparen“. Der Lieblingsplatz ist nach wie vor die Terrasse, dort verbringt das Jubelpaar gerne die Zeit. Die beiden halten den Kontakt zu Freunden und leben in einer Hausgemeinschaft mit ihrem Sohn Michael und dessen Familie. Die Feier der „Eisernen“ fand bei Tochter Sabine und Schwiegersohn Uli statt.

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