Jüdisch-christliche Zusammenarbeit wächst weiter
Jüdisch-christliche Zusammenarbeit wächst weiter
Schon die Besetzung der Ehrenämter als Vorsitzende durch Vertreter der christlichen und jüdischen Religionsgemeinschaften macht deutlich, dass die Zusammengehörigkeit von größtem Wert ist. Das hat sich auch in der letzten Mitgliederversammlung, die im evangelischen Gemeindezentrum in Weiden veranstaltet und von Pfarrer Alfons Forster aus Michldorf geleitet wurde, gezeigt.
Ein ehrendes Gedenken galt dem plötzlich verstorbenen Rechnungsprüfer Otmar Singer aus Altenstadt/WN. Schriftführerin Constanze Schöner hatte das Jahr 2023 Revue passieren lassen, eine Filmvorführung „Nicht ganz koscher“, die Festveranstaltung in der Flosser Synagoge aus Anlass der „Woche der Brüderlichkeit“ und die Führung von Werner Friedmann am Jüdischen Friedhof in Weiden mit positiver Resonanz angesprochen. Im Juni dieses Jahres soll erneut eine Führung gestartet werden.
Anteilnahme und Solidarität mit Israel
Die Kundgebung am 15. Oktober am Gedenkstein in der Konrad-Adenauer-Allee anlässlich des Terroranschlages am 7. Oktober war ein Ausdruck der Bestürzung, zugleich eine Anteilnahme und Solidarität mit Israel. Die Gedenkfeier am 9. November anlässlich des 1938 stattgefundenen November-Pogroms und die Ansprache durch Oberbürgermeister Jens Meyer hinterließen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck. Ähnlich die Stolpersteinverlegung in Weiden von 18 Steinen an verschiedenen Plätzen. Abgerundet wurde das Jahr mit einem Konzert der Jüdischen Gemeinde.
Stellvertretend für Kassier Franz Häring gab Werner Friedmann einen ausführlichen Kassenbericht, der durch Vorstandsmitglied Elisabeth Frey der Prüfung unterzogen wurde. Die Gesellschaft steht auf gesunden Beiden. Im allgemeinen Meinungsaustausch wurde die Erfassung der Weidener Stolpersteine durch mit App diskutiert. Sehr bedauert wurde die Entscheidung des Koordinierungsrates, sich vom Namen „Woche der Brüderlichkeit“ zu verabschieden. Die anschließende Vorstandssitzung befasste sich mit dem Jahresprogramm 2024, wobei die Zentralveranstaltungen einen festen Platz haben.


