IHK und fünf OB-Kandidaten diskutieren Weidens Innenstadtbelebung
IHK und fünf OB-Kandidaten diskutieren Weidens Innenstadtbelebung
Im Rahmen eines Rundgangs durch die Max-Reger-Straße wurde die Problematik ungenutzter Obergeschosse thematisiert. IHK-Geschäftsstellenleiter Florian Rieder wies darauf hin, dass durch ein fundiertes Konzept innerhalb der Städtebauförderung Fördermittel und Sonderabschreibungen generiert werden könnten, um Sanierungen für Wohn- oder Gewerbezwecke wirtschaftlich attraktiv zu machen. Laut städtischer Wirtschaftsförderung beläuft sich die Zahl der Leerstände aktuell auf rund 35 bis 40 Objekte, was einen Rückgang gegenüber früheren Erhebungen darstellt.
Strukturwandel im Einzelhandel und Gastronomie
Da die Nachfrage nach reinen Einzelhandelsflächen in bestimmten Lagen sinkt, verschiebt sich der Fokus zunehmend auf Gastronomie und Dienstleister.
- Erlebniswert und Frequenz: Einzelhändler Tobias Sonna betonte die Notwendigkeit, den Erlebnischarakter der Innenstadt zu stärken. Großveranstaltungen müssten dabei so konzipiert sein, dass sie auch messbare Frequenz für den stationären Handel generieren.
- Verkehr und Logistik: Diskutiert wurde zudem die Erreichbarkeit der Sedanstraße. Die Kandidaten erörterten die Einführung von Kurzzeitparkplätzen, um die Attraktivität für schnelle Erledigungen zu erhöhen.
- Zielgruppenansprache: Um jüngere Generationen wieder stärker an den Standort zu binden, wurden flexible Konzepte wie Pop-up-Stores und eine stärkere Integration von Kulturangeboten vorgeschlagen.
Zusammenarbeit von Stadt und Eigentümern
Die anwesenden Kandidaten Jens Meyer (SPD), Benjamin Zeitler (CSU), Jürgen Meyer (Bürgerliste) und Laura Weber (Grüne) präsentierten unterschiedliche Ansätze, von aktiver Vermittlung bis hin zu städtebaulichen Sanierungsgebieten. Ferdinand Adam (AfD) nahm ohne eigenen Wortbeitrag teil. Die Beteiligten waren sich einig, dass eine erfolgreiche Revitalisierung eine enge Kooperation zwischen der Stadtverwaltung, dem IHK-Gremium und den privaten Immobilieneigentümern erfordert. Die IHK wird den Prozess weiterhin fachlich durch Instrumente wie den Stadtentwicklungscheck begleiten.


