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Rechte einfordern – Aufmerksamkeit wecken

Weiden. Zahlreiche Demonstranten sind in der vergangenen Woche durch Weiden marschiert, um auf Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam zu machen.

Rechte einfordern – Aufmerksamkeit wecken

Die UN-Kampagne „Orange the World“ generiert jedes Jahr 16 Tage lang Aufmerksamkeit und fordert ein Ende geschlechtsspezifischer Gewalt. Als Startschuss für diese Aktion sind in der vergangenen Woche zahlreiche Demonstranten durch Weiden gezogen. Ihr Motto: solidarisch, feministisch, menschlich! – Laut sein und gehört werden.

Ihrer Forderungen brachten die Teilnehmer mit Rasseln, Trommeln, Worten, Gesang und Aktionsbeiträgen zur Geltung. Angeführt wurden die Demonstrierenden von Enikö Nagy, der Leiterin des Frauenhauses und Interventionsstelle. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Amnesty International Organisation und weitere Unterstützer machten sich an diesem Tag für die Rechte der Frauen stark.

Erste Station: Das Amtsgericht beim Präsidenten des Landgerichts Josef Weidensteiner. Foto: OberpfalzECHO/Andrea Schreiber

Trotz des kalten und nassen Wetters zogen die Demonstrierenden tapfer durch die Straßen und machten an drei wichtigen Stationen in Weiden halt. Im Vordergrund der Demostration stand die Umsetzung der Istanbul-Konvention. Das Übereinkommen soll dabei helfen, häuslicher Gewalt zu verhüten und zu bekämpfen.

Enikö Nagy betonte, dass noch immer nicht genug für Gewaltbetroffene getan wird, um sie ausreichend zu schützen. Ihnen ging es auch besonders um Kinder, die täglich häusliche Gewalt erleben müssen. Sie bat deshalb den Präsidenten des Landgerichts Weiden, Josef Weidensteiner, den Schutz von Betroffenen zu unterstützen und um einen Aufbau von Handlungskonzepten gegen Gewalt.

Weidensteiner sagte, dass sie sich im Grundsatz einig wären und Opfer einen Anspruch auf bestmögliche Begleitung hätten. Symbolisch wurde Weidensteiner die Istanbul-Konvention überreicht.

Zweite Station: Das neue Rathaus beim Oberbürgermeister Jens Meyer und Dezernatsleiter Wolfgang Hohlmeier. Foto: OberpfalzECHO/Andrea Schreiber

Weiter ging es zum neuen Rathaus, wo die Demonstrierenden auf Oberbürgermeister Jens Meier warteten. Auch hier betonte Nagy noch einmal, dass sie keine Lobbyisten, sondern besorgte Haupt,- und Ehrenamtliche, Betroffene, Opfer und Mütter sind, die für Toleranz und Miteinander eintreten.

Meier bedankt sich dafür, dass die Menschen heute laut für die geworden sind, die nicht laut sein können und betonte stolz, die gemischte Gemeinschaft, die bei diesem Thema selbe Meinung kundtun kann. Gemeinsam wurde eine Schweigeminute für die Opfer von häuslicher Gewalt am Rathaus gehalten, in der alle Beteiligten für einen kurzen Moment innehielten.

Dritte Station: Jugendamt. Foto: OberpfalzECHO/Andrea Schreiber
Dritte Station: Jugendamt. Foto: OberpfalzECHO/Andrea Schreiber

Gewalt kann prinzipiell immer jeden treffen, auch das kommunizierten sie frei heraus. Sie forderten eine gesellschaftliche Veränderung, denn Gewalt an Frauen, betonte Nagy, ginge uns alle an. Diese Worte verkündete sie auch nochmal beim Jugendamt.

Foto: OberpfalzECHO/Andrea Schreiber
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