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Seit 1949 der SpVgg Weiden die Treue gehalten

Weiden. Die SpVgg SV Weiden, die Katholische Arbeiter-Bewegung (KAB), der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung St. Johannes, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Gewerkschaft ver.di sowie die Stammtische  „Korinther“ und „Höhe 308“ trauern um Georg Zug. Der 89-jährige Weidener verstarb am 8. Februar nach längerer Krankheit friedlich im Kreise seiner Familie.

Seit 1949 der SpVgg Weiden die Treue gehalten

73 Jahre lang war Georg Zug ein “Schwarz-Blauer”. Jetzt starb er mit 89 Jahren. Foto: Stephan Landgraf

Innovativ, engagiert, treu, akribisch, stets interessiert und kreativ – diese Eigenschaften beschreiben sein Leben am Trefflichsten. Beruflich, in der Familie und im Ehrenamt lebte er für seine Ideale. Ihm lagen seine Mitmenschen, ihr Leben sinnvoll an immer neuen Herausforderungen zu orientieren und zielgerichtet zu gestalten, am Herzen.

Ausbildung zum Industriekaufmann

Am 4. Juni 1932 in Weiden geboren, entschied er sich – wie bereits seine Eltern – dazu, in jungen Jahren beim Weidener Traditionsunternehmen Bauscher seine Ausbildung zum Industriekaufmann anzutreten. Georg Zug blieb der Porzellanfirma in diversen Leitungspositionen bis zu seiner Rente im August 1996 treu. Bereits während seiner Ausbildung lernte er seine künftige und leider zu früh verstorbene Ehefrau Anneliese kennen. Aus der Ehe gingen die Kinder Michaela und Dieter hervor.

Zusammen mit Ehefrau, Stammtischfreunden und vor allem Schwager und Schwägerin aus Schirmitz bereiste Georg Zug viele Jahre lang die ganze Welt. Russland, China, das Nordkap, Israel und die USA gehörten dabei unter anderem zu den vielen Reisezielen. „Er war ein richtiger Weltenbummler geworden“, erinnern sich seine beiden Kinder.

Seit 1949 Mitglied bei der SpVgg Weiden

1949 schloss sich Georg Zug nach einem kurzen Intermezzo beim SV bereits der SpVgg Weiden an, bei der er nach 73-jähriger Zugehörigkeit inzwischen das älteste Mitglied war. So oft es ging, unterstützte er seinen Verein vor Ort im Stadion am Wasserwerk.

Mit einigen seiner Sport- und Vereinskameraden gründete Georg Zug am 15. November 1959 den Weidener Stammtisch „Korinther“, der sich zu Anfangszeiten im kleinen Bierstüberl Hinterm Rangierbahnhof traf und bis zum heutigen Tage erhalten hat. Georg Zug leitete dabei mehrmals als Präsident die Geschicke der „Korinther“.

Im Waldfriedhof beigesetzt

Nun stehen seine Familie, Verwandten und Weggefährten vor der schwierigen Aufgabe, sein Werk fortzuführen. Viele werden die langen, informativen, hintergründigen und freundschaftlichen Gespräche mit Georg Zug vermissen, vor allem aber seinen Charme sowie seinen versteckten Humor. Er wurde am Dienstag nach einem Trauergottesdienst in der Kirche St. Johannes im Beisein seiner Familie, Freunde und Wegbegleiter im Waldfriedhof beigesetzt.

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